03.04.2017 • 22:02

DKB-Gala 2017: Glückliche Gesichter und gute Geschichten

DKB-Präsident Uwe Oldenburg (links) mit den vier Präsidenten und Sportler(innen) sowie Trainer(innen) des Jahres der vier Disziplinverbände des DKB. Foto: Kai Christensen

DKB-Präsident Uwe Oldenburg, DKBC-Vizepräsident Franz Schumacher, Daniel Schmid, Anna Müller und Jan Koschinsky. Foto: Kai Christensen

Anna Müller kam in Begleitung des KTV-Keglers Normen Wiesenberg. Foto: DKBC

Günther Schmid, Vater von Daniel Schmid, im Gespräch mit DKBC-Vizepräsidenten Franz Schumacher. Foto: DKBC

Eine stolze Brigitte Schmid mit ihrem Sohn Daniel. Foto: DKBC

Jan Koschinsky mit seiner besseren Hälfte Jane Hudeczek. Foto: DKBC

Einen City-Sack voll Überraschungen gab es für Anna Müller und Jan Koschinsky vom TKV. Foto: DKBC

Sportlerinnen, Sportler und Trainer(innen) des Jahres wurden geehrt

Als der neue DKB-Präsident Uwe Oldenburg die Gäste der achten Gala des Bowling- und Kegelsports begrüßte, begann er seine kurze Rede mit einer guten Nachricht: „Auch künftig wird der Deutsche Kegler- und Bowlingbund diese Gala ausrichten, um die  Sportlerinnen und Sportler sowie die Trainerinnen und Trainer des Jahres aller vier Disziplinen zu ehren.“
 
Erst am frühen Samstagmorgen war die Feier im BEST WESTERN PREMIER Airporthotel Fontane BERlin „Geschichte“. Interessante „Geschichten“ über die Sportpersönlichkeiten, die von Uwe Oldenburg und dem jeweiligen Präsidenten der vier Disziplinverbände die Ehrenpreise erhielten, erfuhren die Gala-Gäste während der Ehrung, die Uwe Veltrup moderierte. Der DKB-Marketingreferent freute sich über schlagfertige Interviewpartner(innen). Die Gala-Gäste staunten und schmunzelten über „ausgezeichnete“ Persönlichkeiten: Zum Beispiel über fast identische Ansätze der Kegelsport-Trainer(innen) Gabi Beckmann (Disziplin „Bohle“) und Bettina Janson („Schere“) sowie Jan Koschinsky („Classic“), die den Erfolg ihrer Trainingsarbeit mit dem Kegelsport-Nachwuchs nicht nur an den Ergebnisanzeigen und den Ranglisten-Platzierungen ablesen, sondern die Kinder und Jugendlichen mit vorbildlichem Engagement auch neben den Kegelbahnen stark machen.

Gemeinsamkeiten ebenfalls im „Bowling-Lager“: Nadine Geißler und Tobias Börding, die sich beide an Vorbildern aus der US-amerikanischen Bowling-Profiszene orientieren und auch als „Voll-Amateure“ bei Weltmeisterschaften sowie anderen internationalen Turnieren ihren Idolen Paroli bieten konnten. Ein Grund für diese Duelle auf Augenhöhe: Beide profitieren von den Empfehlungen hinsichtlich Bahnenbeschaffenheit und Ballauswahl des Bowlingtrainers des Jahres, dem Belgier Michael Wouters.
Parallelen auch bei den Bohle-Kegelsport-Persönlichkeiten des Jahres: Sowohl Susanne Lütjens als auch Alexander Eggers nehmen regelmäßig circa 100 Kilometer „Anlauf“, um auf ihren „Heimbahnen“ kegeln zu können, da ihre Wohnorte in Schleswig-Holstein relativ weit entfernt von den Kegelsportanlagen ihres jeweiligen Vereins liegen.
 
Unterschiede wurden zwischen den Classic-Kegelsport-Könnern Anna Müller und Daniel Schmid deutlich: Während die 23-jährige mit einem perfekten Bewegungsablauf wie aus dem Lehrbuch bei der vergangenen U23-WM Medaillen abräumte, sorgt der etwas ältere Linkshänder aus Südbaden mit seinem „Schmid-Stil“ für Furore: Er spielt ähnlich wie die Bowler mit Effét und Bogen. Wenige Wochen nach seiner Wahl war er beim Weltpokal-Finale in Straubing gegen den Serben Vilmos Zavarko, die Nummer eins der Classic-Kegelsportwelt Teil eines Sportkegel-Spektakels.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Disziplin Schere-Kegelsport: Sowohl Svenja Lambert als auch Robert Heinichen schnappten sich bei der vergangenen U24-WM den Einzeltitel. Die Saarländerin, die „nebenbei“ auch in der Regionalliga Fußball spielt, schilderte, wie sie am Abschlusstag der WM als „Einpeitscherin“ mit einer „HUMBA“ die Samba-Trommeln der Brasilianer übertönte. Der BWL-Student, der durch eine Schulfreundin in der ersten Klasse zum Kegeln „verführt“ wurde findet den Kegelsport umwerfend, weil er sich – anders als etwa beim Fußball – als Perfektionist immer gerne am Maximum orientiert. Auch, wenn diese utopische Zahl bei einem Wettkampf über 120 Würfe – was nach Adam Riese 1080 Kegel ergäbe – wohl nur in der Theorie erreichbar ist: Mit 25 „Neunern“ in Serie und einem Bestergebnis von 965 Kegeln war der Mitzwanziger bereits relativ nah dran.

„Nach der Gala ist vor der Gala“: DKB-Ehrenpräsident Dieter Prenzel, der mit seinen damaligen Präsidiumskollegen die DKB-Gala auf den Weg brachte, beobachtete nach der Ehrung auf der Tanzfläche und an den Tischen, wie sich die Vertreter der einzelnen Disziplinen intensiv miteinander ins Gespräch kamen: „Schön, dass das bei jeder der acht Gala-Veranstaltungen gelungen ist und auf diese Weise das disziplinübergreifende Wir-Gefühl im DKB gestärkt werden konnte.

Kategorie: Topmeldungen, Organisation, Bundesligen
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