Lauterlein-Gala reicht nicht im Krimispiel

KTV Zeulenroda –
Donauperle Straubing 5993:5994

Von Lars Heinig

Was für einen nervenaufreibenden Krimi mussten die Beteiligten im Zeulenrodaer Kegelsportzentrum erleben!? Mit aller letzten Kugel fiel die Entscheidung in einer hochklassigen Partie, in der beide Mannschaften mit Bestleistungen von 5993 und 5994 Kegel glänzen konnten. Doch der Jubel blieb auf Seiten der KTV'ler aus, denn man verpasste einen sicher geglaubten Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Pures Entsetzten machte sich unter Spielern und Fans breit, als die Straubinger Spieler auf die Bahn stürmten und den Punkteerfolg feierten.

Der Startdurchgang begann mit einem Paukenschlag von Thüringens Auswahlspieler Lauterlein. Die Zuschauer sahen Kegelsport von einen Stern. Schon auf der ersten Bahn eilte er dem Tschechen Hejhal (998) mit 272 Kegel davon. Fantastische 292 Kegel, davon 117 im Abräumen folgten im zweiten Abschnitt. Mit 562 Kegel ging es in die Schlussrunden und auch hier zeigte er, dass er zu den Besten der Liga gehört. Abschließende 271 und 277 (115 Abräumer) krönten sein Spiel. Ein neuer Ligarekord, sowie Bahnrekord und persönliche Bestleistung von 1112 Kegel (678 Volle/ 434 Abräumer!!!) zeigte der Totalisator nach 200 Kugeln an. Eine Leistung die alle Anwesenden höchsten Respekt zollten und die man nicht alle Tage im Kegelsport zu bestaunen kann. Sein Partner Wagener blieb mit 904 Kegel (634 Volle/ 270 Abräumer) weit unter seinen Möglichkeiten und musste gegen Atzberger (938) eine Niederlage einstecken.

Die Mittelgruppe um Heinig und Hahn sollte den erspielten Vorsprung gegen Parkan und Herzog weiter ausbauen. Doch beide gestalteten ihr Spiel unterschiedlich und büßten leicht ein. Heinig brauchte gegen den ehemaligen Juniorenweltmeister Parkan (995) drei Bahnen, um Paroli ihm zu bieten. Durch eine 274‘er Schlussbahn konnte er mit 976 Kegel (633 Volle/343 Abräumer) den Schaden noch in Grenzen halten. Gut aus den Startlöchern kam Hahn. Mit Werten von 266, 240 und 251 lag er auf Kurs und hatte Herzog (977) im Griff. Auf der letzten Bahn musste er seinem hohen Tempo Tribut zollen. Man merkte ihm an das die Verletzung von letzter Woche noch zu schaffen machte und er sein Spiel mit 972 Kegel (641 Volle/ 331Abräumer) beenden musste.

Der Schlussdurchgang wird noch lange in den Köpfen der Spieler hängen bleiben. Dabei bestätigte ein gut aufgelegter Funk seine derzeitige Topform. Auch in dieser Partie konnte er mit einer neuen persönlichen Bestleistung glänzen. Im Duell gegen Lallinger (1015) war er von Beginn an tonangebend. Mit Bahnen von 285 (115 Abräumer), 264, 282 und 259 Kegel blieb er in der Endabrechnung mit 1090 Kegel (679 Volle/ 411 Abräumer) nur knapp hinter Lauterlein. Auf den anderen Bahnen stand Poser gegen den Tschechen Nationalspieler Nemec (1071) auf verlorenem Posten. Trotz 939 Kegel (603 Volle/ 336 Abräumer) musste hatte er gegen den mit Liga Auswärtsrekord glänzenden Straubinger keinerlei Chance. Das erstaunliche an diesem Durchgang war, das Zeulenroda 10 Wurf vor Schluss mit über 50 Kegel in Front lag. Ein wahres Feuerwerk an 9‘ern des bayrischen Duos besiegelte die Zeulenrodaer Niederlage und entrissen mit Bahnen von 288 und 276 Kegel die sicher geglaubten Punkte. So bitter die Niederlage auch sein mag, zeigte der KTV eine neue Heimbestleistung und verschafft sich bei der Konkurrenz eine Menge Respekt. Auch das Thema Aufstieg ist für Zeulenroda nicht in zu weite Ferne gerügt.

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