V. WM Mannschaft - WM-Tagebuch

Abschlussabend mit Fußball-Krimi

Deutschlands Kegler schauten sich das deutsche Fußball-Finale in der Champions League an. Foto: Harald Seitz

Sonnabend, 25. Mai 2013 – Am Abschlussabend mit den deutschen Fans in Zalaegerszeg spielte auch der Fußball zeitweilig eine dominante Rolle unter den Keglern. Die deutsche Mannschaft schaute sich mit den treuesten Anhängern das Champions League-Finale zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund an.

Spendable Frauen: Ein 8:0 zum Geburtstag

Mittwoch, 22. Mai 2013 – Schon wieder war „Birthday“. Der Glückliche diesmal: Sportdirektor Harald Seitz. Da aber die Frauen, wie die Männer tags zuvor bereits um acht Uhr (diesmal gegen Estland) spielen mussten, blieb nicht viel Zeit zum Gratulieren. Die Frauen schenkten Harald ein 8:0 und gaben lediglich zwei Satzpunkte gegen Estland ab – 2009 bei „seiner“ WM in Dettenheim schenkten ihm die Frauen einen Weltrekord (3830), der noch heute steht.

Ab etwa 16 Uhr lud das Geburtstagskind die Delegationen zum gemeinsamen Grillen am Grillplatz in der Unterkunft ein. Kurz dachte man, die Welt würde untergehen, schwarze Wolken kündigten ein heftiges Gewitter an. Doch nach nur ein paar Tropfen, einigen wenigen Donnern und etwas Wind kam wieder strahlend blauer Himmel ohne Wolke. Wie bestellt also für eine nette Geburtstagsfeier.

Frische auf ungarisch

Dienstag, 21. Mai 2013 – Bereits früh war die Nacht für die Männer vorbei, um sechs Uhr ging es zum Frühstück. Anwurfzeit für das Spiel gegen Rumänien war acht Uhr. Es endete mit einer herben Niederlage. Nach einer lautstarken aber auch anstrengenden Anfeuerung gingen die Frauen nach dem Spiel der Männer geschlossen trainieren. Ein Teil der Männer ging zum Zuschauen anderer Spiele in die Kegelhalle zurück und andere zum Frustabbau laufen.

Am Abend gingen die Männer zum gemeinsamen Abendessen in eine Pizzeria in der Innenstadt Zalaegerszegs. Dort kamen im Gegensatz zur Pizzeria am Samstag die Bestellungen sofort. Das Restaurant vom Samstag war noch häufig in der Diskussion. Konnte man doch sagen: „In dieser Pizza kommt nur frisches Essen auf den Tisch“. Frisch deswegen, da es nach der Bestellung erst eingekauft wurde. Als die Spieler und Trainer ihre Bestellung aufgegeben hatten, fuhren zwei Angestellte mit dem Auto weg und kamen wenig später mit Einkaufstüten voller Salat und Beilagen zurück. Frisch waren auch die Tomaten, die für die bestellten Salate notwendig waren. Alle halbe Stunde kamen je vier Pizzen. Bei 20 Personen dauert dann solch ein Essen etwa zwei Stunden. Als die die ersten fertig waren, hatten die letzten noch nicht einmal ihr Essen bekommen. In Ungarn dauert Frische anscheinend etwas länger.

Luft anhalten, dann duschen

Montag, 20. Mai 2013 – Heute durften auch die letzten Drei der Delegation, Mentaltrainer Harald Rüger, Sportdirektor Harald Seitz und der Reporter vor Ort, Sebastian Rüger, in das „Olympische“ Dorf der Deutschen ziehen. Zur Freude der anderen Delegierten durften die drei „Neuen“ dann auch feststellen: Das Wasser stinkt ja wirklich! Zur Information: Das Wasser, das hier aus der Leitung kommt, ist sehr schwefelhaltig und riecht deswegen etwas gewöhnungsbedürftig. Duschen ist eigentlich nur möglich, wenn man während dessen nur durch den Mund atmet. Zähneputzen geht nur mit einer Wasserflasche aus dem Supermarkt – da waren sich alle einig!

Im Anschluss an das um 14:30 Uhr stattfindende Spiel der Frauen gegen Serbien, bereiteten sich die Männer auf das am folgenden Tag bereits um 8 Uhr beginnende Spiel gegen Rumänien vor. Die Frauen ließen den Tag bei gutem Essen ausklingen.

Buchlesung im „Aquacity“

Sonntag, 19. Mai 2013 – Der Sonntag stand voll und ganz im Zeichen des Top-Duells Deutschland-Serbien der Männer. Bereits nach dem gemeinsamen Frühstück gingen die Männer in die Vorbereitung auf das Spiel am Abend gegen den Titelverteidiger. Die Frauen trainierten am Vormittag geschlossen und gingen anschließend zur Regeneration in die Therme.

In Zalaegerszegs „Aquacity“ hat das Wasser über 30 Grad und bietet sich mehr zum Relaxen als zum Schwimmen an. So wurde kurzerhand aus den deutschen Bestseller-Büchern vorgelesen. Bei den erstaunten Blicken der ungarischen Badegäste stellte man sich des Öfteren die Frage, ob sie nicht vielleicht doch der deutschen Sprache mächtig sind und bei den deutschen Worten mithörten.

Die Männer fuhren diesmal etwas früher auf die Kegelbahn, um die Stimmung rund um das vorhergehende Spiel der ungarischen Gastgeber mitzubekommen. Im Vergleich zu den anderen Spielen sind bei den Auftritten der Gastgeber deutlich mehr Zuschauer in der Halle und dementsprechend mehr Stimmung in der Kegelhalle.

Geburtstagsfeier ohne Zusatzgeschenk

Corinna Kastner (rechts) feiert zum WM-Auftakt gegen Rumänien (Endstand 2:6) ihren 41. Geburtstag. Hinten von links: Yvonne Lauer und Sandra Brunner. Fotos: Harald Seitz
Teambesprechung der deutschen Frauen nach der Auftaktniederlage gegen Rumänien im Mannschaftsquartier.

Samstag, 18. Mai 2013: Vizeweltmeister Rumänien kam nicht zum Gratulieren, obwohl Corinna Kastner ihren 41. Geburtstag feierte. Trotz starker Gegenwehr der deutschen Mannschaft unterlag das Team um Mannschaftsführerin Daniela Kicker mit 2:6. Bei der Teambesprechung am Nachmittag lag der Fokus schon auf dem kommenden Gegner. Gegen Serbien muss unbedingt ein Sieg her, wenn das Viertelfinale erreicht werden soll.
Werner Buchs, Co-Trainer der Frauen: "Gegen Rumänien hat uns das Quäntchen Glück gefehlt. Wir sind sehr nahe an einem Unentschieden vorbeigeschrammt, Sina Beißer hätte fast ihren Punkt gemacht und auch Simone Bader war nah dran, zu gewinnen. Jetzt nach der 2:6-Niederlage steht uns das Wasser bis zum Hals und wir werden versuchen, uns taktisch anders zu orientieren, um dieses wichtige Spiel gegen Serbien zu gewinnen."

Endlich ist das Team beisammen

Mentaltraining mit Harald Rüger. Foto (2): Harald Seitz
Früh(sport) übt sich, wer ein Meister werden will ...
Anfahrt zur Eröffnung im Regen. Foto (3): Sebastian Rüger
Vilmos Zavarko (links) trägt WM-Pokal herein.
Eröffnungsfeier in der Eishalle.

Freitag, 18. Mai: Der erste richtige Tag bei der WM in Zalaegerszeg für Männer UND Frauen. Während die Männer tags zuvor die Qualifikation meisterten, trafen sich die Frauen in der Nähe von Passau und absolvierten dort noch eine Trainingseinheit.

Da der Tag überwiegend frei war, verbrachten ihn die Männer in der Unterkunft mit kurzen Laufeinheiten und mentalen Übungen. Im Anschluss daran ging es zum obligatorischen Fußballspielen und da passierte es auch schon: Die Delegation hat den ersten Verletzten zu beklagen. Die Frauen hingegen trafen gegen 15 Uhr in der Unterkunft ein und trainierten anschließend auf den Bahnen des Zalaegerszegi Teke Klub. Nach dem ersten gemeinsamen Abendessen brach ein heftiges Gewitter über die Stadt herein und die Straßen standen zum Teil unter Wasser.

Die im Anschluss beginnende Eröffnungsfeier fand in der Eishalle, die sich neben der Kegelhalle befindet, statt. Es war eine Zeremonie mit vielen Reden und einigen Showeinlagen. Nach dem Einlaufen der Nationen zu Liedern aus den jeweiligen Ländern, durften die Sportler auf Plastikstühlen Platz nehmen. Der ein oder andere Stuhl hielt dem allerdings nicht Stand und musste, nachdem der Daraufsitzende auf dem Boden lag, ausgetauscht werden.

Nach Ende der Eröffnung fuhren beide Mannschaften zurück in die Unterkunft und die Frauen starteten mit einer Mannschaftssitzung in die Vorbereitung für ihre erstes Gruppenspiel gegen Rumänien. Die Stimmung in der Delegation ist gut und die Euphorie für die folgenden Tage wächst.

Außerdem ist positiv, dass der Reporter der einzige Verletzte bleib…

Plakat zur V. WM Mannschaft 2013 vom 15. - 25. Mai 2013 in Zalaegerszeg/Ungarn

Live vor Ort

Sebastian Rüger berichtet aus Zalaegerszeg. Foto:privat
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