Schlussgang verspielt großen Vorsprung

Benjamin Kube (rechts) erzielte 877 Kegel und unterlag damit dem Zerbster Martin Herold. Foto: ESV

ESV Lok Elsterwerda –
Rot-Weiß Zerbst II 5353:5394


Von Martin Exner

Der ESV Lok Elsterwerda hat seinen Heimauftritt gegen Zerbst höchst ärgerlich verloren und wichtige Zähler im Rennen um einen gesicherten Mittelfeldplatz in der 2. Liga liegen lassen.  Den Gästen fehlte zwar die mannschaftliche Geschlossenheit, doch die individuelle Klasse machte den Unterschied und gab letztlich den Ausschlag für den Erfolg. Die Gastgeber verspielten einen großen Vorsprung im Schlussgang und konnten die Ausfälle von Uwe Scheibe und Stefan Kläber nicht entscheidend kompensieren. Für Lok resultiert aus dieser Niederlage der freie Fall bis auf Platz neun und die kommenden Aufgaben in Roßlau und Magdeburg werden aller Voraussicht nach nicht einfacher. 

Startdurchgang: Benjamin Kube 877:900 Martin Herold, Robert Groschopp 923:948 Sven Palmroth
Die zweite Garnitur der Rot-Weißen war nominell stark aufgestellt und drückte im ersten Abschnitt auf die Führung. Zwischen Groschopp und Plamroth entwickelte sich über die ersten 100 Wurf ein hochkarätiges Duell. Während der Elsterwerdaer gigantische 507 Kegel erzielte, legte der Zerbster noch einen drauf und landete bei 510 Kegeln. Im Anschluss konnten beide nicht an dem vorgelegten Spitzenniveau festhalten halten und bauten deutlich ab. Kube hatte den zunächst schwächelnden Herold lange im Griff, doch dank einer kämpferischen Schlussoffensive brachte sich dieser auf ein rundes und ansehnliches Ergebnis, wodurch die Anhaltiner mit 48 Kegeln in Front gingen.

Mitteldurchgang: Rüdiger Werner 908:839 Robert Heydrich, Frank Beier 883:802 Steffen Heydrich
Das zweite Spieldrittel dominierten dann aber klar die Hausherren. Werner und Beier bestätigten einmal mehr ihre gute Verfassung und überzeugten sowohl in die Vollen, als auch beim Spiel in die Abräumer. Mit dem einen oder anderen Fehlwurf weniger wären sogar noch bessere Einzelergebnisse denkbar gewesen. Da bei den Gästen überhaupt nichts zusammen lief, konnte der ESV den Rückstand in einen klaren Vorsprung (+100) ummünzen.

Schlussdurchgang: Günter Horn 868:998 Timo Hoffmann, Martin Exner 894:907 Hannes Bräse Aber der SKV hatte noch zwei Eisen im Feuer und erhöhte mit Beginn des letzten Durchganges die Schlagzahl. Mit Timo Hoffmann hatte man sich einen Ausnahmesportler aus der ersten Mannschaft geholt, der die Elsterwerdaer Bahnen wie kaum ein anderer kontrollierte. Unbeeindruckt spulte der sein Pensum herunter und glänzte gegen Horn, der solide agierte, mit unnachahmlicher Gassentreue. Fabelhafte 998 Kegel waren die Belohnung – damit verfehlte er den bestehenden Einzelbahnrekord (1004) nur hauchdünn. Bräse fand nach Startschwierigkeiten immer besser in die Partie und brachte Exner, der seinerseits eine recht ordentliche Leistung abrufen konnte, an den Rand der Verzweiflung. Zerbst ließ sich nach der zurückeroberten Führung nicht mehr aus der Reserve locken und brachte den Auswärtssieg über die Ziellinie.

 

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