IV. WM Einzel – Sprint, Frauen

Gold Hana Wiedermannova (Tschechien)
Silber Ioana Vaidahazan (Rumänien/Bamberg)
Bronze Corinna Kastner (Bamberg)
Simone Profanter (Italien)

Knappes Halbfinalaus für Corinna Kastner gegen die Titelverteidigerin

Corinna Kastner zwang die tschechische Titelverteidigerin Hana Wiedermannova (links) in den Sudden Victory und verlor nur knapp. Foto: Harald Seitz

"Das Quäntchen Glück hat am Ende gefehlt", sagte Werner Buchs, der Corinna Kastner im Verein als Trainer und bei der Nationalmannschaft in Vertretung von Sandra Hirsch betreut. Dabei ging es doch so gut los: Obwohl ihr ein Fehler im ersten Satz beim Abräumen unterlief, setzte sie den Schlusspunkt zum 93:92-Satzsieg. Nach dem Ausgleich drehte sie auch im Sudden Victory den Spieß nochmal um, machte aus einem 6:7 ein 11:10, doch die Acht der Tschechin konnte sie nicht mehr kontern. "Sudden Victory ist die Hölle. Da steht man rum und alle schauen auf einen und dann muss in einem Wurf alles stimmen", pustete die Bronzemedaillengewinnerin nach der Begegnung heraus. Doch schon bald konnte sie wieder lachen – über Deutschlands erste Medaille bei diesen Weltmeisterschaften.

Halbfinale
Corinna Kastner

Hana Wiedermannova (Tschechien) 1:1, 16:18 SV (93:92, 97:101)


Viertelfinale: Der Griff nach einer Medaille gelang

Die Tschechin Lucie Vaverovka hatte in der 2. Runde die Einzel-Weltmeisterin von 2010, Barbara Fidel rausgeworfen. Corinna Kastner war gewarnt. Und doch ging der erste Satz verloren. weil sie sich im entscheidenden Moment bei der Abräumserie einen Fehler leistete. Aber so wie sie im ersten Satz einem Rückstand nach den Vollen nachhetzte, so trieb sie nun im zweiten Satz ihre Kontrahentin vor sich her. 1:1. Aber was war das für ein Sudden Victory: Kastner kegelte eine Drei und lag drei Kegel zurück. Nach dem zweiten Wurf 10:10 – die Nerven meldeten sich bei beiden: Im dritten Wurf ein 4:3 für die Bambergerin – es reichte. Die Medaille war sicher. Allen im deutschen Team fiel fast hörbar ein riesiger Stein vom Herzen.

Viertelfinale
Corinna Kastner

Lucie Vaverovka (Tschechien) 1:1, 14:13 SV (99:108, 109:84)


2. Runde: Corinna Kastner sicher – Fidel raus

Die letzte verblieben deutsche Starterin, Corinna Kastner, hatte in der 2. Runde ihre Gegnerin Tatjana Dajic (Bosnien-Herzegowina) sicher im Griff und setzte sich ohne große Problem durch. Viel spannender war es um sie herum, weil sowohl die Titelverteidigerin Hana Wiedermannova (Tschechien) als auch die Einzel-Weltmeisterin von 2010, Barbara Fidel (Slowenien) in den Sudden Victory mussten. Während die Tschechin die Situation nur sehr knapp gegen die Lokalmatadorin Beata Wlodarczyk meisterte (19:18), setzte sich überraschend Lucie Vaverovka (Tschechien) mit 20:14 gegen Fidel durch.

2. Runde
Corinna Kastner

Tatjana Dajic (Bosnien-Herzegowina)   2:0 (108:72, 98:90)


1. Runde: Corinna Kastner mit Nervenstärke weiter

In der Sprintentscheidung der Frauen zeigte Corinna Kastner in der ersten Runde Nervenstärke im Sudden Victory (SV). Zuvor hatte sie nämlich den zweiten Satz an Luminita Rou Dogaru (Rumänien) recht deutlich abgeben müssen. Dann aber nutzte sie den 5:2-Vorsprung aus dem Auftaktwurf des SV und ließ sich mit einer Acht und einer Neun den Sieg nicht mehr nehmen. Weniger Glück hatte Simone Bader gegen Renata Vilov aus Serbien. Schon in den beiden Sätzen ging es hin und her zwischen beiden Kontrahentinnen. Im SV wurde der Sieger dann auch erst im zweiten Anlauf gekürt. Nach 18:18 im ersten Stechen führte Bader vor dem sechsten SV-Wurf mit 31:29. Vilov warf eine Acht, Bader nur eine Vier – das Aus.
Daniela Kicker unterlag der 54. der Einzel-Qualifikation Heret Ots aus Estland überraschend mit 0:2.

Daniela Kicker muss nun auf den Durchbruch im Einzelwettbewerb hoffen. Fotos: Harald Seitz
Simone Bader gab sich erst nach dem zweiten Sudden Victory der Serbin Renata Vilov geschlagen.

1. Runde
Daniela Kicker
– Heret Ots (Estland) 0:2 (93:98, 95:98)
Corinna Kastner
Luminita Rou Dogaru (Rumänien) 1:1, 22:19 SV (95:93, 92:105)
Simone Bader – Renata Vilov (Serbien)  1:1, 35:37 SV (92:87, 88:92)

Die erste Medaille

Bronzelächeln bei Corinna Kastner (rechts) gemeinam mit – von links: – Ioana Vaidahazan (Rumänien / Silber), Hana Wiedermannova (Tschechien / Gold) und Simone Profanter (Italien / Bronze). Foto: Harald Seitz

Stimmen

Corinna Kastner und Werner Buchs beim Sprintwettbewerb. Foto: Harald Seitz

Corinna Kastner: „Ich bin glücklich und fühle mich super, weil ich im Sprint nie mit einer Medaille gerechnet hatte. Sonst reiße ich doch nie was in diesem Nervenkitzel."

Werner Buchs (Nationaltrainer Frauen, in Vertretung von Sandra Hirsch, und Vereinstrainer Victoria Bamberg): „Ich bin natürlich froh über die erste deutsche Medaille und gleich zwei für Victoria durch Corinna und Josi*.“
* Ioana Vaidahazan


So wird gespielt...

Die Startplätze 1 bis 32 werden ausgelost. Spieler der gleichen Nation dürfen in der ersten Runde nicht aufeinander treffen. Alle Runden bis zum Finale werden im K.O.-System ausgespielt. Je Spieler und Runde werden 40 Würfe in zwei Wurfserien (20 Würfe) kombiniert über zwei Bahnen gekegelt. Die erste Wurfserie wird in die Vollen, die zweite auf Abräumen gespielt.

Sudden Victory

Bei Satzgleichheit entscheidet der Sudden Victory. Dabei werden abwechselnd je drei Würfe gespielt und die Kegel zusammengezählt. Der Sieger kommt weiter. Dieses Stechen mit je drei Würfen wird solange wiederholt, bis ein Sieger feststeht.

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