ESV gewinnt Kellerduell - Von Martin Exner

Rüdiger Werner (ESV Lok Elsterwerda) erzielte am 4. Spieltag 886 Kegel im Kellerduell gegen Blau-Weiß Brehna. Foto: ESV

ESV Lok Elsterwerda –
Blau-Weiß Brehna 5387:5335


Mit diesem Heimsieg gelang den Zweitligakeglern aus Elsterwerda der Sprung ins Tabellenmittelfeld. Es war der zweite Saisonerfolg im vierten Anlauf für die Mannschaft aus der Elsterstadt. Die Gäste aus Brehna, die jenes Aufeinandertreffen in der vergangenen Serie noch eindrucksvoll gewinnen konnten, spielten auch dieses Mal stark auf und brachten die Gastgeber an den Rand einer Niederlage. Erst im Schlussdurchgang drehten die Einheimischen die Partie und sorgten für klare Verhältnisse. Der Mann des Spiels kam allerdings aus Brehna und stelle sogar einen neuen Bahnrekord über 100 Wurf auf.

1. Durchgang: Frank Beier 915:894 Stephan Wittig, Robert Groschopp 907:886 Patrick Germer / Steven Sasse

Zunächst begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, wobei auf beiden Seiten Unsicherheiten erkennbar waren. Groschopps Spiel prägten Höhen und Tiefen. Dennoch schloss er mit zufriedenstellenden 907 Kegeln ab. Mit Beginn der zweiten 100er-Wurfserie wechselte der TSV Sasse für Germer ein. Dieser Tausch fruchtete und so blieben die Gäste im Soll. Auf der dritten Bahn besann sich auch Beier mit hervorragenden 259 Kegeln und legte den Grundstein für sein gutes Gesamtergebnis. Wittig hielt aber dagegen und scheiterte letztlich nur knapp an der 900 Kegelmarke, sodass die Hausherren mit 42 Kegeln Vorsprung in den Mitteldurchgang starteten.

2. Durchgang: Matthias Born 886:880 Christopher Pötzsch, Stefan Kläber 870:964 Robert Schmidt

Dann schlug die Stunde von Robert Schmidt. Das Juniorentalent aus Brehna begann spektakulär und setzte mit 511 Kegeln einen neuen Bahnrekord in der Altersklasse U23. Wäre ihm auf seiner letzten Bahn mit 213 Kegeln nicht die Luft ausgegangen, hätte wohl auch der 200-Wurf-Rekord (994) gewackelt. Im Schatten von Schmidt spielend kam Kläber nicht über 870 Kegel hinaus und büßte ganze 94 Zähler ein. Da sich Born und Pötzsch im anderen Duell nicht sonderlich weh taten und ausgeglichen agierten, lagen die Blau-Weißen mit 46 Kegeln in Front.

3. Durchgang: Uwe Scheibe 923:879 Bobby Keller, Martin Exner 886:832 Denny Fleck / Stefan Bauer

Doch Elsterwerda hatte zumindest noch ein heißes Eisen im Feuer. Kapitän Uwe Scheibe gab sich gegen Keller angesichts der akuten Gefahr einer erneuten Heimpleite keine Blöße und spulte sein Pensum sauber ab. Letztlich standen hervorragende 923 Kegel zu Buche, was zugleich Mannschaftsbestleistung bedeutete. Und auch Exner zog nach leichten Startproblemen clever mit. Brehna fand in dieser wichtigen Phase keine probaten Mittel gegen den ESV, der von seinen Fans erneut nach vorne gepeitscht wurde. Auch die zweite Auswechslung (Bauer für Fleck) blieb ohne Erfolg. Damit gewinnt die Lok aus Elsterwerda dieses Kellerduell und schiebt sich auf Platz sieben vor.