Waldhauer - Be a winner 1. Bundesliga Frauen – 16. Spieltag, 22.03.2026
Mit dem Sieg des Titelverteidigers Liedolsheim gegen Bamberg endeten die Titelhoffnungen des Rekordmeisters. Der Dreikampf um den Titel ist zum Duell geworden und wird wohl erst am letzten Spieltag entschieden werden. Im Kampf gegen den Abstieg ergriff Lorsch den letzten Strohhalm...
KV Liedolsheim - Victoria Bamberg
6:2 (14:10, 3695:3664)
Liedolsheim (28:4/98) bleibt auf Meisterkurs, Bamberg (25:7/91,5) muss seine Titelhoffnungen begraben.
Start (2:0/22): Am Start setzten beide auf volle Power, gespickt mit Nationalspielerinnen, allen voran die wieder genesene "Sportlerin des Jahres", Bianca Golla (641) auf Gastgeberseite und Sprint-Weltmeisterin Alina Dollheimer (631), die direkt aufeinander trafen. Ebenso reizvoll aber auch das Duell zwischen Jana Wallishauser (594) und Celine Zenker (582). Wallishauser lief zunächst einem 0:2/-15 hinterher, steigerte sich aber und drehte schließlich die Partie noch. Auch Golla musste erst eine Aufholjagd nach Dollheimers 167er-Startbahn starten, war aber nach den 170 auf der dritten Bahn dran. Im letzten Satz konnte zwar Dollheimer auf Gollas Neun in Wurf26 sofort antworten, der letzte Neuner in Wurf119 brachte jedoch die Entscheidung zugunsten Gollas.
Mitte (3:1/-4): In der Mitte waren Saskia Seitz (636), erst recht nach ihrer DKBC-Pokalbestleistung von 701 Kegeln und dem Sprung als zweiter deutschen Frau über die 700er-Traummarke und auf Bamberger Seite Luisa Ebert (636) favorisiert. Dieser Rolle wurden sie auch gleich gerecht und sicherten sich jeweils 2:0-Führungen. Beide siegten dann auch souverän in ihren Duellen, Ebert sogar vorzeitig. Doch vor allem Cornelia Hofmann ließ sich von der Dominanz ihrer Kontrahentin nicht beirren, spielte sich auf 606 Kegel und sorgte so dafür, das Bamberg mit vier Kegeln mehr in die Schlusspaarungen einstieg.
Schluss (4:2/31): Der erste Plan der Gastgeberinnen, etwas Vorsprung im Gesamt vor dem Schlussduo aufzuweisen, war nicht aufgegangen. So mussten die Nerven entscheiden. Insbesondere Romy Joppert (646) stellte für Victoria sofort auf Attacke. Mit ihrer 185er-Startbahn enteilte Bamberg auf 48 Zähler. Da aber Yvonne Schneider (614) gegen Alena Bimber (562) da bereits 1:0/6 führte, war mit dem Unentschieden zu diesem Zeitpunkt die Welt für den amtierenden Meister doch weiterhin in Ordnung. Und da die Liedolsheimerin das Duell auch vorzeitig gewann, fiel den Gastgeberinnen ein Stein vom Herzen. Aber auch Sandra Sellner (629) kam nach einer 187 auf der zweiten Bahn besser in die Partie, konnte zwar den Rückstand zu Joppert nicht mehr ganz aufhalten, aber Liedolsheim zog im Gesamt vorbei und beendete die Titelhoffnungen des Rekordmeisters in dieser Spielzeit.
Kriemhild Lorsch - ESV Lok Elsterwerda
6:2 (16,5:7,5; 3512:3365)
Der Vorletzte Lorsch (8:24/40) hielt durch den Sieg gegen Schlusslicht Elsterwerda (0:32/25) die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben und konnte nach sieben Niederlagen in Folge endlich wieder punkten. Elsterwerda stand schon länger als Absteiger fest, wartet noch immer auf den ersten Saisonpunkt.
Die Lorscherinnen taten sich im Starttrio schwer, aber Eberswalde entwickelte zu wenig Durchschlagskraft, auch ein notwendiger Wechsel änderte daran nichts. So konnten die Gastgeberinnen auf 2:1/70 davonziehen. Immerhin: die Gäste konnten sich über einen Duellsieg freuen und blieben so im Spiel.
Im Schlussabschnitt zog aufgrund des sich ständig erhöhenden Gesamtvorsprungs der Gastgeberinnen das Duell der Teambesten alle Aufmerksamkeit auf sich. Die Partiebeste Vivian Dauer konnte dabei mit einer 163:140 auf der Schlussbahn ein 0:2/-24 noch kompensieren und das Duell gegen Lea Hassenzahl mit 614:607 für sich entscheiden.
KC Schrezheim - BC Schretzheim
7:1 (17:7, 3542:3437)
Der NBC-Pokaldritte Schrezheim (14:18/61,5) konnte sich mit dem Start-Ziel-Sieg gegen Schretzheim (8:24/44) aller Sorgen im Abstiegskampf entledigen. Die Gäste liegen auf dem ersten Abstiegsplatz, drei Punkte hinter Bautzen.
In unspektakulären Startpaarungen um die Startbeste Kathrin Reiter (590) schufen sich die Gastgeberinnen einen klaren 2:0/92-Vorsprung. Fast hätten die Gäste in der Mitte ausgleichen können, doch KCS-Spielerin Tamara Oker brachte gegen die Durchgangsbeste Christina Bischof (578) einen 3:1-Sieg nervenstark durch ein 133:129 auf der Schlussbahn ins Ziel. Im Schlussabschnitt hielt die Partiebeste Kathrin Lutz (630) Marion Frey (601) mit 4:0 klar im Zaum – Schrezheim hatte den Klassenerhalt in der Tasche. Lydia Rettig steigerte den Teambestwert für die Gäste sogar auf 602 Kegel.
SSV Warmensteinach - MSV Bautzen
6:2 (15:9, 3418:3384)
Der Tabellenvierte Warmensteinach (21:11/70) ist seit fünf Spielen ungeschlagen, leistete sich dabei nur ein 4:4 zu Hause gegen Schretzheim. Der Tabellensiebente Bautzen (11:21/50,5) hat im Kampf um den Klassenerhalt weiter drei Punkte Vorsprung auf die nächsten gegner Lorsch (H) und Schretzheim (A) - und damit die besseren Karten im Kampf gegen den Abstieg.
Die Bautzenerin Sophia Surm (621) sorgte am Start mit einer glänzenden Leistung dafür, dass die Gäste bei ausgeglichenen Duellen 27 Kegel Vorsprung in die Mitte mitnahmen. Dort konnte Warmensteinach zwar die Partie drehen, doch sechs Kegel Vorsprung vor dem Schlussdurchgang, ließen die Partie trotz des 3:1 in den Duellen komplett offen. Zwar konnte am Schluss Katja Schmidt für die Gastgeberinnen schnell eine 2:0/23-Führung hinlegen und auch das Duell vorzeitig gewinnen, doch im Gesamt blieb Bautzen dran und bewahrte sich lange Zeit die Hoffnung zumindest auf ein Unentschieden. Vor dem Schlusssatz aber waren es dann doch schon 32 Kegel, die dem MSV fehlten und letztlich die insgesamt 24 Fehler (Warmensteinach: 9) zu viele, um Zählbares mitnehmen zu können.
SV Pöllwitz - FSV Erlangen-Bruck
8:0 (19,5:4,5; 3751:3412)
"Spielerin des Spieltages" wurde Diana Langhammer vom SV Pöllwitz mit 654 Kegeln. @svp
Spitzenreiter Pöllwitz (29:3/93,5) verteidigte mit dem Kantersieg gegen Erlangen-Bruck (16:16/65) die Tabellenspitze mit einem Punkt vor den Liedolsheimerinnen, bei denen die "Mücken" am letzten Spieltag zu Gast sein werden.
Schon nach dem Start mit einer herausragenden Gabi Muhl (634) an der Seite von Anna Müller (620) war klar, dass der Tabellenführer klar auf Siegkurs war und ein 2:0/131 in die Mitte weitergab. In der Mitte sorgte das Pöllwitzer Duo um Sarah Conrad (624) mit einer Steigerung auf der zweiten Hälfte für noch klarere Verhältnisse beim 4:0/203. Im Schlussabschnitt schraubte Diana Langhammer mit 654 Kegeln den Partiebestwert gleichzeitig zur Spieltagsbestleistung aller Bundesligen an diesem Sonntag. Beste auf Seiten der Gäste war Nadine Perkins mit 591 Kegeln.
2. Bundesligen
2. Bundesliga Mitte
Jessica Peiker erzielte mit 629 Kegeln das beste Einzelergebnis der Liga. @kcw
Der Tabellensechste Bayreuth (14:18/55) hat sich mit einer furiosen Rückrunde so gut wie gerettet, hätte an diesem Sonntag den Klassenerhalt aus eigener Kraft perfekt machen können. Doch Spitzenreiter Fronberg (28:4/90,5) war fokussiert auf Meistertitel und den Aufstieg in die 1. Bundesliga und setzte sich deutlich durch.
Schützengilde Bayreuth – ASV Fronberg
1:7 (6:18, 3071:3234)
Als der ASV nach der Mitte alle vier Duelle gewonnen hatte, war ein Unentschieden und damit Meistertitel und Aufstieg schon sicher. Den Schlusspunkt setzte schließlich Anna-Lisa Lippert mit dem Partiebestwert von 583 Kegeln. Für die Gastgeberinnen punktete die beste Spielerin, Verena Lehner (563).
ASV Fronberg – Meister der 2. Bundesliga Mitte und Aufsteiger in die 1. Bundesliga. @asv
TSV SCHOTT Mainz - ESV Pirmasens
2:6 (11:13. 3188:3267)
Beim Kracher im Kampf gegen den Abstieg vertraute Schlusslicht Mainz (8:24/46) vergeblich auf den Heimvorteil gegen den Tabellensiebenten Pirmasens (11:21/58). Der Klassenerhalt bleibt dennoch greifbar, da die weitere Kellerkonkurrenz mit Mörfelden (9:23/52) und Eggolsheim (9:23/47,5) auswärts verlor.
Weiter spielen: Unter Uns Bad Neustadt - SKC Eggolsheim 6:2, Carl Zeiss Jena - 1. KC Weiherhof 6:2, TSV Breitengüßbach - KSC Mörfelden 7:1
2. Bundesliga Ost
Thea-Selina Hornig vom Königswarthaer SV spielte mit 641 den Ligabestwert. @ksv
Vom Spitzenquartett, das den Titel unter sich ausmachten wird, lösten Tabellenführer Konigswartha (25:7/83) und der erste Verfolger Schafstädt (24:8/80) ihre Hausaufgaben souverän, Dresden (23:9/80) und Wolfsburg (22:8/76) aber auswärts ebenso. Wolfsburg kann im Nachholspiel am Ostermontag (06.04.) mit einem Sieg in Cottbus auf Rang 2 klettern.
Rot-Weiß Zerbst - KSV Bennewitz
2:6 (9,5:14,5, 3347:3435)
Zerbst (9:23/48) mit Maria Wassersleben (617) hätte im direkten Duell mit dem bisherigen Vorletzten Bennewitz (10:22/58,5) einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen können. Doch der KSV um die Partiebeste Alexandra Becker (621 Kegel) feierte den ersten Auswärtssieg der Saison, überflügelte die Zerbsterinnen und verließ den Tabellenkeller.
Weiter spielen: Germania Schafstädt - Hohnstädter SV 6:2, Gut Holz Wriezen - KV Wolfsburg 2:6, Königswarthaer SV - ESV Lok Cottbus 7:1, Blau Weiß Loburg - Dresdner SV 1:7
2. Bundesliga Süd
Lara Meier vom KC Schwabsberg traf mit 609 Kegeln die meisten in der Liga. @kcs
Vier Teams kämpfen noch um den Titel, drei um den Aufstieg, da Tabellenführer Schrezheim II (22:10/72) nicht aufstiegsberechtigt ist. Die Erstligareserve verlor durch die unerwartete Heimniederlage gegen den Abstiegskandidaten Weidenstetten den Zwei-Punkte-Vorsprung gegenüber Leimen (22:10/77,5) und rutschte auf Rang 2 ab. Fast wäre allerdings auch der Frisch-Auf-Auftritt in Immendingen schief gegangenen. Am Ende retteten drei Kegel mehr den Auswärtssieg. Freiburg (20:12/68) blieb mit einem Auswärtssieg dran, Seeshaupt (19:13/72) fiel dagegen zurück.
Der Abstieg von Schlusslicht Immendingen ist schon besiegelt, Kipfenberg konnte sich mit dem Heimsieg endgültig retten. Schwabsberg (15:17/64) verpasste das um neun Kegel. Doch nach Lage der Dinge machen Weidenstetten (13:19/58,5) und Plankstadt (12:20/55,5) den zweiten Absteiger unter sich aus.
Weiter spielen: KRC Kipfenberg - SKK Oberlauterbach 5:3, KC Schwabsberg - DKC / BW Freiburg 3:5, BW / GH Plankstadt - FC Seeshaupt 5:3, KSC Immendingen - Frisch Auf Leimen 3:5, KC Schrezheim II - SV Weidenstetten 2:6.
Mannschaft der Woche
Am 13. Spieltag sah der KSV Bennewitz in der 2. Bundesliga Ost wie der sichere Absteiger aus, gerade einmal vier Punkte hatten die Sächsinnen bis dahin gesammelt. Doch dann platzte der Knoten in den Kellerderbys gegen Cottbus mit einem 7:1 und einem 8:0 gegen Wriezen. Vorläufiger Höhepunkt war das folgende 6:2 beim ehemaligen Erstligisten in Zerbst mit neuem Mannschaftsrekord und zwei persönlichen Bestleistungen von Alexandra Becker (621) und Lisa Marie Kern (614). Das Team kletterte von Platz 10 bis auf Rang 7. Und nun kommt nach Ostern der Spitzenreiter Königswartha auf die Kegelbahn Neun Eichen. Das knistert jetzt schon, denn weder im Titelkampf für den KSV noch im Kampf gegen den Abstieg für die Frauen aus der Muldenaue sind die Entscheidungen gefallen.
Hinweis: Für die "Mannschaft der Woche" - aus den vier Frauen-Bundesligen – erwarten wir – außer am 9. und 18. Spieltag – eure Vorschläge unter news@dkbc.de jeweils bis Montag 12 Uhr nach jedem Spieltag mit kurzer Begründung.
Alle bisherigen "Mannschaften der Woche"
1. Spieltag – MSV Bautzen, 2. Spieltag – Unter Uns Bad Neustadt/Carl Zeiss Jena, 3. Spieltag – SSV Warmensteinach, 4. Spieltag – KC Schrezheim II/FSV Erlangen-Bruck, 5. Spieltag – 1. KC Weiherhof, 6. Spieltag – SV Pöllwitz, 7. Spieltag – Kriemhild Lorsch, 8. Spieltag – Königswarthaer SV, 9. Spieltag – Die Herbstmeister, 10. Spieltag – ASV Fronberg – 11. Spieltag – BC Schretzheim – 12. Spieltag – Frisch Auf Leimen – 13. Spieltag – KV Wolfsburg – 14. Spieltag – Schützengilde Bayreuth – 15. Spieltag – KC Schwabsberg.
Vereinsnews (Infos an news@dkbc.de)
Wir veröffentlichen Infos der Bundesligavereine zu den Spieltagen über Bahnrekorde, Feierlichkeiten und Ähnliches. Info an news@dkbc.de , wenn möglich mit aktuellem Foto, genügt. Spielberichte und Vorschauen bleiben außen vor, diese gehören in Sportwinner.