Lok ohne jede Chance in Berlin - Von Martin Exner

Frank Beier gewann als einziger ESV-Spieler sein direktes Duell gegen den Berliner Kupsch (903:886). Foto: ESV

Kleeblatt Berlin –
ESV Lok Elsterwerda 5667:5168

Elsterwerdas Bundesligakegler sind beim Ligafavoriten Kleeblatt Berlin unter die Räder gekommen. Der Lok-Sechser kassierte die höchste Saisonniederlage und rutscht in der Tabelle auf Platz neun ab. Der Gastgeber überzeugte hingegen auf ganzer Linie und belohnte sich mit einem neuen Mannschaftsbahnrekord. Ausnahmespieler Sven Tränkler überspielte mit 1057 Kegeln die bestehende Einzelbestmarke für die Berliner Kunststoffbahnen in unnachahmlicher Manier. Für das Team von Kapitän Uwe Scheibe gilt es jetzt, diese klare Niederlage schnell zu verarbeiten und am 3. November zuhause gegen den starken Aufsteiger aus Langendorf neu anzugreifen.

1. Durchgang: Andreas Kupsch 886:902 Frank Beier, Sven Tränkler 1057:873 Benjamin Kube

Der letztjährige Staffelsieger untermauerte vom ersten Wurf an seine Ambitionen und enteilte dank Tränkler uneinholbar. Der Ex-Zerbster agierte fehlerlos und räumte atemberaubende 392 Kegel ab. Allein auf der letzten Bahn leuchteten 286 Kegel für ihn auf. Kube konnte angesichts dieser Mammutleistung nur Schadensbegrenzung betreiben. Der 23-jährige Elsterwerdaer zeigte sich solide, leistete sich jedoch zu viele Fehlwürfe. Beier legte gegen Kupsch einen rundum gelungenen Auftritt hin und rechtfertigte seinen Einsatz nachhaltig. Trotzdem lagen die Gäste schon zu diesem frühen Zeitpunkt mit niederschmetternden 168 Kegeln im Rückstand.

2. Durchgang: Christian Drache 984:811 Stefan Kläber, Enrico Brosch 938:915 Rüdiger Werner

Im Mitteldurchgang zelebrierte der Haupstadt-Club weiterhin Kegelsport auf absolutem Top-Niveau. Drache schrammte nur knapp an der 1000 vorbei und deklassierte den schwachen Kläber in allen Belangen. Die beste Vorstellung bei den Elsterstädtern bot Werner, der seinem Kontrahenten Brosch bis zur dritten Bahn Paroli bieten konnte. Mit den letzten 50 Wurf verlor der ESV-Akteur dann etwas seinen spielerischen Faden und vergab ein noch besseres Ergebnis. Die Gesamtdifferenz vergrößerte sich somit auf 364 Kegel.

3. Durchgang: Jörg Seidel 933:879 Uwe Scheibe, Sven Lischke 869:788 Rico Trautloff

Auch Im dritten Spielabschnitt gelang es Elsterwerda nicht, die Talfahrt zu stoppen. Das Polster der Berliner wuchs schlussendlich auf gigantische 499 Kegel an. Seidel hatte die Heimbahnen bestens im Griff und hatte gegen Scheibe keine Schwierigkeiten. Trautloff konnte keine Akzente setzen und blieb letzten Endes weit hinter seinen Möglichkeiten. Der zweite Schlussstarter der Hausherren, Lischke, offenbarte die eine oder andere Unsicherheit und blieb bei mäßigen 869 Kegeln stehen. Dennoch war der neue Mannschaftsbahnrekord perfekt.