Victoria schafft den Viertelfinaleinzug – Der „Star“ ist die Mannschaft

Victoria Bamberg –
Zalaegerszegi TK – 5:3 (13:11, 3587:3545)

Von Markus Habermeyer

Im Achtelfinalrückspiel gelang dem SKC Victoria Bamberg erneut ein Sieg. Mit 5:3-Mannschaftspunkten und 3587:3545 konnten man die starken Gäste von Zalaegerszeg TK aus Ungarn besiegen und damit den Viertelfinaleinzug perfekt machen. Dabei kamen gleich vier Bamberger über 600 Kegel (Lupu 635, Heisler 617, Gredziak 606, Weiß 602), den Tagesbesten stellten allerdings die Gäste mit Tamas Kiss, der sehr starke 641 Kegel auf die Bahn legte.

Als um 14:53 Uhr Carsten Heisler und Nicolae Lupu jeweils den 3. Satz für sich entscheiden konnten, lagen sich die Victoria-Akteure in den Armen. Was war geschehen? Mit einer 2:1-Führung (Satzverhältnis 7:5 für Bamberg) und einem Vorsprung von 65 Kegeln gingen Heisler, Lupu und Dirnberger auf die Bahnen. Sie hatten zwei Möglichkeiten, den Einzug in die nächste Runde perfekt zu machen. Entweder sie verteidigen den Vorsprung von 65 Kegeln oder sie erzielen einen weiteren Mannschaftspunkt und dazu noch fünf weitere Satzpunkte. Doch gegen Kiss, Laszlo Feher und Farkas war das keine leichte Aufgabe. Das Trio aus Ungarn heizte den Bambergern mächtig ein. Lediglich Lupu konnte mithalten und den Satz für sich entscheiden. „Wir müssen jede sich bietende Chance ausnutzen“, so die Vorgabe von Trainer Würsching vor der Partie. Diese Worte in den Ohren, sah sich Dirnberger einer entscheidenden Spielsituation am Ende des zweiten Satzes ausgesetzt. Farkas hatte einen Einzelkegel und verpasste diesen mit der vorletzten Kugel. Das hieß für Dirnberger, sein Bild abzuräumen, um den Satz für sich zu entscheiden. Dies gelang –ein Neuner folgte, und der 1:1-Ausgleich war geschafft. Wie wichtig dieser Satzgewinn war, stellte sich schon 30 Kugeln später heraus! Inzwischen lag Lupu mit 2:0-SP vorne und Heisler musste gegen Kiss das 0:2 hinnehmen. Lupu spielte weiter auf hohem Niveau, ließ Spielertrainer Feher keine Chance und machte seinen MP mit dem 3:0 perfekt. Parallel unterlag Dirnberger. Doch jetzt schlug die Stunde von Heisler. Nach den Vollen stand es 106:102 für den Bamberger, beide Spieler waren auf Augenhöhe und versuchten, jede Chance zum eigenen Vorteil zu nutzen. Im Abräumen unterliefen Kiss zwei Fehler, was am Ende richtungweisend war. Heisler nutzte dies zum umjubelten Satzgewinn. Das war Satzgewinn Nummer 12 und weil Lupu uneinholbar vorne lag hatte man bereits 30 Kugeln vor Ende drei Mannschafts- und zwölf Satzpunkte einfahren können. Damit war das Ergebnis von Zalaegerszeg aus dem Hinspiel überboten und der Einzug ins Viertelfinale sicher. Prompt löste sich die Anspannung bei den Spielern. Pansa wurde für Dirnberger eingewechselt, ohne das der Wechsel etwas brachte. Lupu und Pansa unterlagen, während Heisler mit 172 nochmals stark aufspielte und zum 2:2 ausgleichen konnte. Trotzdem ging der MP an Kiss. Da auch Farkas gegen das Duo Dirnberger und Pansa punktete, war der Ausgleich zum 3:3 perfekt. Im Gesamtergebnis lag Bamberg aber mit 3587:3545 vorne, was den 5:3-Sieg perfekt machte.

Wichtige Vorarbeit für das Schlusstrio mussten aber Gredziak, Strohmenger und Weiß leisten. Gredziak hatte Nemes drei Sätze lang im Griff, führte mit 3:0, ehe Nemes einen überragenden letzten Satz mit 181 spielte. Gredziak unterlag zwar mit 606:613, hatte aber den MP mit 3:1 für sich entschieden. Strohmenger lag schnell mit 0:2 zurück, da Zoltan Feher im Abräumen deutliche Vorteile hatte. Im 3. Satz verkürzte der Bamberger zwar, konnte aber im letzten Satz  nicht verhindern, das der MP mit 1:3 an Zalaegerszeg ging. Boanta wollte sich für die Niederlage im Hinspiel gegen Weiß revanchieren und führte mit 1:0. Doch dann kam Weiß immer besser ins Spiel und spielte fünf Neuner in Serie. Damit war der Widerstand gebrochen. Als Weiß mit 2:1 führte und Boanta nur 398 auf dem Totalisator hatte, wechselte Zalaegerszeg aus. Doch die Wirkung verpuffte, und Weiß siegte am Ende mit 3:1 und 602:513. „Das waren spielentscheidende Situationen, die wir in der Startphase überstehen mussten um am Ende die Früchte harter Arbeit zu ernten“, freuten sich die beiden Trainer Würsching und Csanyi über die gute Vorstellung ihres Teams. Im Viertelfinale treffen die Bamberger jetzt auf das österreichische Spitzenteam von BSV Voith St.Pölten.

Die Aufstellungen: Gredziak – Nemes 3:1 (606:613), Strohmenger – Z. Feher 1:3 (587:604), Weiß – Boanta/Kozma 3:1 (602:513), Heisler – Kiss 2:2 (617:641), Lupu - L. Feher (635:571), Dirnberger/Pansa – Farkas 1:3 (540:603)

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