Waldhauer - Be a winner 1. Bundesliga Frauen – 9. Spieltag, 14.12.2025
"Herbstmeister" Pöllwitz war dem deutschen Meister Liedolsheim im Topspiel nicht gewachsen und steckte die erste Saisoniederlage beim 2:6 ein. Am Tabellenende trennten sich Bautzen und Schretzheim in einem nervenaufreibenden Spiel 4:4. In Bamberg wurden vor dem Spiel die langjährigen Trainerinnen Sandra Hirsch und Daniela Kicker aus der deutschen Nationalmannschaft verabschiedet.
Vor der Bundesliga-Partie im Eintracht-Sportpark wurden Sandra Hirsch und Daniela Kicker als Trainerinnen aus der deutschen Nationalmannschaft im Beisein von DKBC-Präsident Lothar Müller, Markus Habermeyer, DKBC-Vizepräsident Sport, und DKBC-Cheftrainer Oliver Scholler verabschiedet. ![]()
Die größten Triumphe in der 16-jährigen Trainerkarriere beider waren der WM-Titel 2017, bei dem Sandra Hirsch die deutschen Frauen zum Heim-Gold führte, Daniela Kicker noch selbst auf der Bahn stand, aber bereits als Trainerin für die U23 weiblich verantwortlich zeichnete, sowie die Wiederholung des WM-Goldes 2021 in Tarnowo Podgorne. Beide erhielten Fotocollagen aus gemeinsamen Auswahlzeiten ein Präsent und eine Einladung zur WM 2027 im Altenburger Land. Bereits 2024 waren Sandra Hirsch für ihre Trainerkarriere und Daniela Kicker für ihre Spielerkarriere in die "Hall of Fame des DKBC" aufgenommen geworden.
SV Pöllwitz – KV Liedolsheim
2:6 (5,5:18,5; 3513:3780)
Der bisher ungeschlagene Tabellenführer und Europapokal-Sieger SV Pöllwitz (16:2/50,5) war am Ende gegen den Tabellenzweiten und Weltpokal-Sieger KV Liedolsheim (16:4/54) chancenlos und musste die erste Saisoniederlage in der Liga, aber schon die dritte binnen einer Woche einstecken.
Pöllwitz hatte bislang eine makellose Bundesliga-Saison gespielt und die Liga dominiert. Doch das Champions-League- und Pokal-Aus binnen 24 Stunden am vergangenen Wochenende in Neunkirchen (AUT) und Breitengüßbach (Zweite Liga) waren bereits herbe Dämpfer für die "Mücken", die sich selbst nicht in der Favoritenrolle sahen und wegen der Schwangerschaft von Pia Köhler für die weitere Saison auch auf eine Leistungsträgerin verzichten müssen. Gegen Liedolsheim fehlte auch Sarah Conrad, die Gäste dagegen reisten mit voller Kapelle und einem herausragendem Lauf an.
Trotz einer 171er-Startbahn von Anna Müller konnte Pöllwitz am Start keinen Druck aufbauen und geriet schon auf der dritten Bahn, auf der Jana Wallishauser ihr Duell bereits einsackte, in Rückstand. Müller zehrte von ihrem 2:0/38-Vorsprung gehen Mara Seitz, sodass wenigstens die Duelle beim 1:1/-43 aus Sicht der Gastgeberinnen ausgeglichen blieben. In der Mitte konnte Gabi Muhl zwar den Teambestwert für die "Mücken" auf 637 schrauben und das zweite Duell einfahren, Liedolsheim konnte aber den Vorsprung weiter ausbauen, lag jetzt schon 86 Kegel voraus. Im Schlussabschnitt wollten die Gastgeberinnen es noch einmal wissen, doch die Gäste agierten überragend. Bianca Golla (Foto unten) schraubte den Partiebestwert auf 691 Kegel, der Meister war am Ende mit 267 Kegeln deutlich besser.
Victoria Bamberg – Kriemhild Lorsch
7:1 ( 17,5:6,5; 3612:3382)
Am Start schnupperte Aufsteiger Lorsch (6:12/24) mit der Teambesten Franziska Weil (590) durchaus an Duellsiegen, doch als es auf der Schlussbahn darauf ankam, zogen die Gastgeberinnen alle drei Duelle und nahmen so ein beruhigendes 3:0/66 mit in den Schlussabschnitt. Dort konnte Michelle Hecht zwar für die Kriemhild punkten, da aber Alena Bimber und Romy Joppert ihre Duelle vorzeitig gewannen, ging es für Joppert auf der Schlussbahn "nur" noch um den Partiebestwert, den sie sich auch mit 646 Kegeln sicherte. NBC-Pokal-Sieger Bamberg (12:4/46,5) hielt so als Tabellenvierter den Anschluss an das Führungstrio.
FSV Erlangen-Bruck – SSV Warmensteinach
6:2 (12:12; 3408:3364)
Die Partie zwischen dem Überraschungsdritten Warmensteinach (12:6/41) begann mit Duellen auf Augenhöhe, auch wenn Nadine Perkins ihr Match für den FSV (10:6/35) vorzeitig eintüten konnte. Da auch Vanessa Geithel punktete, führte die Bruckerinnen im "heimischen" Heng mit 2:0/32. In der Mitte glichen die Gäste um die Partiebeste Saskia Gubitz (597) aus, der FSV mit der Teambesten Tanja Seifert (585) führte nur noch mit einem einzigen Kegel. Im Schlussabschnitt konnte sich kein Team absetzen, die Gastgeberinnen aber beide Duelle mit starken Schlussbahnen einfahren und so den Gesamtsieg sichern. Der SSV verlor nach sechs Siegen in Folge erstmals wieder.
MSV Bautzen – BC Schretzheim
4:4 (13:11, 3304:3294)
Ein Sieg war für beide Teams eigentlich Pflicht im Abstiegskampf. Bautzen (5:13/26) hatte das Vortagsspiel gegen Schrezheim in den Knochen, für die Gäste aus Schretzheim (3:15/23) hält das zweite Spiel in Folge ohne Niederlage den Traum vom Klassenerhalt, zu dem nur drei Punkte fehlen, aufrecht.
Die Gäste bekamen am Start nach einem gelungenen MSV-Auftakt zunehmend Oberwasser. Erst holte sich die Durchgangsbeste Natascha Heinle (541) das Duell vorzeitig, dann kippte Christine Grau mit einer 146:123-Schlussbahn ihr Match gegen Sophie Schulze noch um drei Kegel zu ihren Gunsten. Der BCS führte überraschend mit 2:0/23. Eine sehr gut aufgelegte Teambeste Christin Kleinstück (589) brachte die Gastgeberinnen zurück in die Partie und mit 13 Kegeln in Führung. Nicole Weitmann-Griesinger sorgte aber mit dem dritten Duellsieg, das auch für die Gäste weiterhin alles möglich blieb. Der Schlussabschnitt war nichts für schwache Nerven. Marion Frey zog für die Gäste die erhofft sicheren Bahnen und trieb den Partiebestwert auf 592 Kegel. Der BCS hatte damit frühzeitig das vierte Duell und einen Punkt sicher. Doch der MSV kämpfte um das Unentschieden, 30 Wurf vor Schluss waren es 34 Kegel plus, weil Sophia Surm sicher ihre Sätze und damit auch das Duell zog. Im Finish kamen die Gäste noch bis auf zehn Kegel heran, doch Bautzen verteidigte den einen Zähler nervenstark.
ESV Lok Elsterwerda – KC Schrezheim
3:5 (12.5:11,5; 3391:3418)
Der erste Jubel brandete bei den Gästen auf – Laura Runggatscher spielte unter anderem mit einer 188er-Bahn herausragende 637 Kegel am Start, sodass die Schrezheimerinnen mit 76 Kegeln in Führung gehen konnten. Da aber Susanne Eckhardt für den ESV ihren ersten Saison-Duellsieg ausgerechnet gegen Kathrin Lutz und sogar vorzeitig einfahren konnte, blieben die Gastgeberinnen noch im Rennen. 60 Wurf weiter in der Mitte waren die Gastgeberinnen urplötzlich bis auf sieben Kegel herangekommen, weil Nathalie Neubauer (232) so gar kein Gefühl für die Bahnen bekam. Die Partie war wieder komplett ausgeglichen und ging praktisch von vorn los. Nach den nächsten Vollen war der Gesamtstand ausgeglichen, 15 Wurf später hatte der ESV bereits beide Duelle für sich entscheiden und lag mit einem Kegel in Führung. Vor dem Schlussdurchgang führte das Lok-Sextett mit der Teambesten Victoria Schneider (599) schließlich 3:1/4. Schrezheim hatte im Schlussabschnitt aber mit Melina Ruß und Kathrin Reiter ein starkes Duo in Hinterhand, das schnell die Führung wieder an sich riss und den Auswärtssieg schließlich eintütete.
So blieb Schlusslicht Elsterwerda (0:18/163) weiterhin Zählbares in der Saison verwehrt, während Schrezheim (10:8/40) die Osttour mit vier Punkte beendete und im oberen Teil der Tabelle angekommen ist.
MSV Bautzen –
KC Schrezheim
Nachholspiel vom 2. Spieltag
1:7 (8,5:15,5: 3312:3397)
Die Gastgeberinnen (4:14/23) konnten nicht an ihre gewohnte Heimstärke wie beim 5:3 gegen Liedolsheim anknüpfen und verharrten auf einem Abstiegsplatz. Der MSV blieb zwar Schrezheim (8:8/35) im Gesamt durchaus auf den Fersen, geriet dennoch immer mehr in Hinterhand, weil Bautzen nur ein Duell für sich entscheiden konnte, während die Gäste in allen sechs Matches im Gesamt vorn lagen. Das beste Resultat des Tages ging im Duell der Teambesten auf das Konto der Schrezheimerin Saskia Hopp (597) gegen Christin Kleinstück (580).
2. Bundesligen
Das Topspiel stieg in Mitte. Tabellenführer Jena (16:2/49) siegte gegen den hartnäckigsten Verfolger Bad Neustadt (12:64/43) 6:2 und sicherte sich die "Herbstmeister"schaft. Die Gäste waren bis in den Schlussabschnitt gleichstark und wurden nur um 20 Kegel geschlagen.
In Ost stellte sich eigentlich die Frage, ob die Zerbsterinnen den Spielverderber für Tabellenführer Königswartha (14:2/45) geben konnten, der bei einer Niederlage noch vom "Herbstmeister"-Thron hätte gestoßen werden können. Da aber die Partie verlegt wurde, war dem KSV der inoffizielle Titel aufgrund der weniger erhaltenen Minuspunkte nicht mehr zu nehmen. Die "Wölfinnen" (14:4/46) konnten durch ein 5:3 bei den bis dahin daheim ungeschlagenen Loburgerinnen zumindest nach Pluspunkten aufschließen.
In Süd stand Schrezreim II (16:2/47) als "Herbstmeister" fest. Doch in Seeshaupt kassierte die Erstliga-Reserve die erste Niederlage beim 2:6, hat nur noch drei Punkte Vorsprung in der Tabelle auf Leimen (13:5/43,5), das 6:2 gegen Plankstadt siegte.
2. Bundesliga Ost:
Hohnstädter SV - Gut Holz Wriezen 5:3, Blau-Weiß Loburg - KV Wolfsburg 3:5, ESV Lok Cottbus - Germania Schäfstädt 5:3, KSV Bennewitz - Dresdner SV 2:6, Rot-Weiß Zerbst - Königswarthaer SV (25.01.2026, 13:00 Uhr)
2. Bundesliga Mitte:
SKC Eggolsheim - TSV Schott Mainz 2:6, ESV Pirmasens - TSV Breitengüßbach 2:6, 1. KC Weiherhof - Schützengilde Bayreuth 5:3, Carl Zeiss Jena - Unter Uns Bad Neustadt 6:2, ASV Fronberg - KSC Mörfelden 7:1
2. Bundesliga Süd:
KC Schwabsberg - KSC Immendingen 7:1, FC Seeshaupt - KC Schrezheim II 6:2, SKK Oberlauterbach - SV Weidenstetten7:1, DKC/BW Freiburg - KRC Kipfenberg 5:3, Frisch auf Leimen - BW/GH Plankstadt 6:2
Die Herbstmeister
Hinweis: Für die "Mannschaft der Woche" - aus den vier Frauen-Bundesligen – erwarten wir – außer am 9. und 18. Spieltag – eure Vorschläge unter news@dkbc.de jeweils bis Montag 12 Uhr nach jedem Spieltag mit kurzer Begründung.
Alle bisherigen "Mannschaften der Woche"
1. Spieltag – MSV Bautzen, 2. Spieltag – Unter Uns Bad Neustadt/Carl Zeiss Jena, 3. Spieltag – SSV Warmensteinach, 4. Spieltag – KC Schrezheim II/FSV Erlangen-Bruck, 5. Spieltag – 1. KC Weiherhof, 6. Spieltag – SV Pöllwitz, 7. Spieltag – Kriemhild Lorsch, 8. Spieltag – Königswarthaer SV.
Vereinsnews (Infos an news@dkbc.de)
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