XVII. WM U23 in Brno – Mannschaft

U23 weiblich: Titelverteidiger Deutschland brilliert mit neuem Weltrekord

Der alte und der neue Weltmeister – Die deutsche U23 weiblich; stehend von links: Co-Trainerin Margit Welker, Trainerin Daniela Kicker, Physiotherapeutin Silke Kirchberger, Saskia Barth, Melina Zimmermann; vorne von links: Vanessa Welker, Janina Wehner, Sina Beißer, Sabrina Imbs und Anna Müller. Foto: Harald Seitz

Bei der XVII. Weltmeisterschaften der U23 im Classic-Kegeln in Brno verteidigte das deutsche Team in der U23 weiblich zum Auftakt der Titelkämpfe die 2012 in Bautzen gewonnene Goldmedaille mit einem neuen Weltrekord von 3577 Kegeln eindrucksvoll vor Gastgeber Tschechien (3475) und Slowenien (3462). Für das deutsche Team erzielte die inzwischen zwölffache Weltmeister Bambergerin Sina Beißer (23) mit 650 Kegeln über 120 Wurf das beste Einzelresultat und hat damit ebenso gute Chancen auf weitere Medaillen in den bis zum kommenden Sonntag folgenden Einzelkonkurrenzen wie die Schrezheimerin Saskia Barth. Die 19-jährige Jüngste im Team spielte als Schlussspielerin mit 628 Kegeln eindrucksvoll auf und knackte bereits 16 Wurf vor Schluss den acht Jahre alten Weltrekord der Sloweninnen (3554).

Mannschaft U23 weiblich
G Deutschland  3577 (WR)
Sina Beißer (Viktoria Bamberg) 650, Vanessa Welker (ESV Pirmasens) 572, Janine Wehner 565, Sabrina Imbs (beide Victoria Bamberg) 580, Melina Zimmermann (KV Liedolsheim) 583, Saskia Barth (KC Schrezheim) 627
S Tschechien  3475
Tatouskova 558, Topicova 615, Johnova/61. Hofmanova 584, Musilova 552, Navrkalova 583, Jandikova 583
B Slowenien 3462
Ivancic 598, Crep 545, Dobravec 544, Ulaga 569, Gorjanc 670, Mejac/61. Zalar 536
4. Kroatien 3438
5. Serbien 3409
6. Ungarn 3395
7. Polen 3356
8. Slowakei 3302
9. Rumänien 3298
10. Frankreich 3279
11. Italien 3273
12. Österreich 3240
13. Montenegro 2935
14. Estland 1066
15. Mazedonien 1063

U23 männlich verlor Medaillen frühzeitig aus den Augen

Manuel Weiß war als Startspieler zugleich Bester im deutschen Team mit 629 Kegeln. Fotos: MS2014brno
Matthias Hüller kam gar nicht mit der Bahn zurecht und musste nach 60 Wurf ausgewechselt werden.
Daniel Schmid spielte zu kurz und konnte diesen technischen Fehler im Wettkampf nicht mehr ausmerzen.
Dominik Kunze übertraf die 600er-Marke, konnte aber die Leistungen aus der UWV nicht auf die Bahn bringen.

Im zweiten Wettbewerb der XVII. Weltmeisterschaften der U23 in Brno hofften die deutschen Jungen, es den Mädchen vom Vortag gleichzutun. Der Bronzemedaillengewinner von 2012 musste aber bereits beim zweiten Starter wechseln, um den Anschluss nach vorn nicht ganz zu verlieren. Stark begann Manuel Weiß, der Robert Ernjesi (Serbien) lange Zeit Paroli bieten konnte. Gar nicht klar kam dagegen der Neumarkter Matthias Hüller bei seinem ersten WM-Auftritt, mit Denis Annasensl vom EKC Lonsee wurde es ab Wurf 61 sichtlich besser. Weil aber auch Daniel Schmid keinen Sahnetag erwischte, verlor das deutsche Team frühzeitig die angestrebte Medaille aus den Augen und wurde schließlich Fünfter.
Dass die deutschen Kegler aber die Hoffnung nicht aufgaben, bewies Timo Hehl mit 628 Kegeln als Bester seines Durchgangs. Auch Dominik Kunze bot als Jüngster eine solide Leistung, auch wenn er das Einzel-Finale trotz 604 Kegeln verpasste. Auch Schlussspieler Fabian Lutz war lange Zeit auf Finalkurs für die Einzelkonkurrenz, verpasste diese mit 608 Kegeln um ganze sieben Kegel.

Weltmeister - mit neuen Weltrekord von 3890 Kegeln - wurde Serbien. Das deutsche Team belegte Rang 6.