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(12:12; 3502:3462)
Die Zerbster Reserve bot sehr gute Leistungen jenseits der 600er-Grenze gleich im Quartett an. Das war allerdings auch dringend nötig, da die Gäste sehr gleichmäßig spielten und so bei den Gesamtkegeln und damit einem Punktgewinn lange Zeit sehr nahe blieben. Alle Spiele im Überblick
Zerbst: Erfolgreicher Heimauftritt gegen Lok Elsterwerda: Offener Schlagabtausch und das bessere Ende für den Spitzenreiter In der 2. Bundesliga konnte die zweite Vertretung des SKV Rot-Weiß Zerbst die Tabellenführung mit einem 6:2-Heimsieg gegen Lok Elsterwerda verteidigen. Dabei entwickelte sich mit 3502:3462-Kegeln ein spannendes Match.
In der Tabelle liegen die Rot-Weißen weiterhin unverändert mit vier Punkten vor dem ärgsten Verfolger ATSV Freiberg auf Rang eins. Martin Herold Elsterwerda: Offener Schlagabtausch und das bessere Ende für den Spitzenreiter
Was war das bitte für ein Spektakel am vergangenen Samstag auf der Kegelbahn am Schützenplatz in Zerbst? Nur die Wenigsten haben wohl im Vorfeld mit einer derartigen Gegenwehr der Gäste aus Elsterwerda beim unangefochtenen Spitzenreiter gerechnet. Der abstiegsbedrohte Lok-Sechser spielte mit 3462 Kegeln neue Mannschaftsbestleistung und hatte die Gastgeber am Rande einer Niederlage. Doch am Ende jubelte der SKV verdientermaßen, nachdem er sich zuvor mit vier Ergebnissen jenseits der 600er-Kegelmarke von seiner besten Seite präsentierte, was an diesem Tag aber auch bitter nötig war. Die zahlreichen Fans und Zuschauer beider Teams erlebten in jedem Fall einen hochklassigen und kurzatmigen Kegelnachmittag bis in den abschließenden Satz hinein. Die angestrebte Marschroute des Tabellenführers wurde mit Bekanntgabe der Aufstellung offensichtlich. Die Rot-Weißen wollten der Begegnung gleich im Startdurchgang mit ihren zwei besten Ausnahmekönnern den eigenen Stempel aufdrücken. Doch das sollte sich in den Duellen zwischen Robert Heydrich (601 Kegel, 1 Mannschaftspunkt) gegen Benjamin Kube (565) und dem ehemaligen deutschen Einzelmeister Marcus Gerdau (623, 1) gegen Frank Beier (591) schwieriger gestalten, als zunächst angenommen. Gerdau legte mit der Partiebestleistung von 623 Kegeln zwar einen herausragenden Auftritt hin, musste aber bis zur Schlussbahn um den Duellsieg bangen, weil Beier immer in Schlagdistanz blieb und mit 591 Kegeln selbst groß aufspielte. Auch Kube legte eine ansprechende Leistung hin, hatte aber gegen Heydrich das Nachsehen, weil der in den entscheidenden Momenten einfach präsenter war. Trotz der zwei verloren gegangenen Duelle hielt sich der ESV dank der überzeugenden Einzelresultate am Leben. Der zweite Durchgang mit Robert Herold (601, 1) gegen Stefan Kläber (584) und Steffen Heydrich (539) gegen Martin Exner (585, 1) setzte anschließend nahtlos an das Starterquartett an. Heydrich begann fabelhaft und brachte Exner sofort in Zugzwang. Aber der Elsterwerdaer fand die passenden Antworten und ging 1:0 in Führung (159:152). Das nagte offensichtlich am Zerbster Nachwuchstalent, der in der Folge deutlich nachließ und damit seinem Gegenüber den Weg frei machte. Spannung bis zu den letzten Würfen herrschte dagegen im Parallelduell, das Kläber lange Zeit mit teils grandiosen Wurfserien kontrollierte. Mit den letzten Abräumern kämpfte sich der Zerbster Herold jedoch wieder heran und schnappte sich mit einer phänomenalen Serie (9, 9, 8/1, 8/1, 9) doch noch den Duellsieg zum 3:1. Die Elsterstädter gaben sich deswegen aber nicht auf, sondern zelebrierten weiterhin tollen Kegelsport. So blieb es auch im letzten Spielabschnitt mit Stefan Heckert (531) gegen Uwe Scheibe (575, 1) und Sven Palmroth (607, 1) gegen Robert Groschopp (562) spannend. Scheibe stand bereits nach drei absolvierten Sätzen als Sieger in seinem Duell fest und holte wichtige Kegel auf. Der ESV benötigte unbedingt die bessere Gesamtkegelzahl zum Sieg oder einem 4:4-Unentschieden. In der anderen Paarung mauserte sich Palmroth allerdings Stück für Stück zum Matchwinner gegen einen sich tapfer zur Wehr setzenden Groschopp. Schlussendlich fehlte den Gästen der letzte Atem, um der Begegnung die erhoffte Wende zu verleihen. Damit blieb die ganz große Überraschung aus. Martin Exner
Elsterwerda: ESV zu Gast beim Spitzenreiter In der 2. Bundesliga geht es mit großen Schritten in Richtung Saisonfinale. An diesem Wochenende steht bereits der 15. Spieltag auf dem Plan und von den Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte darf sich noch niemand in Sicherheit wiegen. So auch nicht der ESV Lok Elsterwerda, der beim Spitzenreiter in Zerbst gastiert. Mit dem knappen aber verdienten Erfolg vor Wochenfrist gegen das Ligaschlusslicht Roßlau meldeten sich die Lausitzer nach fünf Niederlagen in Folge zurück im Kampf um den Klassenverbleib. Dass die bevorstehende Aufgabe unverhältnismäßig schwerer zu bewerkstelligen ist, sollte allen Lok-Spielern klar sein. Schließlich geht es gegen den Ligaschreck Nummer eins. Die Meisterreserve des SKV Rot-Weiß Zerbst dominierte das Zweitliga-Geschehen in den letzten Jahren wie kein Zweiter. Es steht wohl außer Frage, dass die nicht aufstiegsberechtigten Gastgeber auch im Kegeloberhaus mit ihrer geballten Qualität eine gute Rolle spielen würden. Schließlich sind im SKV-Team neben gestandenen Größen auch gut ausgebildete Nachwuchskräfte zu finden. Dass Zerbst an einem schlechten Tag aber auch mal verwundbar ist, zeigte das Heimspiel kurz vor dem Jahreswechsel gegen den TuS Leitzkau. Wobei an dieser Stelle fairerweise erwähnt sei, dass der Aufsteiger eine phänomenale Leistung abrufen konnte. Auf eine solche hofft insgeheim auch ESV-Kapitän Uwe Scheibe, der seinen Stamm-Sechser gut vorbereitet sieht: „Wir wollen von Beginn an Vollgas geben und solange wie möglich am Gegner dranbleiben. Mit unseren Fans im Rücken ist dann vielleicht etwas Zählbares zu holen". Der Anwurf in Zerbst erfolgt bereits um 13 Uhr. Alle Interessierten erreichen den Liveticker-Service der Gäste über die Internetseiten des ESV (esvlokelsterwerda.de). Martin Exner
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