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Pauly DKBC-Pokal 2026/27, 2. Runde am 24./25. Oktober 2026

Zwei Erstligisten bei den Frauen mussten die Segel streichen

In der 2. Runde im Pauly DKBC-Pokal 2026/27 griffen am Wochenende (24./25.10.26) erstmals die Frauen und auch die Erstligisten – bis auf die acht international gestarteten Teams – ins Spielgeschehen ein. Die international spielenden Mannschaften sind erst ab der 3. Runde am 19./20. Dezember 2026 dabei. Das betrifft bei den Frauen Meister und Titelverteidiger KV Liedolsheim, der gerade erst den Weltpokal gewann, den SV Pöllwitz (Europapokalsieger) sowie Victoria Bamberg (NBC-Pokalsieger) und den vorjährige Pokalfinalisten, Zweitligist SV Carl Zeiss Jena (NBC-Pokal-Achter). Bei den Männern sind das Meister und Titelverteidiger Rot-Weiß Zerbst (Weltpokalsieger), der SKK Raindorf (Europapokal-Vierter) sowie der VFB Hallbergmoos (NBC-Pokal-Zweiter) und der vorjährige Pokalfinalist Olympia Mörfelden (NBC-Pokal-Dritter). Bis auf Jena sind alle in der 1. Runde der Champions League am 21.11./5.12.26 im Einsatz.

Die Auslosung zur 3. Runde findet am 5. November 2026 ab 18 Uhr in Pößneck statt.

2. Runde Frauen

Großer Jubel in Brandis und Waldkirch - Erstligisten bezwungen

Fünfmal trafen Teams aus dem Oberhaus auf Landespokalbvertreter in der 2. Runde des Pauly DKBC-Pokals. Mit Leimen und Fronberg mussten gleich zwei Erstligisten die Segel streichen. Bautzen, Königswartha und Erlangen-Bruck lösten hingegen ihre Auswärtsaufgaben souverän.

Landespokalvertreter – 1. Bundesliga
TSV Rot-Weiß Brandis – Frisch Auf Leimen
5:3 (12,5:11,5; 3279:3168)

Zwei Drittel der Partie schien es, dass die Leimenerinnen um die Teambeste, Startspielerin Kira Nießner (552), ihrer Favoritenrollen gerecht werden können. Nach einem erfolgreichen 2:0/60-Start verlor Frisch Auf in der Mitte nur neun Kegel, holte das dritte Duell und führte in den Sätzen schon 11,5:4,5. Doch dann ging gar nichts mehr, während die Gastgeberinnen mit starken Startbahnen von Beate Heinrich (157) und Lisa Kießling (165) zur ultimativen Aufholjagd bliesen. Beide holten alle acht Sätze, Heinrich schraubte den Partiebestwert auf 609 Kegel. Der Coup war in Sack und Tüten.

SKC Unterharmersbach - MSV Bautzen
2:6 (8:16, 3200:3413)

Bereits am Start machten die Gäste mit einem 2:0/165-Vorsprung alles klar. Lena Heinisch glänzte dabei mit der Partiebestleistung von 608 Kegeln. Die Gastgeberinnen kämpften aber um Duellsiege, die Leonie Fritsch mit einer 129:128 etwas glücklich und der Teambesten Katrin Schondelmaier (573) am Schluss sogar vorzeitig gelangen.

SKV Waldkirch – ASV Fronberg
6:2 (12,5:11,5; 3276:3270)

Einen engen Pokalkrimi lieferten sich beide Teams in Waldkirch. Am Start war die Teambeste der Gastgeberinnen, Tanja Schindler (567) ihrer Kontrahentin um 35 Kegel überlegen, sicherte sich aber den knappen 2,5:1,5-Duellsieg über ein 133:132 doch recht glücklich. Der SKC nahm ein 2:1/27 mit auf die Schlussbahnen. Dort spielte Anna-Lisa Lippert für die Gäste mit 614 Kegeln den Partiebestwert, doch das Waldkircher Trio rettete im Verbund sechs Kegel mehr im Gesamt ins Ziel und damit den Sieg über den Erstligisten.

SV Lok Übigau – Königswarthaer SV
0:8 (8:16, 3143:3411)

In einer von den Gästen überlegen geführten Partie spielte Startspielerin Nicole Drimel mit 619 Kegeln den Partiebestwert. Für die Gastgeberinnen erzielte Heike Engelmann 551 Kegel und erzielte wie zwei weitere Übigauerinnen 2:2-Sätze. Ein Duellsieg wollte aber einfach nicht gelingen.

TSG Kaiserslautern – FSV Erlangen-Bruck
1:7 (6:18, 3194:3364)

Am Start war es die Teambeste auf Seiten der Gastgeberinnen, Vivienne Barz (593), die den Erstligisten zum Wechsel zwang und maßgeblich am 1:1/50-Vorsprung Anteil hatte. Dann allerdings begannen die Wechselspiele auf Seiten der TSG und die Gäste zogen weit davon, Den Schlusspunkt setzte ebenfalls der FSV: Schlussspielerin Paula Straub spielte den Partiebestwert mit 603 Kegeln.

Im Fokus (Top-Playerin)
Bundesligen-Absteiger - 2. Bundesliga:
KSC Immendingen* – SKC Eggolsheim
3:5 (12:12, 3416:3457)

Am Start legte die Eggolsheimerin Andrea Berger (Foto rechts) mit neuem Bahnrekord von 644 Kegeln in einem hochklassigen Duell der Teambesten gegen Silke Schuler (630) den Grundstein zum knappen Auswärtserfolg, auch wenn die Gastgeberinnen zwei Kegel plus in die Mitte mitnahmen. In der Mitte wurden die Punkte ebenfalls geteilt, sodass die Entscheidung am Schluss fallen musste. Letztendlich sicherte die mannschaftliche Geschlossenheit des SKC den Auswärtssieg und das Weiterkommen in die nächste Runde. Auch das Mannschaftsergebnis von 3457 Kegeln sind neuer Bahnrekord, aber auch die Leistungen des Bundesligen-Absteigers mit 3416 Kegeln war aller Ehren wert.

Landespokalvertreter – 2. Bundesliga

ISG Hagenwerder – Goldener Kranz Durach 1:7, VfB Sangerhausen – Kriemhild Lorsch 1:7, KSC Hattenburg – TSV Fortschritt Mittweida 5:3, Fire Pins Essingen (Land) –  Blau-Weiß Loburg 1:7, Germania Neustadt – SKG Roßdorf 2:6, SKC Buna Schkopau – Unter Uns Bad Neustadt 1:7, Aufbau Eisleben – Union 1861 Schönebeck 2:6, R 09 Wölfersheim – ThSV Wünschendorf 2:6, KSC 73 Mörfelden* – ESV Lok Elsterwerda 1:7

Landespokalvertreter – Landespokalvertreter
KC Vorwärts Hemsbach – SSV PCK 90 Schwedt 7:1, SV Semper Berlin – TSV Ingolstadt-Nord 2:6, KSV Rositz – KSV  Gräfinau-Angstedt 7:1, Schöner Kranz Ubstadt – TSV Betzigau 3:5, KV Mutterstadt – KSC Hainstadt 6:2, KSC Önsbach – Post SV Ludwigshafen 5:3, SG BW / GH Plankstadt* – KSV Schipkau 7:1

*Bundesligen-Absteiger

Der KC Schrezheim und der TV Eibach erreichten per Freilos die Runde 3. Neu terminiert wurden: Phönix Ettlingen-Karlsruhe – Dresdner SV, Kfr. Obernburg – TSV Breitengüßbach, 1. KC Weiherhof – SSV Warmensteinach, TSG Bad Wurzach – Hohnstädter SV (alle 22.11.26).

2. Runde Männer

Friedrichshafen und Langendorf verpassen Coup nur hauchdünn

Viermal trafen Erstligisten in der 2. Runde auf Zweitligisten. Gleich zweimal fehlte nicht viel an einer Überraschung. In Friedrichshafen fiel die Entscheidung erst im Sudden Victory, in Mücheln hatte Zweitligist Langendorf bis in die letzten Würfe die Chance auf das Weiterkommen. Für eine Überraschung sorgte Landespokalvertreter 1. KC Oberaltertheim, der dem Zweitliga-Aufsteiger und Süd-Spitzenreiter EKC Lonsee beim 6:2 die erste Saisonniederlage beifügte.

SF Friedrichshafen – TSV Denkendorf 38:39 SV

Das Weiterkommen verdankt Erstliga-Aufsteiger Denkendorf einer gehörigen Portion Glück im Gastspiel beim Zweitligisten Friedrichshafen. Erst im Sudden Victory mussten sich die Sportfreunde mit 38:39 geschlagen geben. Am Start hatte der Partiebeste Stefan Krieg (613) für Denkendorf beim 1:1-Zwischenstand eigentlich komfortable 81 Kegel Vorsprung herausgeholt. Der Underdog aber kam durch die Teambestleistung von Matthias Reiter (609) in der Mitte und dem doppelten Duellsieg wieder heran: Friedrichshafen führte 3:1 in den Duellen und lag nur noch zwölf Kegel zurück. Als schließlich SF-Schlussspieler Sasa Ilic einen 0:2/-12-Rückstand noch komplett drehen konnte, kam es plötzlich auf Denkendorfs Schlussspieler Marcel Volz an, der mit einem 166:148-Schlusssatzsieg gegen Julian Zivkovic nervenstark noch das Remis rettete und den TSV in den SV führte. Dort hatte er gemeinsam mit Victor Röhm schließlich das etwas glücklichere Händchen beim denkbar knappsten Erfolg.

Geiseltal Mücheln - Grün-Weiß Langendorf
5:3 (10:14, 3642:3608)

Den ersten Saisonsieg nach vier Liga-Niederlagen hatte sich der Erstliga-Aufsteiger sicher etwas einfacher vorgestellt. Doch die Gäste aus dem Burgenlandkreis waren die knapp 30 Kilometer ins Müchelner Geiseltal als Zweitliga-Spitzenreiter mit gehörigem Optimismus angegangen. Der Favorit bestimmte den ersten Teil des Geschehens dank der starken Vorstellungen um den Teambesten Udo Volkland (636). Doch spätestens mit dem Kracherduell zwischen Hannes Meske, der auf Müchelner Seite den Teambestwert einstellte und Christoph Schmidt, der als Partiebester herausragende 669 Kegel auf die Bahnen zauberte und das Duell 3:1 gewann, war die Partie auf einmal offen. Die Entscheidung fiel schließlich denkbar knapp im Schlusssatz zwischen Sandro Stacke auf Seiten der „Wölfe“ und Sebastian Sitter. Der Langendorfer führte vor dem letzten Satz 2:1/15 - der vierte Matchpunkt und das Weiterkommen dank der Satzsiege war zum Greifen nah. Doch Stacke war mit 163:147 nicht zu halten, der Müchelner riss das Duell im Gesamt mit einem Kegel mehr noch herum, sodass die Gastgeber ihren ersten Saisonsieg feiern konnten.

KSC Frammersbach - SC Luhe-Wildenau
2:6 (9:15, 3600:3729)

In der Vorsaison spielten beide Teams noch gemeinsam in der 2. Bundesliga Mitte. Dieses Mal kamen die Gäste als favorisierter Erstliga-Aufsteiger. Neben dem Partiebestwert durch Manuel Weiß (669) am Start dominierte Luhe-Wildenau vor allem in der Mitte, als die Gäste vorentscheidend auf 3:1/141 davonziehen konnten. Für die Gastgeber brillierte Schlussspieler Florian Frenzl mit dem Teambestwert von 650 Kegeln und sicherte den verdienten zweiten Duellsieg.

KK TuS Hirschau – SKC Unterharmersbach
1:7 (6:18, 3485:3667)

Beim ersten Auswärtserfolg der Saison überzeugte der Erstligist um den Partiebesten Jonas Bähr (654) vom Start weg. Die Gastgeber sicherten sich im Schlussabschnitt durch Christopher Hiltl den Ehrenpunkt vorzeitig, ein zweiter Duellsieg blieb dem Teambesten Daniel Rösch (626) trotz mehr Gesamtkegeln durch die 1:3-Niederlage gegen Chris Dambacher allerdings verwehrt.

Landespokalvertreter – 1. Bundesliga
KC „Gut Holz“ Kaltensundheim – Victoria Bamberg
0:8 (4:20, 3483:3876)

Mit 683 Kegeln erzielte der Bamberger Justin Lorenz beim überzeugenden Auftritt des Erstligisten das bislang beste Wettbewerbsergebnis in dieser Saison. Alexander Lückert erzielte für den Landespokalvertreter mit 608 Kegeln das beste Einzelresultat.

KSC Seelow – VKC Eppelheim
1:7 (8:16, 3175:3284)

In einer vorgezogenen Partie qualifizierte sich Erstligist VKC Eppelheim durch ein 7:1 beim Landespokalvertreter KSC Seelow vorzeitig für die 3. Runde. Beste Spieler: Mario Pagel (560) – Daniel Aubelj (594).

Landespokalvertreter – 2. Bundesliga
1. KC Oberaltertheim – EKC Lonsee
6:2 (15:9, 3657:3605)

Gleich vier Gründe gab es für den auch überzeugenden Überraschungscoup des Landespokalvertreters gegen die bis dahin in dieser Saison noch ungeschlagenen Gäste. Drei Gründe finden sich in vorzeitigen Duellsiegen von Edgar Steger, Ingo Rosemann und Sebastian Landeck, die allesamt vor dem letzten Satz ihr Match schon in trockene Tücher gepackt hatten. Das i-Tüpfelchen setzte schließlich Rosemann im Duell der Teambesten gegen Justin Fälchle. Mit 168, 167 und 179 hatte Rosemann dem Lonseer Nationalspieler den Schneid abgekauft und sich am Ende auch den Partiebstwert mit 668 gegen 640 gesichert.

Weitere Spiele, Zweite Bundesliga – 2. Bundesliga

SKK Eschlkam – SV Blau-Weiß Loburg 6:2, BSV Grün-Weiß Friedrichshain – Sport-Club Regensburg 5:3, KSV 1991 Freital – SG Wolftal 7:1, SKV 9Pins Stollberg – SKC Nibelungen Lorsch 6:2, SKV Waldkirch – MSV Bautzen 04 6:2, SSV Bobingen – KSC Önsbach (5.12.26)

Landespokalvertreter – 2. Bundesliga

KSC Rot-Weiß Berliner Bär – SG Grün-Weiß Mehltheuer 0:8, SpG. Semper / AdW Berlin – TSV Breitengüßbach 0:8, SG Neckarperle Dossenheim –  Rot Weiß Sandhausen 1:7, TuS Leitzkau 1990 – Gut Holz 78 Sandhausen 2:6, Königswarthaer SV – TSV 1923 Großbardorf 7:1, Ohrdrufer KSV – KC Schwabsberg 3:5, KV Geislingen 2000 – TSV 90 Zwickau 2:6, Königsbrücker KV Weiß-Rot – SV Wernburg 0:8, SV Leipzig 1910 – 1. SKC Monsheim 2:6

Landespokalvertreter - Landespokalvertreter

KC Blau Gelb Nußloch – Goldene 7 Spaichingen 7:1, SKK Rapid Pirmasens – TSV Langenau 6:2, KV Grünstadt – SKC Töging Erharting 1:7, KSV Kegelfreunde Obernburg (Untermain) – KSC Hattenburg | 2,5:5,5, R09 Wölfersheim – SV Phönix Ettlingen-Karlsruhe* 5:3, TuS Gerolsheim* – KSV Hölzebruck 2:6

*Bundesligen-Absteiger