24.05.2018 • 23:14

Cluj 2018 VII. Einzel-WM – Qualifikation Einzel, 2. Runde: Deutsches Quartett im Achtelfinale / Bitteres Aus für Mathias Dirnberger / Timo Hoffmann bleibt Hoffnung auf die Kombi

Jürgen Pointinger drehte ein 0:2/-21 gegen Daniel Tepsa (SRB).

Sina Beißer musste einem Rückstand gegen Kinga Konopa (POL) hinterherspielen.

Axel Schondelmaier ließ sich von einem 0:2/-8 gegen Jan Endrst (CZE) nicht beirren.

Manuel Weiß hatte eine Riesenunterstützung seitens des deutschen Anhangs...

...und gab selbst seine für Mathias Weber.

Timo Hoffmann hatte im ersten Satz gegen Jiri Vesely mit 191 Kegeln noch die Nase vorn.

Ein Kegel (655:656) entschied gegen Mathias Dirnberger im Duell mit Bojan Vlakevski (MKD).

Corinna Kastner duellierte sich lange Zeit mit Ana Jambrovic (CRO) auf Augenhöhe.

Mit starken 646 Kegeln ließ Anja Forstnaric (SLO) Daniela Kicker keine Chance.

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Deutsches Bilderalbum Einzel, 2. Runde

Ergebnisse Qualifikation, Damen
Ergebnisse Qualifikation, Herren

Vier der neun Starter aus der Qualifikation erreichten das Achtelfinale. Sina Beißer, Manuel Weiß, Jürgen Pointinger und Axel Schondelmaier dürfen weiter von einer Medaille träumen. Für Timo Hoffmann kam zwar das Aus in einem überragenden Duell mit Jiri Vesely (CZE), doch die Chancen des Nationaltrainers auf eine Medaille in der Kombination blieben intakt. Benedet sind die Wettkämpfe in Cluj hingegen nach Simone Schneider, Melanie Zimmermann und Alina Dollheimer nun auch für Corinna Kastner, Daniela Kicker, Mathias Dirnberger, der sein Duell sehr bitter um einen Kegel am Ende verlor, und Mathias Weber.

Einzel, 2. Runde, Damen 
Sina Beißer – Kinga Konopa (POL) 3:1 (607:602)
Ungewohntes Bild für Sina Beißer. Nach dem 1. Satz musste sie mit 148:169 einem größeren Rückstand hinterspielen. Die beiden nächsten Sätze gewann sie, lag aber immer noch zwölf Kegel zurück. Im letzten aber war der Widerstand von Kinga Konopa gebrochen und Beißer drehte auch im Gesamt noch die Partie bei ihrem 3:1-Erfolg.

Corinna Kastner – Ana Jambrovic (CRO) 1:3 (606:620)
Den knapp verlorenen ersten Satz mit 142:146 konnte Corinna Kastner mit einer souveränen zweiten Bahn (167:154) in einen Vorsprung ummünzen, doch verlor sie das Mühsam aufgebaute Polster gleich wieder im dritten mit 140:162. 13 Kegel musste sie aufholen. 20 Wurf lang kämpften beide Kopf-an-Kopf, 95:95 nach den Vollen. Als Kastner eine Neun anspielte udn eine Acht hinter schien die Aufholjagd möglich. Doch dann packte Jambrovic eine Doppelneun aus, Bei 21 Wurf hatten beide 131. Beide räumten 7/1/1. Dann aber brauchte Kastener drei Würfe, während Jambrovic mit 7/2 räumte. Den Vorteil ließ sie sich nicht mehr nehmen, siegte schließlich mit 158:157 auch im Satz knapp.


Daniela Kicker – Anja Forstnaric (SLO) 1:3 (587:646)
Mit 151:163 und 135:167 waren die Fronten schon bei Halbzeit recht eindeutig geklärt. Dany Kicker lag 0:2 und 44 Kegel zurück, Forstnaric zudem mit 330 Kegeln superstark. Im dritten Satz startet Kicker super, lag zwischenzetlich 20 Kegel voraus. Am Ende hatte aber Forstnaric im letzten Wurf die Chance, das Duell vorzeitig zu entschieden. Doch statt einer 6 spielte sie nur eine 5, Kicker gewann 154:153 und verkürzte auf 1:2 – allerdings bei weiterhin noch 43 Kegeln Rückstand. Forstnaric spielte sich auf herausragende 646 Kegel, auch sie spielt – da im Sprint nicht am Start – für die Kombi keine Rolle. Daniela Kicker war nach kräftezehrenden Wochen am Limit und darüber angekommen.

Nur knapp unter dem Weltrekord von Ines Miricic (CRO, 678( blieb die Serbin Jasmina Andjelkovic mit 670 Kegeln (in der Quali bereits 640). Auch die Kroatin Mirna Bosak erzielte mit 665 Kegeln ein brillantes Resultat und machte die Kombi zwischen beiden spannend (SRB 890 – CRO 876).

Der Silber-Axel – Interview Axel Schondelmaier

Herren:
Timo Hoffmann – Jiri Vesely (CZE) 1:3 (651:670)
Timo Hoffmann begann stark mit einem 191:176. Vesely ab Bahn 2 mit 123 Vollen und 191:178 (!) vorn, hatte aber jedes Mal eine Antwort auf den bis zum Schluss fightenden Deutschen.
Trotz des Aus im Einzel für Timo Hoffmann bleibt dem Zerbster die Hoffnung auf die Kombination.

Kombination, Zwischenstand nach 2. Runde: 1. Zavarko (SRB) 923, 2. Hoffmann (GER, A) 922, 3. Kovacic (SRB, heute 688) 902, 4. Lepej (SLO) 901, 5. Bina (CZE, heute 667) 897, 6. Huber (AUT, heute 669) 891, 7. Szulc (POL, 882 A, 8. Vesely (CZE heute 670) 881, 9. Schondelmaier (GER) 868.
A = ausgeschieden, Endresultat

Mathias Dirnberger – Bojan Vlakevski (MKD) 2:2 (655:656)
Nach einem 153:182 im ersten Satz gab der Schwabsberger die richtige Antwort mit 186:169. Doch der Mazedonier hatte schon in der Qualifikation mit 660 Kegeln auf sich aufmerksam gemacht. Für die Kombi spielt er keine Rolle, da er im Sprint nicht am Start war.
Ein Fehler und ein mißglücktes Räumen nach einem 6er-Anspiel kosteten Dirnberger eine mögliche 2:1-Führung im dritten Satz, sodass er im letzten Satz 19 Kegel aufholen musste (492:511). Bis Wurf27 sah es danach trotz ständiger Führung des Deutschen nicht aus, dann aber spielte Vlakevski eine offene 4 an und kam nicht mehr ins volle Bild. Dirnberger räumte und hatte vor dem letzten Wurf nur noch acht Kegel Rückstand. Es wurde eine Sieben und mit dem bittersten aller Resultate schied der Schwabsberger trotz Steigerung zur Qualifikation (620) aus.

Manuel Weiß – Michal Szulc (POL) 2:2 (666:659)
Das nächste enge Duell, diesmal mit positivem Ausgang für den Deutschen. Manuel Weiß legte die Grundlage zum Weiterkommen mit einer 187:160-Startbahn und 104:95-Vollen im letzten Satz. Michal Szulc hatte sich im dritten Satz in Führung gespielt und auch den Gesamtrückstand bis auf sechs Kegel minimiert. Doch Manuel Weiß griff im letzten Satz, als um alles ging, beherzt an und verteidigte die Führung mit sichereren Räumern. Als erster Deutscher der Männer erreichte er damit das Achtelfinale.

Jürgen Pointinger – Daniel Tepsa (SRB) 2:2 (605:596)
Im 1. Satz spielten beide auch angesichts der Vorresultate unter ihren Möglichkeiten, Jürgen Pointinger nahm aber durch 7/2 und eine Naturneun beim 136:154-Start ein Erfolgserlebnis auf den letzten Würfen mit auf die nächste Bahn. Aber auch den zweiten Satz verlor er. Da beide ihre Grenzen bis dahin nicht ausloten konnten, waren es mit 21 Kegeln noch ein aufholbarer Rückstand. Im 3. Satz fiel die Entscheidung auf den letzten Würfen im Räumen, als sich Pointinger mit zwei Neunern absetzen konnte und noch einmal ins volle Bild kam und mit einer Neun abschloss. Er war auf 1:2 heran und nur noch einen Kegel (446:447) zurück. Der letzte Satz bot alles, was Kegeln so dynamisch, so spannend macht. Wurf für Wurf wechselte die Führung, bei Wurf 25 spielte Tepsa unsauber – das reichte, Pointinger setzte sich ab und den Serben unter Druck. Als dieser in Wurf29 die Neun nicht traf, war alles gedreht. Pointinger hatte ein 0:2/-21 aufgeholt und zog verdient ins Achtelfinale.
Dazu auch ein – wenn auch schwacher – Trost für das deutsche Team – mit Tepsa schied bereits der dritte Serbe aus.

Mathias Weber – Ion Cercel (ROU) 1:3 (626:621)
Weil Matze Weber in der Qualifikation sieben Kegel mehr räumte als Jan Endrst (CZE), darf er jetzt gegen den Rumänen spielen und ging dem deutsch-deutschen Duell mit Axel Schondelmaier, der nachher gegen den tschechischen Tandem-Mixed-Weltmeister dran ist,  aus dem Weg. 

Mit 0:2/-8 in zwei engen ersten Sätzen lud sich Mathias Weber gegen den Rumänen Ion Cercel eine Riesenlast auf. Sowohl beim 162:164 als auch beim 144:150 hatte er auf den letzten Würfen die Chance, den Satz noch für sich zu entscheiden. Das holte er eindrucksvoll im dritten Satz nach, als es ihm gelang, schon in die Vollen (99:90) Druck aufzubauen. Mit 171:144 rückte er die Gesamtfronten zurecht, doch er brauchte noch einen weiteren Satzsieg. Im letzten Räumen spielte er allerdings hinterher, kam durch eine Neun in Wurf26 zwar noch einmal dicht heran an den Rumänen, verpasste aber dann nach Sechser-Anspiel mit nur einem Kegel danach, noch einmal ins volle Bild zu kommen und unterlag schließlich 150:162.

Axel Schondelmaier – Jan Endrst (CZE) 2:2 (618:594)
Der Unterharmersbacher Vize-Welötmeister machte sich das Leben selbst schwer. Mit 158:162 vor allem aber nur 141:145 gab er die beiden Auftaktsätze her udn brachte sich mit 0:2/-8 unnötig unter Druck. Anders als Mathias Weber zuvor unterlief Schondelmaier anschließend kein Fehler mehr, im dritten Satz war der Rückstand nach den Vollen nun akzeptabel, im vierten war er mit 110:92 ganz der Alte. Spätestans da hatten den tschechischen Tandem-Mixed-Weltmeister vom Vortag die Hoffnungen oder Kräfte verlassen, sodass Schondelmaier den sicheren Vorsprung bis ins Ziel brachte.

Ansetzungen Achtelfinale

10.00 Uhr: Sina Beißer – Luminta Dogaru (ROU)
12:20 Uhr Manuel Weiß – Lukas Huber (ITA)
13.30 Uhr Jürgen Pointinger – Philipp Vsetacka (AUT)
13.30 Uhr Axel Schondelmaier – Robert Ernjesi (SRB)


Ergebnisse Qualifikation, Damen
Ergebnisse Qualifikation, Herren

#03 cluj2018 Interview Timo Hoffmann
#05 cluj2018 Interview Günther Doleschel

Kategorie: Nationalmannschaft, Frauen/Männer, Weltmeisterschaften, Topmeldungen, WM

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