29.06.2013 • 18:31

Final Four: Jürgen Zeitler (678 Kegel) mit Bahnrekord und DKBC-Pokalbestleistung! Finalpaarungen: Schwabsberg – Zerbst und Pirmasens – Liedolsheim

Bahnrekord und DKBC-Pokalbestleistung 2012/13: Jürgen Zeitler vom FEB Amberg mit 678 Kegeln. Foto: KCS-Liveticker

Paukenschlag im zweiten Halbfinale zum Auftakt: Der Regensburger Taras Frydrak schlägt mit 651 Kegeln Mathia sWeber (2:2, 648). Foto: Oliver Scholler

Erster Hit im Halbfinale war die Partie zwischen dem FEB Amberg und dem KC Schwabsberg (hier im Schlussdurchgang) – das Duell Fünfter gegen Vierter der vergangenen Bundesligarunde. Foto: Oliver Scholler

Im Mittelduo (Foto) konnte sich der ESV Pirmasens gegen Union Sandersdorf im Gesamtkegelergebnis dank Vanessa Welker (2. von rechts) etwas absetzen. Foto: KSC-Liveticker

Am Ende freuten sich die Schwabsberger über den Einzug ins Pokalfinale. Foto: Oliver Scholler

Mit Kegelsport auf Weltklasseniveau begann das Final Four mit den Halbfinals in Öhringen. Jürgen Zeitler erzielte mit 678 Kegeln einen neuen Bahnrekord und eine neue DKBC-Pokalbestleistung.

Doch das Klasseresultat reichte nicht, der FEB Amberg zog gegen Schwabsberg mit 2:6 den Kürzeren. Bei den Frauen erreichte der ESV Pirmasens durch ein 5:3 gegen Union Sandersdorf das Finale am Sonntag. Dort trifft der ESV auf den KV Liedolsheim, der sich erwartungsgemäß mit 8:0 gegen den Holzweißiger SV durchsetzen konnte. Meister Rot-Weiß Zerbst kann weiter das Double anstreben, der SC Regensburg unterlag den Zerbstern mit 2:6.

DKBC-Pokal, Halbfinale:
Frauen
Holzweißiger SV –
KV Liedolsheim 0:8 (9:15, 3182:3412)
Der viertklassige Verbandsligist zog sich mit Satzgewinnen zum Auftakt mehr als achtbar aus der Affäre. Die erst 20-jährige Maria Pratsch musste dann aber die Überlegenheit von Sandra Sellner anerkennen. Linda Streuber, nur einen Monat älter als Pratsch, konnte sogar bis in den letzten Satz hinein gegen Tanja Michalske auf einen Punktgewinn hoffen.

Das Mittelduo war eine klare Angelegenheit für die haushoch favorisierten Liedolsheimerinnen. Die deutsche Einzelmeisterin über 120 Wurf überließ nach der Hälfte der Distanz die Kugel für Jessica Dreher, die sich mit einer 155er-Schlussbahn für das Vertrauen bedankte. Gegen die Vizeweltmeisterin Nina Raileanu reichte es für die tapfere Außenseiterin Sabine Max immerhin zu einem Satzgewinn, gefährden konnte sie die Rumänin allerdings nie.

Im Schlussduo war Silke Wilhelm lange auf Punktkurs, wurde aber im letzten Satz noch von Melina Zimmermann abgefangen. Auch Kathrin Max holte gegen Sabine Sellner sowie die im Schlusssatz eingewechselte Jenny Seitz zwei Satzgewinne, wurde aber vom KVL-Duo am Ende um elf Kegel geschlagen.

Pratsch - San. Sellner 1:3 (550:593), Streuber - Michalske 2:2 (547:557), Pratsch – S. Seitz/61. Dreher 1:3 (516:583), Max - Raileanu 1:3 (493:586), Wilhelm – Zimmermann 2:2 (536:542), Max – Sab. Sellner/91. J. Seitz 2:2 (540:551)

Männer:
Rot-Weiß Zerbst –
SC Regensburg 6:2 (15:9, 3677:3566)

Der deutsche Meister machte im Startduo sofort Ernst - Mathias Weber und Torsten Reiser legten 172er-Bahnen hin. Während Reiser in der Folge seinen Kontrahenten Steve Thürer auf Distanz halten konnte, zeigte Mathias Weber im letzten Satz nach bärenstarken 114 Vollen plötzlich Nerven und verlor das Duell gegen Taras Frydrak noch im Abräumen (57:63).

Auch im Mittelduo konnte Zerbst bei den Gesamtkegeln weiter an Vorsprung gewinnen, die Einzelduelle teilten sich beide Kontrahenten. Axel Schondelmaier hatte gegen Kristijan Siberhorn nur im ersten Satz zu kämpfen (146:150) und beherrschte seinen Kontrahenten anschließend klar. Robert Heydrich schien bei 2:0 schon wie der sichere Sieger gegen Rainer Pöpperl aus, doch dann drehte der Regensburger, der die Halbfinalauslosung noch mit "Ach, du liebe ..." kommentiert hatte, das Duell im letzten Abräumen mit 53:33-Kegeln zu seinen Gunsten.

Jürgen Pointinger und Ralph Hueber mussten jeweils einen Satz sehr klar gegen Cosmin Craciun und Vizeweltmeister Boris Benedik abgeben, und brachten sich somit um die Chance, das Duell für sich entscheiden zu können.

Weber - Frydrak 2:2 (648:651), Reiser - Thürer 3:1 (603:579), R. Heydrich – Pöpperl 2:2 (583:590 ), Schondelmaier – Silberhorn 3:1 (634:584), Craciun – Pointinger 3:1 (596:563), Benedik/61. Herold – Hueber 2:2 (613:599)

DKBC-Pokal, Halbfinale, Frauen

ESV Pirmasens –
Union Sandersdorf 5:3 (13:11, 3354:3291)


Bei den Frauen musste der Vizemeister ESV Pirmasens im Startduo mehr zittern als ihm lieb ist, da Drittligist Union Sandersdorf nicht nur gegenhalten konnte, sondern sich durch Tanja Roth auch den ersten Mannschaftspunkt ergatterte. Auch Melanie Wetzel gewann ihr Duell erst mit einer überzeugenden letzten Bahn gegen Anja Durzynski.

Im Mittelduo war Vanessa Welker in ihrem Duell klar dominierend und sorgte auch im Gesamtergebnis – u.a. mit einer 158-er-Bahn – für einen beruhigenden Vorsprung. Uschi Wetzel hingegen lag vor der letzten Bahn noch mit 1:2 und einem Kegel gegen Ines Dressler zurück, konterte dann aber mit einer 154-er Bahn und setzte sich noch klar ab. Die Vorentscheidung um den Einzug ins Finale war damit bereits gefallen.

Umso erstaunlicher, dass Sandersdorf im Schlussduo noch einmal das Heft des Handelns an sich riss und durch Juliane Weiland und Ines Dressler beide Mannschaftspunkte sichern konnte.

M. Wetzel
– Durzynski 3:1 (567:541),
Winicker – Roth 2:2 (565:569)
, Welker –Suttinger 3:1 (596:542), U. Wetzel – I. Dressler 2:2 (551:513), Gamm/61. Dietz – Weiland 1:3 (541:568), Bimber/70. Freyler – S. Dressler 2:2 (534:558)

Männer:
FEB Amberg –
KC Schwabsberg 2:6 (11:13, 3640:3729)


Bei den Männern erzielte der Schwabsberger Sven Frenzel im Startduo herausragende 640 Kegel und war doch chancenlos gegen einen entfesselt aufspielenden Jürgen Zeitler, der mit 678 Kegel einen neuen Bahnrekord und eine neue Pokalbestleistung aufstellte und sich vorzeitig den Mannschaftspunkt sicherte.
Reiner Buschow zeigte mit 618 Kegeln ebenfalls Klassesport und holte sich mit einem sensationellen vorletzten Wurf (1-4-6-er Kombination geräumt) noch den zweiten Satz.
Im Mittelduo war Der Schwabsberger Timo Hehl eine Klasse für sich, während Patrick Krieger und der im letzten Satz eingewechselte Daniel Beier überhaupt nicht mit der Anlage klar kamen. Für Amberg holte Andreas Schwaiger ein umkämpftes Duell gegen den super gestarteten WM-Starter Fabian Seitz nach Hause.
Bereits im ersten Satz des Schlussduos machten Olaf Koberwitz (167) und Christian Winter (183) für den führenden KCS deutlich, dass sie sich im Gesamtergebnis nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Sicher und souverän brachten sie anschließend das Spiel nach Hause und sicherten sich auch noch die Mannschaftspunkte in den Einzelduellen.

Sattich - Buschow 2:2 (594:618),
Zeitler - Frenzel 3:1 (678:640)
, Schwaiger – Seitz 3:1 (617:598), Krieger/Beier – Hehl 0:4 (542:626), Hergeth – Koberwitz 1:3 (621:635), Baumer – Winter 2:2 (588:612)

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