Amberg mit souveräner Leistung ins Viertelfinale – Fürth nur im Startpaar gleichwertig

FEB Amberg -
Vikoria Fürth 6:2 (14:10, 3556:3411)

Spielberichte beider Teams
von Andreas Schwaiger (Amberg) und Uwe Fleischmann (Fürth)

Gastgeber FEB Amberg:
Eine souveräne Leistung gegen Viktoria Fürth brachte die Mannschaft von FEB Amberg am vergangenen Samstag ins Viertelfinale des DKBC-Pokals. Die Oberpfälzer mussten sich eigentlich nur zu Beginn etwas Sorgen machen.

Im Startpaar hatte Patrick Krieger mit Michael Schobert eine schwere Nuss zu knacken. An diesem Tag aber fand Krieger nicht in das zuletzt gezeigte starke Spiel und musste Schobert ziehen lassen. Folgerichtig setze es auch eine 0:4/557:611-Niederlage. Auf der anderen Seite zeigte sich Rainer Sattich von seiner besten Seite. Mit vier Durchgängen auf hohen Niveau glich der Amberger gegen Patrick Scholler mit 4:0/632:570 aus und brachte sein Team bis auf acht Kegel heran.

In der Mittelachse dann machte sich Bastian Baumer daran, gegen Christian Robold früh die Entscheidung zu suchen. Einmal mehr gefiel Baumer durch sein beständiges Spiel und sicherte mit 3:1/599:540 den nächsten Mannschaftspunkt. Daniel Beier startete gegen einen desolat wirkenden Matthias Schnetz und sicherte sich ebenfalls eine komfortable Führung. Schnetz machte nach 39 Wurf Platz für Anton Hoffmann, der besser ins Spiel fand. Trotzdem aber sicherte sich Beier mit 2:2/561:550 den Mannschaftspunkt, womit die Weichen auf Sieg für die Gastgeber gestellt waren.

In der Schlussachse leistete sich Wolfgang Häckl erneut einen Fehlstart, den Widersacher Bernd Klein sofort ausnutzte. Häckl agierte im weiteren Spielverlauf besser, konnte aber nicht verhindern, dass er mit 1:3-Sätzen gegen Klein unterlag, und verließ unzufrieden die Bahn. Den Glanzpunkt setzte an diesem Tag Zoltan Hergeth. Mit unglaublich präzisem Spiel gegen Jens Maier und einer sensationellen Leistung im Abräumen begeisterte der Ungar die zahlreichen Kegelfans und siegte mit 4:0/654:532.

Viktoria Fürth:
Eine 6:2 Niederlage beim Ligakonkurrenten FEB Amberg bedeutete für Viktoria Fürth im diesjährigen Pokalwettbewerb das Aus im Achtelfinale. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall des Amberger Spitzenspielers Jürgen Zeitler rechneten sich die Fürther durchaus Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale aus. Doch wie schon in den letzten Bundesligaspielen wurden den Fürthern auch vom derzeitigen Bundesligadritten die Grenzen aufgezeigt.


Dabei lief im ersten Spieldrittel aus Fürther Sicht noch alles nach Plan. Michael Schobert sollte gegen den Amberger Patrick Krieger den ersten Mannschaftspunkt verbuchen, was ihm auch in sehr überzeugender Art und Weise gelang. Schobert hatte Krieger jederzeit im Griff und gewann schließlich klar mit 4:0-Satzpunkten und 611:557 Kegeln. Die Aufgabe des Fürthers Patrick Scholler gegen Rainer Sattich, einem der stärksten Spieler im Trikot der Oberpfälzer, war es, in erster Linie nicht zu viel Boden zu verlieren. Trotz einer engagierten Leistung musste Scholler mit 0:4-Sätzen und 570:632 Kegeln dem stark spielenden Sattich den Punkt überlassen. Bei einem Zwischenstand von 1:1 lagen die Fürther im Gesamtergebnis nur mit acht Kegeln zurück. 

Teil zwei des Fürther Plans war es nun, im Mittelabschnitt in Führung zu gehen. Für die nötigen Punkte sollten dabei Christian Robold gegen den Amberger Bastian Baumer und Matthias Schnetz gegen Daniel Beier sorgen. Doch beide Viktorianer kamen ganz schlecht aus den Startlöchern und verloren den ersten Satz deutlich. Während bei Robold im zweiten Durchgang eine Steigerung zu erkennen war und er diesen auch gewann, fand Schnetz überhaupt nicht in die Spur und wurde nach wenigen Würfen durch Anton Hoffmann ersetzt. Dieser konnte trotz des Verlustes des zweiten Satzes am Ende noch zum 2:2 ausgleichen, aber mit 550:561 fehlten ein paar Kegel zum Punktgewinn. Auch Robold musste den Punkt seinem Gegner überlassen. Trotz Gewinn des zweiten Satzes haderte er im weiteren Spielverlauf ständig mit sich und der Bahn, wodurch er den Faden und letztendlich auch den Punkt verlor.

Bei einem 1:3-Rückstand und einem Minus von 77 Kegeln war die Chance auf einen Sieg für die Fürther fast schon auf den Nullpunkt gesunken, zumal die Gastgeber mit dem ungarischen Nationalspieler Zoltan Hergeth noch einen Weltklassemann ins Rennen schickten. Dieses Können zeigte dann der Ungar auch den zahlreichen Zuschauern, die während des gesamten Spiels für eine tolle Stimmung sorgten. Für Hergeth, der sich von Satz zu Satz steigerte, standen am Ende hervorragende 654 Kegel am Totalisator. Damit gewann er klar mit 4:0 gegen den Fürther Jens Maier (532 Kegel). Für den zweiten Fürther Punkt und damit etwas Ergebniskosmetik sorgte Bernd Klein. Nachdem er in den letzten Wochen mit seinen Leistungen auch nicht zufrieden sein konnte, gelang ihm diesmal mit guten 607:553 Kegeln ein 3:1 Sieg gegen den Amberger Wolfgang Häckl.
Eine gewisse Enttäuschung merkte man nach dem Spiel natürlich auch dem Fürther Sportwart Uwe Fleischmann an: „Wir hatten uns heute sehr viel vorgenommen, konnten es aber leider nicht wie geplant umsetzen. Das tut mir besonders leid für unsere tollen Fans, die so zahlreich mit nach Amberg gekommen sind und uns so fantastisch unterstützt haben."

Achtelfinale, Männer

Der Amberger Zoltan Hergeth kegelte den Achtelfinal-Bestwert im DKBC-Pokal. Foto: FEB
Michael Schobert sorgte mit seinem gewonnen Duell für einen guten Start der Fürther Gäste. Foto: SKK
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