Europapokal-Revanche geglückt: Mit Willen und Kampfgeist zum Sieg

Zalaegerszegi TK –
Victoria Bamberg 3:5 (11,5:12,5, 3536:3577)


Von Markus Habermeyer

Im Hinspiel der 1. Runde der Champions League sorgte Victoria Bamberg mit einem Auswärtssieg für eine große Überraschung und hat damit alle Chancen, im Rückspiel am 8. Dezember in die nächste Runde einzuziehen. In Zalaegerszeg präsentierte sich die Mannschaft sehr geschlossen und hatte in Nicolae Lupu mit 620 Kegeln ihren besten Spieler.

„Wir bin sehr stolz auf die Mannschaft. Unser Ziel war es mindestens zwei Mannschaftspunkte zu holen. Dass es aber am Ende zu einem Sieg reicht, hätte im Vorfeld niemand gedacht“, so die ersten Worte des Trainerteams Würsching & Csanyi. Spielentscheidend war, dass Victoria im ersten Durchgang Paroli bieten konnte und die favorisierten Spieler Boanta und Farkas gegen Weiß und Strohmenger das Nachsehen hatten. Weiß erwischte gegen Boanta den besseren Start und führte, musste aber postwendend den Ausgleich hinnehmen. Ein Spiegelbild war das Duell von Farkas gegen Strohmenger. Auch hier stand es nach zwei Sätzen unentschieden. Dagegen stand Lars Pansa, der Dritte im Starttrio, gegen Feher Zoltan auf verlorenem Posten. Im dritten Satz gelang es den Bamberger Spielern erstmals, die Halle zum Schweigen zu bringen. Weiß und Strohmenger gingen jeweils mit 2:1 in Führung und Pansa ergatterte ein Unentschieden. Jetzt lag Bamberg auch in der Kegelwertung vorne. Obwohl Pansa bereits den Mannschaftspunkt abgegeben hatte, kämpfte er Feher im letzten Satz nieder und konnte dabei wichtige 37 Kegel erspielen. Da auch Weiß und Strohmenger ihren Vorsprung im letzten Satz halten konnten, ging der SKC überraschend mit 2:1-MP und 39 Kegel in Führung.

Nun sollten Jelinek, Heisler und Lupu für die Entscheidung zu Gunsten der Gäste sorgen. Dass dies keine einfache Aufgabe werden würde, war den Bamberger Verantwortlichen klar, standen doch mit Tamas Kiss, Attila Nemes und Szilard Jarfas starke Heimspieler auf der anderen Seite. Lupu war sofort Herr im Haus, ging in Führung, ehe er im zweiten Satz zum großen Schlag ausholte. Mit 10 Wurf 80 gestartet und sicherem Abräumen war auch der zweite Satz unter Dach und Fach. Parallel konnte Heisler gegen Kiss punkten, musste aber danach klein beigeben. 1:1 der Zwischenstand bei Heisler, doch jetzt setzte sich Kiss zunehmend ab, konnte aber nicht für die Entscheidung sorgen. Heisler hatte mit dem leztzten Anwurf im Abräumen die Chance auf eine 2:1-Führung. Leider patzte er und so konnte sich Kiss über einen „geschenkten“ Satzpunkt freuen. Was geschah inzwischen bei Jelinek? In die Vollen mit deutlichen Nachteilen, aber im Abräumen gelangen ihm drei Neuner in Serie und Nemes musste sich knapp geschlagen geben. Doch jetzt wendete sich das Blatt und Bamberg war gezwungen, zu wechseln. Mit Beginn des 3. Satzes kam Gredziak für Jelinek ins Spiel, konnte aber die 2:1-Führung von Nemes nicht verhindern. Da auch Kiss und Jarfas ihre Sätze gewinnen konnten, keimte nochmals Hoffnung im „Hexenkessel“ von Zalaegerszeg auf. Bis auf 20 Kegel kamen die Ungarn nochmals an Bamberg heran. Dann kam die Zeit von Lupu und Gredziak, die abwechselnd ein wahres Neuner-Feuerwerk abbrannten und zusammen sehcs Neuner erzielten. Jetzt war der Widerstand der aufopferungsvoll kämpfenden Ungarn gebrochen und auch die frenetischen Zuschauer mussten einem starken Bamberger Team ihren Respekt zollen. Da konnte man es auch verschmerzen, dass Heisler gegen Kiss keine Chance mehr hatte. Lupu machte den Sack zu und sorgte unter dem Jubel seiner Teamkollegen für den dritten Mannschaftspunkt. Gredziak konnte zum Abschluß den letzten Satz für sich entscheiden, aber bei 2:2-SP den Sieg nicht mehr für sich verbuchen.
„Mit dem Sieg und den 12,5-Satzpunkten haben wir uns eine erstklassige Ausgangsposition für das Rückspiel in 14 Tagen geschaffen. Wir werden alles daran setzen, auch im Heimspiel eine gute Leistung abzurufen, damit wir die nächste Runde erreichen“, so ein glücklicher Manuel Weiß nach dem Sieg. Auf der anderen Seite entschuldigte sich Zalaegerszegs Trainer Laszlo Feher beim Publikum für die schlechte Leistung seines Teams und kündigte für das Rückspiel an, alles daran zu setzen, noch den Einzug in die nächste Runde perfekt zu machen, wenngleich es eine sehr schwere Aufgaben werden wird. Randnotiz: Bamberg war erst die dritte Mannschaft, die in Zalaegerszeg ein Spiel für sich entscheiden konnte. Dies zeigt welches Potential in der Victoria-Truppe steckt!

Die Aufstellungen: Zoltán Feher – Lars Pansa 2,5:1,5 (568:592), Sandor Farkas – Norbert Strohmenger 2:2 (593:599), Claudiu Boanta – Manuel Weiß 1:3 (584:592), Attila Nemeth – Miroslav Jelinek/Michal Gredziak 2:2 (599:581), Tamas Kiss – Carsten Heisler 3:1 (638:593), Szilard Jarfas – Nicolae Lupu 1:3 (555:620)

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