ATSV eilt von Sieg zu Sieg

ATSV Freiberg –
Magdeburger SV 5773:5437

Von Michael Hahn

Kaum das die 1. Männermannschaft des ATSV Freiberg gegen Brehna mit 5735 Holz ihre bisherige Saisonbestleistung aufgestellt hatte, hat sie nun schon wieder zugeschlagen und den Magdeburger SV deutlich besiegt. Diesmal reichte es sogar, um den vor zwei Wochen von der Reserve aufgestellten Bahnrekord zu überspielen und das, obwohl längst nicht alle Akteure ihr Niveau erreichten. 5773:5437 lautete das Endergebnis in einem Spiel, dem vor allem ein wieder erstarkter Michael Hahn seinen Stempel aufdrückte.

Nach der Kabinenansprache von Kapitän Beger, in der er ein Mannschaftsergebnis von 58xx einforderte, legten sich Jan Fritzsch (894 Kegel) und Ingolf Stein (985) auch mächtig ins Zeug. Beide hatten dabei mit ihren Gegenspielern keinerlei Mühe und erspielten ein Plus von 93 Punkten. Zwar bedeutete dies eine klare Führung und wirklich niemand stellte einen deutlichen Sieg des Gastgebers in Frage, dennoch lagen beide damit im Schnitt rund 50 Kegel hinter dem Tagesziel zurück. Dies auszugleichen und den Vorsprung auf Magdeburg weiter auszubauen, hatten sich nun Felix Wagner und Michael Hahn auf die Fahne geschrieben. Leider war Felix krankheitsbedingt leicht angeschlagen, was man ihm mit zunehmender Spieldauer auch anmerkte. Als sich die Unkonzentriertheiten nach knapp 100 Wurf zu sehr häuften, wurde er durch Carsten Eichhorn ersetzt. Carsten, etatmäßiger Stammspieler der 4. Mannschaft des ATSV, genoss seinen Einsatz in der 2. Bundesliga sichtlich. Durch eine fantastische Leistung seinerseits schraubte er das Ergebnis noch auf 908 Leistungspunkte und büßte damit nur minimal auf seinen Kontrahenten ein. Auf der anderen Seite hingegen spielte Hahn nach einer mehrwöchigen Durststrecke furios auf. Seine 996 Kegel aus der Vorwoche deuteten bereits an, dass er wieder im Kommen war, doch diesmal sprengte er alle Register. Mit 1060 Kegel spielte er neue persönliche Bestleistung und übertraf damit seinen eigenen Bahnrekord aus der Vorsaison um neun Kegel. Für Heiko Wüstling und Andreas Beger war dies dann auch die Steilvorlage, um mit zwei soliden Ergebnissen jenseits von 960 Kegeln zusätzlich zum Einzel- auch noch den Mannschaftsbahnrekord zu knacken. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fanden beide dann auch immer besser ins Spiel und am Ende reichte es mit 5773 Kegel hauchdünn.

Nun folgen für die Sachsen noch zwei weitere Heimspiele gegen Senftenberg und Rosslau, ehe es dann am 15.12. zum Spitzenspiel nach Berlin geht.