Kleeblatt Berlin überzeugte – Für Roßlau ein schwarzer Tag

Kleeblatt Berlin –
ESV Roßlau 5632:5098

Von Henry Hennig

Der 21. Spieltag führte die Zweit-Bundesligakegler des ESV Roßlau 51 e.V. in die Hauptstadt zum SKC Kleeblatt Berlin. Der aktuelle Tabellenführer hatte sich im bisherigen Verlauf der Spielserie zu einem Titelaspiranten entwickelt. Die Roßlauer wollten alles daran setzen, eine überzeugende Auswärtsleistung abzuliefern. Doch daraus wurde nichts – „Wir spielten heute ohne Fünf“ – so Käpt`n Henry Hennig während der Verabschiedung. So war nur der Berliner Schlachtruf  – „Unser Bär, der beißt nicht, nein, er frißt Euch auf!“ – am Ende des Spieles zu hören.

Die zunehmende Personalnot erreichte an diesem Spieltag den Höhepunkt. Erst am Freitagabend musste Mannschaftsleiter Henry Hennig die bittere Nachricht vernehmen, dass Leistungsträger Ron Seidel mit einer schweren Grippe ausfällt. Die erste Mannschaft fuhr also nur noch mit vier Stammspielern nach Berlin – jetzt mussten die Ersatzleute als vollwertige Spieler eingesetzt werden. Jedes taktische Geplänkel war somit ad acta gelegt. Es ging nur noch darum, ein versöhnliches Ergebnis zu erspielen.
In der Mannschaftsansprache betonte Teamchef Henry Hennig nochmals, dass niemand nervös sein muss, jeder solle sein Spiel ruhig angehen – „aufgrund der Minimalbesetzung braucht niemand zu fürchten, ausgewechselt zu werden.“ Das Spiel begann auch sehr verheißungsvoll. Frank Pahlisch und Jan Nauel, so das nominierte Starterpaar, konnten überzeugen. Gegen ihre Gegner Andreas Kupsch (877 Kegel) und Mannschaftsleiter Enrico Brosch (943 Kegel) spielten beide sehr gut, hatten zwar das Nachsehen, doch der Rückstand hielt sich in Grenzen. Frank erspielte sich heute den Titel des Mannschaftsbesten, mit ausgezeichneten 905 Kegeln holte er sich erstmals das Roßlauer Maskottchen – den Roten Teufel. „Da war noch mehr drin – da fehlen noch 50 Punkte“, so sein Resümee nach dem Spiel. Auch Jan, anfänglich mit Problemen, wurde immer stärker. Sehr gute 857 Kegel standen für ihn auf dem Spielbericht. Wieder einmal konnte er seinen berechtigten Einsatz in der ersten Mannschaft bestätigen. Das Roßlauer Team lag mit nur 58 Kegeln im Rückstand.
Diesen Rückstand zu halten, eventuell zu verringern, betraten Thomas Geist und Jens Sobeck die Bahnen. Auch dieses Paar hatte so einige Schwächen. Thomas hatte heute besonders im Spiel in die Abräumer keinen Biss. Aufgrund der hohen Anzahl an Fehlwürfen, beendete er etwas enttäuscht sein Spiel mit 836 Kegeln. Sein direkter Gegenspieler Christian Drache (944 Kegel) wurde immer stärker und konnte ihm wertvollen Boden abnehmen. Auch Sobeck zeigte heute wenig Konstanz. Viele stilistische Fehler ließen ihn fast verzweifeln, doch mit K(r)ampf erspielte er sich gute 847 Kegel. Sein Gegner Sven Tränkler spielte eher unauffällig, aber doch überzeugend. 979 Kegel – Tagesbestleistung. Die Hausherren führten vor den letzten Durchgang bereits deutlich mit 298 Kegeln.
Und es sollte nicht besser werden. Henry Hennig beendete sein Spiel, völlig resignierend mit den Worten: „Ich kam mir vor, als hätte ich heute zum ersten Mal gekegelt.“ Es wollte nichts gelingen. Besonders das Spiel in die Abräumer war desaströs – keine guten Bilder und dann auch noch alles einzeln räumend, ließen ihn fast verzweifeln – nicht erwähnenswerte 814 Kegel bedeuteten für ihn heute den „Sack“. Sein direkter Gegenspieler Jörg Seidel dagegen nahm den internen Kampf um die Krone auf, überzeugte mit ausgezeichneten 965 Kegeln.
Auch bei Altmeister Wolfgang „Paule“ Grötzner lief es alles andere als gut. Nach den ersten beiden Bahnen noch deutlich auf 900-er Kurs, lief auch bei ihm nichts mehr. Für ihn enttäuschende 939 Kegel standen auf dem Spielbericht. Sein Gegner, Sven Lischke zog ihm den Zahn, er erspielte sich 934 Kegel.
Roßlau: F. Pahlisch 905; J. Nauel 857;T. Geist 836; J Sobeck 847; H. Hennig 814; W. Grötzner 839
Berlin: A. Kupsch 877; E. Brosch 943; C. Drache 944; S. Tränkler 979; J. Seidel 965; S. Lischke 924

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