KTV gewinnt furioses Kreisderby

KTV Zeulenroda –
ThSV Wünschendorf 5802:5738

Von Lars Heinig

Was soll da schon passieren? Wenn der viertplazierte Zeulenroda auf den sieglosen Vorletzten Wünschendorf trifft. Von der Papierform her eine klare Sache, doch Derbys haben ihre eigenen Gesetzte und die Elstertaler stellten die Zeulenrodaer lange Zeit vor große Probleme.

Im Startdurchgang konnten Zeulenrodas Wagener und Poser keine Akzente setzen. Sie mussten zusehen wie Schmidt (988) und Oelsner (969) den Spielverlauf bestimmten. Mit einer verschlafenen Startbahn (-42) begann Wagener sein Spiel. Auf den beiden Folgebahnen konnte er dann Fuß fassen und schien nun Schmidt einzuholen. Doch die verkorkste Schlussbahn machte alle Hoffnungen zu nichte. Am Totalisator standen 930 Kegel (612 Volle/ 318 Abräumer) für die KTV‘ler Farben. Auch Poser konnte nicht an seine starke Vorstellung von Rieth anknüpfen. Ein unkonzentriertes Spiel im Abräumen verbaute ihm eine überzeugende Leistung. Mit 916 Kegel (617 Volle/ 299 Abräumer) zog er gegen Oelsner deutlich den Kürzeren.

Der Mitteldurchgang um Heinig und Lange sollte gegen Podnecky und Scholz den Spielverlauf kippen. Heinig lieferte sich mit Podnecky (965) über weite Strecken ein Spiel auf Augenhöhe. Dabei verzweifelte er immer wieder an den doch glücklichen Räumerneunen seines Gegners. Mit 519 Kegel zur Halbzeit, nutzte der U23 Landesmeister besonders auf der letzten Bahn (268) seine konditionellen Vorteile und gewann sein Duell noch deutlich. Sehr gute 1035 Kegel (675 Volle/ 360 Abräumer) waren das Ergebnis nach vier konstanten Bahnen. Sein Partner Lange hatte mit 907 Kegel (626 Volle/ 281 Abräumer) nicht den besten Tag erwischt. Besonders im Abräumen haderte er meist mit sich und verpasste den nötigen Druck auf Scholz (919) auszuüben.

Vor dem Schlussdurchgang betrug der Rückstand nur noch 53 Kegel. Nun lag es an Funk und Hahn gegen Urban und Rietze, das Spiel zu Gunsten der Zeulenrodaer zu drehen. In absoluter Topform präsentierte sich einmal mehr Funk. Gleich zu Beginn zeigte er mit 508 Kegeln wer Herr im Hause ist und nahm Urban (965) entscheidende Kegel ab. Was die zahlreichen Zuschauer dann sahen, war Kegelsport der Extraklasse. Mit weiteren 540 Kegel schraubte er seine persönliche Bestleistung auf stolze 1048 Kegel (670 Volle/ 378 Abräumer) und verpasste den Bahnrekord nur knapp. Auch Hahn hatte mit Rietze (932) wenig Probleme. Trotz Fußverletzung zeigte er mit guten 970 Kegel (630 Volle/ 340 Abräumer), welches Potenzial in ihm steckt. Ein am Ende doch verdienter Heimerfolg für die Heinig Truppe, die nun mit Staffelstein, Bamberg und Straubing dem Rest der Liga etwas enteilen.

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