Erwartete dritte Auswärtsniederlage

ESV Roßlau –
ATSV Freiberg 5837:5505

Von Michael Hahn

Die Bundesligakegler des ATSV Freiberg mussten bereits die dritte Auswärtsniederlage in Folge einstecken. Nach Berlin und Mücheln setzte es beim ESV Roßlau eine recht deutliche Pleite, die – realistisch gesehen – aber ohnehin kaum zu verhindern war.

Völlig chancenlos waren die Sachsen dabei auf den eingespielten Bahnen 1 und 2, auf denen die Gastgeber ihren Heimvorteil gnadenlos ausspielten und den Freiberger Akteuren kaum Luft zum Atmen ließen. Ganz anders hingegen verhielt es sich auf den relativ neutralen Bahnen 3 und 4, die der ATSV in der Summe auch nur knapp für sich entscheiden konnte.

Gleich vom Start weg gerieten Jan Fritzsch und Ingolf Stein mächtig ins Hintertreffen, wobei Fritzsch überhaupt keine Bindung zur Bahn fand und sich mit 859 Kegeln zufrieden geben musste. Stein kam mit den Gegebenheiten merklich besser zurecht und fällte 963 Kegel, was aber nicht ausreichte um Frank Pahlisch (1004) in Schach zu halten. Durch die 967 Kegel von Jens Sobeck betrug der Rückstand des ATSV nach Durchgang eins bereits 149 Punkte.

Nun, da man bereits beträchtlich zurücklag, wog der personelle Ausfall von Heiko Wüstling natürlich umso schwerer. Zwar mühte sich sein Ersatzmann Martin Sprunk redlich um ein gutes Ergebnis, jedoch kam die Bahn seinem Kegelstil nicht gerade entgegen und das Zählwerk blieb bereits bei 830 Punkten stehen. Ähnlich erging es Felix Wagner, der mit leicht lädiertem Oberschenkel 867 Holz erreichte. Die Roßlauer nutzten die Schwäche der Gäste nun vollends aus und erspielten durch Andreas Duttenhofer (991) und Frank Abel (972) einen  Spielentscheidenden Vorsprung von 415! Kegel.

Die guten Leistungen von Michael Hahn (961) und Andreas Beger (1025), die beide ihre Gegner (Henry Henig 893 und Wolfgang Grötzner 1010) besiegen konnten, waren somit nur noch Ergebniskosmetik und hatten rein statistischen Wert. Nichtsdestotrotz bewies damit vor allem Andreas, das es möglich ist diese Bahn zu lesen und auch zu begreifen.

In 2 Wochen geht es für den ATSV dann erneut nach Berlin, diesmal gegen Semper, wo die Chancen auf den 3. Auswärtssieg der Saison um einiges besser stehen werden.