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II. Europameisterschaften 2026 der U19 in Schwaz (AUT)

Kein Medaillenglanz zum Abschluss / Aber Platz 3 in der Nationenwertung

In die Einzelwettbewerbe starteten Magdalena Siegert, Nancy Oswald und Levin Fälchle gemeinsam. Für die Kombination waren ihre Chancen geringer, obwohl Levin Fächle Optimismus verbreitet. "Das sind 42 Kegel nach vorn", rechnet er mit der Zuversicht eines frisch gebackenen Doppel-Europameisters vor. Aber da ist auch noch zwei Durchgänge später Luca Diermeier, der nur drei Kegel zurück in Lauerstellung lag.

Fälchle starte gewohnt stark 157/161, kam aber durch einen Fehler auf Einzelkegel in Wurf59 nicht mehr ins volle Bild. Siegert (137/155) und Oswald (137/163) legten deutlich zu - alles offen, die U19 weiblich hatte bislang noch keinen 600er gesehen heute.

Auf der dritten Bahn blieben alle drei auf Kurs, attackierten die Spitze. Fälchle ging mit 478 auf die letzte Bahn, Oswald 450, Siegert 443. Oswald überspielte mit 602 den 600er, setzte sich an die Spitze der Konkurrenz, gefolgt von Magdalena Siegert mit 598, sichtlich enttäuscht nach ihrem Mehrfachfehlern im letzten Räumen auf Einzelkegel. Auch Levin Fälchle (619) hatte sich mehr erhofft, lag erst einmal auf Rang 2 hinter Dominik Wittwar (659) aus Tschechien.

Die Konkurrenz flog vorbei, allen voran Brina Jancic (CRO) mit neuem Weltrekord von 688 Kegeln im Einzel und 1303 in der Kombination. Fälchle war noch Dritter in beiden Wettbewerben. Jetzt ruhten die deutschen Medaillen-Hoffnungen auf Luca Diermeier. Doch der Raindorfer suchte nach 141 zum Auftakt seine Spur auf den zweiten 30 Wurf, wechselt mit 285 Kegeln, die letzten fünf Räumer machten aber Hoffnung, dass sein Kampf um jeden Kegel in einen Flow mündete. Doch es war nicht sein Tag, am Ende jubelten die anderen. Die Gastgeber zum Beispiel mit unerwartetem Kombi-Gold durch Raphael Waldhauser oder die Polin Katarzyna Nowakowska mit neuem Kombi-Weltrekord von 1304 Kegeln.

Nancy Oswald wurde Sechste im Einzel und Siebente in der Kombination, Magalena Siegert Siebente im Einzel und Neunte in der Kombination. Levin Fälchle wurde zweimal Vierter, Luca Diermeier belegte die Plätze sieben in der Kombination und neun im Einzel. Deutschland wurde Dritter in der Nationenwertung mit zweimal Gold und Bronze.

Sprint: Levin Fälchle holt Gold, Nancy Oswald Bronze

Früh am Morgen ging es für die deutschen U19-Sprinterinnen schon auf die Bahn. Magdalena Siegert schied leider schon zum Auftakt 0:2 aus. Nancy Oswald konnte ihr Duell im Sudden Victory, -  der erste deutsche Erfolg im vierten Versuch bei dieser EM - gewinnen und zog in die nächste Runde ein. Mit einem folgenden 2:0-"Auswärtssieg" gegen Sandra Stockl aus dem Gastgeberland zog sie ins anschließende Viertelfinale ein, in dem es gegen Nela Suterova (CZE) schon um eine Medaille ging. Und Oswald lieferte, die Tschechin aber spielte drei Neuner zum Schluss des 1. Satzes und zog noch vorbei. Aber Oswald blieb cool, entschied in dem hautengen Duell den zweiten Satz für sich. Im Sudden Victory war es Suterofa, die mit einer Neun im zweiten Wurf in Führung gehen konnte. Doch sie machte den SV nicht zu, Oswald brauchte eine Neun - und sie spielte sie auch. Die erste Sprint-Medaille für das deutsche Team war sicher.

Als erster des goldenen Jungen-Duos aus dem Paarkampf wurde es für Luca Diermeier ernst. Nach starkem ersten Satz musste er im zweiten Satz kurz vor Schluss Kegel136 einzeln räumen, der Este zog vorbei und war im SV auch das Quäntchen besser. Nun ruhten die deutschen Hoffnungen auf Levin Fälchle gegen HUN. Souverän zog er mit einem 2:0 und 237 Kegel in die nächste Runde. Dort machte er es wesentlich spannender, hatte im ersten Satz das Glück auf seiner Seite und räumte im zweiten Satz entscheidend zum 2:0-Sieg bei drei Kegel mehr im Gesamt. Im Viertelfinale kratzte er mit 236 erneut am WR (239). Der 2:0-Sieg und die zweite deutsche Medaille waren sicher.

im Halbfinale spielte Fälchle gegen Tadej Podlogar aus Slowenien und Nancy Oswald gegen Katarzyna Nowakowska aus Polen. Gegen deren Weltrekord mit 245 Kegeln war kein Kraut gewachsen, Oswald aber konnte sich über Bronze freuen. Fälchle musste in den Sudden Victoy, bei dem der Slowene Fälchles Neun im zweiten Wurf kontern konnte. Danach war er machtlos, Fälchle stand im Finale gegen Patrik Bednar aus der Slowakei. Kegelgleich gingen beide in den letzten Wurf im ersten Satz, den Fälchle mit 8:6 für sich entscheiden konnte. Im zweiten zeichnete sich sein Erfolg zeitiger ab. Er gewann sein zweites Gold bei diesen Europameisterschaften.

 

Nächster Start:

Einzel am Sonntag (24.05.26)

10:15 Nancy Oswald, Magdalena Siegert, Levin Fälchle

12:45 Luca Diermeier

Tandem Mixed: Im Sudden Victory war früh Schluss

Im Tandem Mixed am Freitagnachmittag war für Nancy Oswald/Luca Diermeier im Sudden Victory gegen SVK schon in der 1. Runde Schluss.




Gold auf der letzten Bahn, Bronze mit dem letzten Wurf

Feld von hinten aufgerollt

Am Freitagmittag (2.05.26) traten auch Levin Fälchle und Luca Diermeier in die EM-Wettkämpfe ein. 

Luca Diermeier war nach verhaltenem Auftakt ab der zweiten Bahn im Spiel, Levin Fälchle suchte die Spur. Als such er auf der dritten Bahn performen konnte, war eine Medaille im Bereich des Möglichen. Es bedurfte aber ausgezeichnete Abschlussbahnen. Und die kamen, drei Neuner von Fächle in Folge, Diermeier spielte knapp unter seiner persönlichen Bestleistung. Der Deutschland-Express hielt die Slowakei neben an in Schach und flog an allen im Tableau vorbei zu Gold.

Top-Leistung auf der zweiten Hälfte sichert Edelmetall

Mit der Entscheidung im Paarkampf U19 weiblich, die gleichzeitig als Qualifikation für die TOP16 im Einzel ausgetragen werden, starten die Europameisterschaften der U19 am Donnerstagabend (21.05.26) in Schwaz (AUT). Die ersten deutschen Starterinnen sind Nancy Oswald und Magdalena Siegert. Das Jungenduo mit Luca Diermeier und Levin Fälchle muss sich noch bis zum Freitagmittag gedulden, ehe es in der U19 männlich an der Reihe ist.

Die Ausgangslage war klar. Slowenien spielte mit 1267 Kegeln in einer anderen Liga. Dahinter entbrannte ein Kampf um die Medaillen, in den das deutsche Duo nur eingreifen konnte, wenn es an seine Bestleistungen herankommt. Auf den ersten beiden Bahnen fehlten nur wenige Kegel.

Und der Angriff folgte, Siegert spielte 166, Oswald stand ihr mit 157 in nichts nach. Beide lagen mit 452 im Soll, brauchten aber noch eine solche Bahn zum Abschluss, um in den Medaillenkampf eingreifen zu können, zumal die Slowakei bei 920 stand. Und das deutsche Duo lieferte, Nancy Oswald (615) mit persönlicher Bestleistung und vor allem dem Wurf, der sie ins volle Bild brachte und Deutschland, da auch Siegert (605) den 600er überspielte, zu Bronze. Beide erreichten natürlich auch das Einzelfinale.

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