Waldhauer - Be a winner 1. Bundesliga Frauen – 17. Spieltag, 12.04.2026
An der Spitze entfaltet sich nach den Siegen von Pöllwitz und Liedolsheim am Horizont schon der große Showdown für den letzten Spieltag. Im Tabellenkeller entschied Bautzen die Frage nach Klassenverbleib und Absteigern recht eindeutig: Der MSV bleibt drin, die Aufsteiger kehren in die zweiten Ligen zurück. Elsterwerda freute sich dennoch über den ersten Sieg im Oberhaus überhaupt.
MSV Bautzen - Kriemhild Lorsch
6:2 (12,5:11,5; 3301:3250)
Nach den beiden größten Coups (dem 5:3 gegen Meister Liedolsheim im Oktober 2025 und dem 5:3 in Schrezheim im Januar 2026) hatte sich der MSV (13:21/56,5) die komfortable Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt nach einer erneut starken Saison erarbeitet und verwandelte den ersten Matchball direkt. Lorsch (8:26/42) bot sich am Anfang der Partie durchaus eine Chance, doch Kriemhild konnte diese nicht nutzen und kehrt in der nächsten Saison in die 2. Bundesliga Mitte zurück.
Abstiegskampf ein Spiel der Nerven? Im Duell zwischen Sophie Schulze und Jennifer Sommer wurde das mehr als deutlich. 508 Kegel reichten der Bautznerin zum Duellsieg. Doch auch Lorsch hatte das Glück der Tüchtigen. Michelle Hecht gewann ihr Duell vorzeitig, sodass die 133:160 auf der Schlussbahn ihr nur den Gesamtvorsprung gegenüber Laura Scholz (562) kostete. Bautzen lag 20 Kegel voraus.
Nervenstark im engen Duell – Vicky Herold war mit 581 Kegeln Teambeste bei den Bautznerinnen. @msv
In der Mitte fiel Lorsch trotz vollzogenem Wechsel deutlich zurück, der Klassenerhalt der Gastgeberinnen nahm Gestalt an, zumal die Teambeste auf MSV-Seite, Vicky Herold, das Duell gegen die aufkommende Franziska Weil mit 581:572 knapp für sich entscheiden konnte. Mit 3:1/71 hatte der MSV die Nase jetzt klar vorn.
Konnte mit starkem Partiebestwert von 600 Kegeln den Abstieg nicht verhindern – die Lorscherin Ute Hintze. @skv
Da Christin Kleinstück am Schluss ihr Duell immer sicherer im Griff hatte, kam auch keine nervliche Anspannung mehr dazu, obwohl die Lorscherin Ute Hintze den Partiebestwert noch auf 600 trieb. Der MSV brachte den Gesamtvorsprung und damit den Klassenerhalt sicher ins Ziel.
ESV Lok Elsterwerda - BC Schretzheim
6:2 (13:11, 3349:3202)
Der Abstieg von Schlusslicht Elsterwerda (2:32/31) war schon lange klar. So konnte sich der Zweitliga-Ost-Rückkehrer ausgiebig über den ersten Sieg im Oberhaus freuen. Die Schretzheimerinnen (8:26/46) dagegen konnten in den Chor nicht einstimmen, für sie war durch die Niederlage das Oberhaus-Ade und die Rückkehr in die 2. Bundesliga Süd besiegelt. Schwaxcher Trost: Allerdings hätte daran nach dem MSV-Sieg auch ein eigener erste Auswärtssieg in der Saison nichts geändert.
Hielt am Start die Spannung mit ihrem Duellsieg hoch - Katrin Gulde (Schretzheim). @bcs
Eng ging es schon am Start zu. Katrin Gulde (558) sorgte für eine Acht-Kegel-Führung der Gäste bei ausgeglichenen Duellen. Elsterwerda wechselte frühzeitig, den Duellsieg fuhr aber Lina-Marie Lehmann trotz einer 117er-Schlussbahn für die Gastgeberinnen ein.
In der Mitte nahm der erste Saisonsieg des ESV Konturen an, weil Shiva Klein mit 583 Kegeln glänzte und auch Monique Schuppan mit 131:127 ihr Duell noch drehen konnte. Mit einem 3:1/75 für die Lok ging es auf die Schlussbahnen.
Gelungener Abschluss beim ersten Sieg im Oberhaus – Partiebestwert für die Elsterwerdaerin Veronique Lanzke. @esv
Dort brillierte Veronique Lanzke mit dem Partiebestwert von 623 als Sahnehäubchen an einem für das Schlusslicht erfolgreichen letzten Erstliga-Heimspiel.
FSV Erlangen-Bruck - KV Liedolsheim
1:7 (9:15, 3380:3573)
Die Gastgeberinnen (16:18/66) verließen die Henger Anlage zum dritten Mal als Verlierer in dieser Saison - nur die ersten Drei der Tabelle konnten hier punkten. Titelverteidiger Liedolsheim (30:4/105) ließ keine Überraschung zu und bewahrte sich die Chance auf die Titelverteidigung vor eigener Kulisse am letzten Spieltag.
Die Gäste taten sich schwer, fuhren aber eine klare 2:0/86-Führung ein, weil Sandra Brunner beim FSV nach einem 137:136-Auftakt den Faden verlor und mit Tanja Seifert gemeinsam zwar zwei Satzsiege gegen Bianca Golla (596) gewann, aber eben sehr viele Kegel verlor.
Überspielte als beste FSV-Spielerin die 600 - Tanja Kölbl. @fsv
Die Teambeste der Gastgeberinnen, Tanja Kölbl (603), konnte in der Mitte punkten, da aber auch Sandra Sellner (610) ihr Duell im Griff hatte, blieben die Gäste mit 3:1/80 komfortabel in Führung.
Überzeugend am Schluss - die Liedolsheimerin Saskia Seitz mit Partiebestwert von 630 Kegeln. @kvl
Im Schlussabschnitt war das Schwesternduo eine Klasse für sich. Mara (590) und Saskia Seitz (630) machten ihr Duell jeweils vorzeitig zu, Saskia Seitz stellte schließlich den Partiebestwert auf 630.
SV Pöllwitz - KC Schrezheim
6:2 (11,5:12,5; 3594:3574)
Die Pöllwitzerinnen (31:3/93,5) zieren die Tabellenspitze seit dem 6. Spieltag und ließen zu Hause nur gegen Liedolsheim beim 2:6 Federn. Nach dem knappen Erfolg machen sich die "Mücken" mit einem Punkt Vorsprung auf den Weg zum Meister-Showdown in Liedolsheim am letzten Spieltag. Schrezheim (14:20/64,5) war in dieser Saison zu Hause zu anfällig, um ähnlich erfolgreich wie im Vorjahr zu sein, hatte aber lange Zeit in der Partie noch einen Auswärtssieg vor Augen.
War mit 635 Kegeln Partiebeste - Anna Müller (Pöllwitz).@svp
Den Auftakt für die "Mücken" rettete Anna Müller (635) in einem Klasseduell gegen Saskia Hopp (632) gerade noch so mit einer 177:141 auf der Schlussbahn, durch die sie das Duell um drei Kegel noch zu ihren Gunsten herumriss. Doch Schrezheim lag dank des Duellsieges von Melina Ruß mit 17 Kegeln in Führung.
Saskia Hopp (632) sorgte am Start mit dafür, dass die Gäste in Führung gingen.
Trotz großer Gegenwehr der Gäste um Tamara Oker (602) holte sich Pöllwitz beide Mitte-Duelle und insbesondere Sarah Conrad (630) konnte weitere Kegel einsammeln. Der SVP lag nun 3:1/50 in Front.
Doch im Schlussdurchgang schien den Gastgeberinnen alles durch die Finger zu rinnen. Nach 60 Wurf war Schrezheim bis auf vier Kegel herangekommen. Dann machte Laura Runggatscher ihr Duell gegen Selina Thiem vorzeitig zu. Zwischen Diana Langhammer und Katrin Lutz stand es 1,5:1,5, Lutz hatte aber elf Kegel mehr eingesammelt. Pöllwitz war nur noch einen einzigen Kegel im Gesamt besser. Aber dieses 5:3 hing am allerfeinsten seidenen Faden. Für Thiem kam Muhl in die Partie. Vor dem letzten Räumen waren es dank der 111 von Diana Langhammer fünf Kegel, die Pöllwitz voraus lag. Aber noch trog dieses zwischenzeitliche 6:2. Doch Langhammer räumte wie besessen - 71 Kegel, die Gastgeberinnen zogen von dannen und brachten den Heimsieg in trockene Tücher, auch weil Muhl mit 144 sofort funktionierte.
Victoria Bamberg - SSV Warmensteinach
6:2 (13:11, 3592:3473)
Erspielte mit 635 Kegeln am Start den Partiebestwert – die Bambergerin Luisa Ebert. @skc
Champions-League-Sieger Bamberg (27:7/97,5), das zu Hause in der Saison unbesiegt bleibt, hatte Platz 3 schon vor dem Spiel sicher. Warmensteinach (21:13/72) war frühzeitig aus dem Abstiegsrennen raus, konnte sogar lange Zeit vom internationalen Geschäft träumen. Platz 4 ist dem SSV nicht mehr zu nehmen und auch nicht der sensationelle 4,5:3,5-Sieg im Hinspiel.
Katja Schmidt stellte mit 612 Kegeln den Teambestwert der Warmensteinacherinnen auf. @ssv
Dank des Duellsieges von Katja Schmidt (612) blieben die Gäste am Start noch im Rennen. Bamberg legte mit Luisa Ebert (635) und Celine Zenker (628) die gewohnte Pace an den Tag, sodass Victoria mit einem 2:1/97 ins Schlusstrio wechselte.
Doch starteten die Gäste mit drei Satzsiegen vielversprechend. Doch eine 194 von Romy Joppert sorgte vor allem im Gesamt für Nervenberuhigung bei den Gastgebern, zogen doch die Gäste in den beiden anderen Duellen auf jeweils 2:0 davon. Für Alena Bimber kam Alina Dollheimer in die Partie. Saskia Gubitz (612) machte mit eingestelltem Teambestwert das zweite Duell für den SSV vorzeitig klar. Mehr aber war gegen die Gastgeberinnen, bei denen Romy Joppert mit 630 einkam, nicht drin.
2. Bundesligen
Mitte: Pirmasens gerettet
Die Meisterschaft war bereits entschieden und ging an den ASV Fronberg.
Offen bleiben aber weiterhin die beiden Absteigerinnen. Pirmasens (13:21/65) rettete sich durch einen Sieg im direkten Duell gegen Mörfelden (9:25/53). Der KSC bleibt aber Achter und damit auf einem Nichtabstiegsplatz. Dahinter rangiert Eggolsheim (9:25/49,5), das den Heimvorteil gegen die bereits geretteten Bayreutherinnen nicht nutzen konnte. Schlusslicht Mainz (8:26/48) hofft nach der erwartbaren Niederlage in Fronberg auf die Last-Minute-Rettung am letzten Spieltag gegen Eggolsheim.

Das beste Einzelergebnis der Liga erzielte Melanie Helbach (Mainz) mit 626 Kegeln. @tsv
Es spielten: ESV Pirmasens - KSC Mörfelden 7:1, ASV Fronberg - TSV SCHOTT Mainz 6:2, SKC Eggolsheim - Schützengilde Bayreuth 2:6, 1. KC Weiherhof - Unter Uns Bad Neustadt 5:3, Carl Zeiss Jena - TSV Breitengüßbach 6:2.
Ost: Oben und unten weiterhin alles offen
Durch den 5:3-Sieg im Nachholspiel in Cottbus am Ostermontag war Wolfsburg (26:8/88) ärgster Verfolger von Spitzenreiter Königswartha (27:7/89) geworden. Nachdem beide ihre Auswärtsaufgaben lösten, sind die Niedersächsinnen einzig verbliebene Kontrahentinnen der Sächsinnen um den Titel. Schafstädt und Dresden haben nach den Punktverlusten keine Chance mehr.
Am Tabellenende ist noch ein Quartett vom Abstieg bedroht, da die mitgefährdeten Zerbst (10:24/52) und Schlusslicht Wriezen (8:26/49) sich unentschieden trennten. Auch noch nicht gerettet: Bennewitz (10:24/60,5) und Cottbus (10:24/47). Loburg (15:19/68) rettete sich aus eigener Kraft. Positive Nachricht aus dem Oberhaus: Dank der MSV-Rettung bleibt es bei zwei Absteigern.
Ligabeste wurde die Wriezenerin Laura Holzfuß mit 629 Kegeln.
Es spielten: Hohnstädter SV - KV Wolfsburg 1:7, Blau Weiß Loburg - Germania Schafstädt 6:2, ESV Lok Cottbus - Dresdner SV 4:4, KSV Bennewitz - Königswarthaer SV 2:6, Rot-Weiß Zerbst - Gut Holz Wriezen 4:4.
Süd: Leimen steigt trotz Heimpleite auf, Plankstadt ab
Spitzenreiter Leimen (22:12/78,5) machte zwar den Aufstieg nicht aus eigener Kraft klar, profitierte aber von der unerwarteten Freiburger (20:14/69) Heimpleite. Die DKC/BW-Kombi aus dem Breisgau kann Frisch Auf wegen der 9,5 weniger Mannschaftspunkte nicht mehr überholen. Im Kampf um den Titel redet aber das nicht aufstiegsberechtigte Schrezheim II (22:10/72) noch ein Wörtchen mit.
Schlusslicht Immendingen stand bereits als Absteiger fest. Oberlauterbach (18:16/65.5) rettete sich mit einem Heimsieg aus eigener Kraft. Weidenstetten (15:19/64,5) sammelte zwei unerwartete Punkte in Seeshaupt - und da Plankstadt (12:22/56,5) nicht punkten konnte, steht mit der Spielgemeinschaft auch der zweite Abstieger fest.
Das höchste Ergebnis am Spieltag spielte Nicole Speck vom KSC Immendingen mit 616 Kegeln.
Es spielten: FC Seeshaupt - SV Weidenstetten 2:6 , SKK Oberlauterbach - BW / GH Plankstadt 7:1, Frisch Auf Leimen - KRC Kipfenberg 1:7, DKC / BW Freiburg - KSC Immendingen 1:7, KC Schwabsberg - KC Schrezheim II k.A..
Mannschaft der Woche
Mit drei Siegen am Stück konnte sich der SV Weidenstetten in der 2. Bundesliga Süd tatsächlich noch vor dem Abstieg retten - und das sogar vorfristig.
Annelen Ferigutti, im Verein so lange sie denken kann, zeigte sich hocherfreut: "Unsere Mannschaft hat am vorletzten Spieltag mit beeindruckendem Einsatz, starkem Teamgeist und absolutem Siegeswillen den Klassenerhalt gesichert – ein Moment, der für uns alle von enormer Bedeutung ist und die harte Arbeit der gesamten Saison widerspiegelt. Diese Erfolge zeigen nicht nur die sportliche Qualität der Mannschaft, sondern auch den unglaublichen Zusammenhalt und die mentale Stärke, die uns in dieser entscheidenden Saisonphase getragen haben."
Die außergewöhnliche Serie begann am 15. Spieltag mit einem souveränen 7:1-Heimsieg gegen Plankstadt. Es folgte ein überzeugender 6:2-Auswärtssieg beim damaligen Tabellenführer KC Schrezheim II sowie nun der erneut starke 6:2-Auswärtssieg beim FC Seeshaupt.
Hinweis: Für die "Mannschaft der Woche" - aus den vier Frauen-Bundesligen – erwarten wir – außer am 9. und 18. Spieltag – eure Vorschläge unter news@dkbc.de jeweils bis Montag 12 Uhr nach jedem Spieltag mit kurzer Begründung.
Alle bisherigen "Mannschaften der Woche"
1. Spieltag – MSV Bautzen, 2. Spieltag – Unter Uns Bad Neustadt/Carl Zeiss Jena, 3. Spieltag – SSV Warmensteinach, 4. Spieltag – KC Schrezheim II/FSV Erlangen-Bruck, 5. Spieltag – 1. KC Weiherhof, 6. Spieltag – SV Pöllwitz, 7. Spieltag – Kriemhild Lorsch, 8. Spieltag – Königswarthaer SV, 9. Spieltag – Die Herbstmeister, 10. Spieltag – ASV Fronberg – 11. Spieltag – BC Schretzheim – 12. Spieltag – Frisch Auf Leimen – 13. Spieltag – KV Wolfsburg – 14. Spieltag – Schützengilde Bayreuth – 15. Spieltag – KC Schwabsberg – 16. Spieltag – KSV Bennewitz.
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