Spannendes Kegelnachmittag in Niederlausitz mit dem besseren Ende für die Hausherren

SV Senftenberg –
ESV Roßlau 5506:5435

Von Henry Hennig

Das vorletzte Auswärtsspiel der „Roten Teufel“ in der zu Ende gehenden Hinrunde der Saison 2012/2013 der 2. Bundesliga-Ost, führte diese in die Niederlausitz, zum gastgebenden SV Senftenberg. Die „Roten Teufel“ konnten mit einer guten Mannschaftsleistung aufwarten – wenn auch nicht alles gelang. „Wir konnten uns nach dem ersten Durchgang einen Vorsprung erkämpfen, den wir bis zum Ende verwalten und davon zehren konnten“ – so Jens Lehmann während der Verabschiedung.

Speziell durch die 2. Absage von Frank Abel in der vergangenen Woche, waren die Roßlauer um Mannschaftsleiter Henry Hennig, in eine Notlage geraten, überhaupt eine gute Mannschaft auf die Beine zu stellen. Mit der Zusage von Matthias Pawlyk und Jan Nauel wurde das Team komplettiert.

Hochmotiviert gingen die „Roten Teufel“ mit Jens Sobeck und Frank Pahlisch an den Start. Leider gelang der Start bei Jens nicht so richtig. Auf seiner ersten Bahn keine Einstellung findend, stabilisierte er sich im weiteren Verlauf seines Wettkampfes. Mit 860 Kegel beendete er seinen Wettkampf sichtlich unzufrieden. Sein Gegner Steffen Kretzschmar konnte mit 909 Kegel dieses Duell deutlich für dich entscheiden. Die zweite Paarung des ersten Durchganges war das schon spannender. Frank Pahlisch, seine „Pleite“ von Zerbst sehr gut weggesteckt, überzeugte durch einen gelungenen Gesamtauftritt. Wenn auch immer wieder unnötige Fehler im Spiel in die Abräumer, beendete er seinen ersten Auftritt auf den Senftenberger Läufen mit sehr guten 910 Kegel. Ingo Rentzsch, der furios begann, erkämpfte sich ebenfalls sehr gut 932 Kegel. Die Gastgeber führten nach diesem Paar mit 71 Kegel.

Im zweiten Durchgang mußten sich dann Matthias Pawlyk und Wolfgang Grötzner gegen die Senftenberger Mario Peßolat und Maik Lauersdorf behaupten. Es war der spannendste Durchgang des gesamten Wettkampfes. Roßlau bot den Gastgebern zu jeder Zeit Paroli, keiner konnte sich deutlich von seinem direkten Gegenspieler deutlich absetzten. Überzeugend erkämpfte sich Matthias „Matze“ Pawlyk sehr gute 904 Kegel, siegte gegen seinen Gegner Mario Peßolat (901 Kegel) mit 3 Kegel. Auch „Altmeister“ Wolfgang Grötzner überzeugte heute während seines gesamten Wettkampfes. Hatte er sich doch eines starken Gegners, Maik Lauersdorf (946 Kegel), zu erwehren. Mit Bestleistung seines Teams beendete Wolfgang seinen Wettkampf. Hervorragende 961 Kegel standen auf dem Spielbericht. Der Vorsprung der Senftenberger schrumpfte auf 53 Kegel.

Im letzten Durchgang wollten Henry Hennig und Ron Seidel nochmals alles daran setzten, vielleicht doch noch für eine Überraschung zu sorgen. Leider lief es heute für Henry, speziell im Spiel in die Vollen eher etwas unglücklich. Nichts desto trotz, wenn auch am Ende mit zu vielen Fehlern, gerade im Spiel in die Abräumer bot er eine gute Leistung. Doch eher unzufrieden beendete er sein Spiel mit 861 Kegel. Mit seinem direkten Gegner, Stefan Mitrenga, stellte das Team der Senftenberger ihren Teambesten und zugleich auch Besten des Tages. Er kürte seine Leistung mit einem Ergebnis von hervorragenden 963 Kegel.

Ron hingegen spielte alle Bahnen sehr ausgeglichen, ging es doch wieder einmal darum, den Teufel nach Dessau zu holen. Ab und an mit Pech im Spiel in die Abräumer, konnte er auch heute wieder überzeugen. Auch für ihn eine hervorragende Leistung – 939 Kegel standen für ihn auf dem Spielbericht. Bei seinem Gegner, Olaf Neumann (502 Kegel), der auf seiner zweiten Bahn eine Verletzungspause in Anspruch nehmen mußte, lief es dann auch nicht mehr, was auch für etwas Unruhe im Senftenberger Team sorgte. Folgerichtig ließ er sich nach 115 Wurf auswechseln. Für ihn beendete Sven Seiffert (353 Kegel) den Wettkampf. In diesem Durchgang konnten sich die Hausherren den verloren gegangenen Vorsprung zurückerobern.

Senftenberg: S. Kretzschmar 909; I. Rentzsch 932; M. Peßolat 901; M. Lauersdorf 946; S. Mitrenga 963; O. Neumann/S. Seiffert 855
Roßlau: J. Sobeck 860; F. Pahlisch 910; M. Pawlyk 904; W. Grötzner 961; H. Hennig 861; R. Seidel 939