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Waldhauer - Be a winner 1. Bundesliga Frauen – 1. Spieltag, 20.09.2026

Bautzen gelang Auswärtscoup / Schrezheim vorn

Der MSV Bautzen sorgte mit dem 6:2 bei den Bruckerinnen für das erste Ausrufezeichen der Saison. Schrezheim siegte sich durch ein 7:1 gegen Neuling Königswartha an die Tabellenspitze. Doch die Sächsinnen enttäuschten ebensowenig wie Leimen beim 2,5:5,5 gegen die Meisterinnen oder Fronberg beim 3:5 in Pöllwitz – erste Mannschaftspunkte im Kampf gegen den Abstieg sind der Lohn für das Trio. Im Oberfrankenderby zog sich Warmensteinach beim 3:5 gegen den Champions-League-Sieger Bamberg achtbar aus der Affäre.

Frisch Auf Leimen – KV Liedolsheim
2,5:5,5 (7,5:16,5; 3412:3705)

Der Auswärtssieg des Titelverteidigers beim Aufsteiger war aufgrund der starken Mannschaftsleistung mit 293 Kegeln mehr verdient. Doch der Aufsteiger konnte Nadelstiche setzen und teilweise auch überraschende Mannschaftspunkte im Badener Duell sammeln. Im Startpaar glänzte Jana Wallishauser mit dem überragenden Partiebestwert von 656 Kegeln (194, 169 auf der zweiten Hälfte). Nebenan lag Kira Nießner (603) gleichauf mit Yvonne Schneider und konnte für Frisch Auf erstmals Zählbares einfahren. Es kam aber noch besser: Die Teambeste der Gastgeberinnen, Celina Eifler (633), rang in der Mitte überraschend Einzel-Vize-Weltmeisterin Bianca Golla (629) mit 2,5:1,5 nieder. Auch Saskia Seitz (632) blieb knapp hinter Eifler zurück, siegte aber deutlich, sodass der Auswärtssieg mit 229 Kegeln Vorsprung faktisch gesichert war. Im Schlusspaar gefiel Sandra Sellner (626) bei ihrem Duellsieg, aber für Leimen gab es noch einmal Grund zur Freude, als Sabine Steinmann durch ein 145:134 im letzten Satz Mara Seitz noch um zwei Kegel abfangen konnte.

SV Pöllwitz – ASV Fronberg
5:3 (13:11, 3573:3375)

Anna Müller sorgte mit 639 Kegeln schon am Start für den Glanzpunkt der Gastgeberinnen und den Partiebestwert. Doch nebenan zeigte sich bereits die Anfälligkeit des Europapokalsiegers an diesem Tag: Marie Bradl rang mit 548 Kegeln und einem 3:1 Gabi Muhl nieder. Im Mittelpaar war Sarah Conrad (617) ungefährdet, viel wichtiger für die Thüringerinnen war aber der Duellsieg von Friederike Schulz (589) gegen Alexandra Auburger, die vor der Schlussbahn nur 1:2/-6 zurücklag. Denn im Schlusspaar konnte nur noch der Aufsteiger jubeln. Allen voran die Teambeste Anna-Lisa Lippert (627), aber auch Tamara Böllath holten die Duelle für den ASV, der so nur knapp an einem Remis vorbeischrammte.

KC Schrezheim – Königswarthaer SV
7:1 (17:7, 3560:3471)

Die 89 Kegel Vorsprung im Gesamt zeigten, dass die Gäste etwas unter Wert geschlagen wurden. Im Startpaar setzte Saskia Hopp mit 639 Kegeln den Partiebestwert, aber das gelang auch der Teambesten beim Aufsteiger, Josefa Hornig (621), die Christina Neundörfer bezwang. Im Mittelpaar entschied der KCS ausgeglichene Duelle nur hauchdünn für sich: Tamara Oker (590) drehte durch ein 144:124 gegen Thea-Selina Paschke noch einen 1:2-Rückstand. Noch spannender machte es Kathrin Lutz  (560), die durch eine 146:145-Schlussbahn das Duell gegen Nicole Dremel mit 3:1 trotz weniger Gesamtkegel für Schrezheim entschied. Im Schlusspaar blieb auch KSV-Spielerin Clara Paschke trotz vier Kegeln mehr im Gesamt ohne Fortune gegen Michelle Hecht, sodass der Heimsieg, zu dem Laura Runggatscher noch 617 Kegel samt Duellsieg beisteuerte, entsprechend hoch ausfiel.

FSV Erlangen-Bruck – MSV Bautzen
2:6 (9:15, 3449:3463)

Die sächsischen Gäste landeten ein überraschenden Coup auf den schweren Henger Bahnen, auf denen Erlangen-Bruck schon im dritten Jahr seine Heimspiele austrägt. Am Start lieferten sich die Teams ein Duell auf Augenhöhe. Die Siege von Vanessa Geithel (601) und Stefanie Engelmann (559) führten zu einer Vier-Kegel-Führung der Gastgeberinnen. In der Mitte schlug Bautzen zu: Lisa Lorenz (600) entschied ein enges Match gegen Nadine Perkins (591) knapp für sich, parallel holte Lea Stagge (594) auch das zweite Match für den MSV, der mit 3:1/34 davonzog. Im Schlusspaar setzte die Partiebeste Paula Straub mit 619 Kegeln das Signal zur Aufholjagd, doch Bautzen brachte nicht nur das vierte Duell durch Sophia Surm (548) unter Dach und Fach, sondern verteidigte mit 14 Kegeln den 6:2-Auswärtssieg.MSV Bautzen, 1. Bundesliga Frauen, Saison 2026/27; vorne von links: Lea Stagge, Laura Scholz, Lisa Lorenz, Vicky Herold, Stefanie Engelmann; hinten von links: Alin Hübner, Marcel Weist (Mannschaftsleiter und Trainer), Sophia Surm. Es fehlen: Christin Kleinstück und Sophie Schulze. @msv

SSV Warmensteinach – Victoria Bamberg
3:5 (10,5:13,5; 3488:3534)

Es war ein enges Oberfrankenderby, bei dem die Gäste letztlich die besseren Einzel-Glanzlichter setzen konnten und so die entscheidenden 46 Kegel im Gesamt herausholten. Am Start sah es sogar noch klarer für den Champions-League-Sieger aus. Die Partiebeste Luisa Ebert (630) dominierte, Celine Zenker (606) sicherte sich zudem in einem echten Nervenkrimi durch ein 146:140 auf der Schlussbahn gegen Katja Schmidt(604) auch das zweite Duell. Bamberg führte 2:0/63. In der Mitte gewann Selina Thiem (569), Neuzugang aus Pöllwitz, zwar das erste Duell für den SSV gegen die Bamberg-Rückkehrerin Sabrina Imbs (558), doch Ute Vincon (623) brillierte für Victoria derart, dass beim 3:1/109 für Bamberg schon eine deutliche Vorentscheidung gefallen war. Anschließend gelangen Saskia Gubitz mit dem Teambestwert von 607 Kegeln und Saskia Demel (573) aber noch zwei bemerkenswerte Duellsiege gegen Nationalspielerinnen. Gubitz schlug Romy Joppert, Demel bezwang dabei sowohl Alina Dollheimer als auch die eingewechselte Alena Bimber.

 

2. Bundesligen

2. Bundesliga Mitte Frauen

Kriemhild Lorsch – Unter Uns Bad Neustadt 4:4, ThSV Wünschendorf – SKC Eggolsheim 3:5, ESV Pirmasens – 1. KC Weiherhof 7:1, Schützengilde Bayreuth – SV Carl Zeiss Jena 2:6, TSV Breitengüßbach – SKG Roßdorf 3:5

Pirmasens kann zum Bundesligastart doch noch siegen – und wie: Mit dem 7:1 gegen Weiherhof stürmte der ESV an die Tabellenspitze. Unter den siegreichen Verfolgern ist auch Neuling SKG Roßdorf, dem ein überraschender 5:3-Erfolg in Breitengüßbach gelang. Wünschendorf, das zweite neue Team in der Liga, fehlten nur 26 Kegel zu Zählbarem gegen Eggolsheim. Bad Neustadt stellte mit Kathrin Hüther (Foto) und Theresa Schubert gleich zwei Spielerinnen, die mit 610 Kegeln auf das beste Ligaergebnis kamen, Hüther wies aber 14 Abräumer mehr auf. Ohne 600er, aber mit fünf Kegeln mehr im Gesamt rettete Lorsch dennoch einen Punkt gegen Unter Uns.

2. Bundesliga Ost Frauen

Blau-Weiß Loburg – Rot-Weiß Zerbst 5:3, Fortschritt Mittweida – Dresdner SV 2:6, KV Wolfsburg – ESV Lok Elsterwerda 3:5, Hohnstädter SV – KSV Bennewitz 8:0, Union Schönebeck – Germania Schafstädt 1:7

Dass die Luft in den Bundesligen dünner wird, spürten beide Neulinge zum Saisonauftakt mit Heimniederlagen. Doch es gab auch Lichtblicke in ihren Partien: Schönebeck konnte gegen Schafstädt am Start noch gut mithalten und punkten, Mittweida sammelte im Schlusspaar gegen Dresden die ersten Duellsiege ein. Von der Pole Position grüßt Hohnstädt nach einem souveränen Zu-Null-Sieg gegen Bennewitz. Die 123 Kegel, die die Ligabeste, Svenja Schade (Foto) aus Loburg, mehr als ihre Gegnerin erzielte, waren schließlich entscheidend beim 5:3-Heimerfolg der Blau-Weißen gegen Zerbst. Erstligaabsteiger Elsterwerda verteidigte das am Start errungene Kegelpolster in einer weitgehend ausgeglichenen Partie in Wolfsburg und siegte auswärts.

2. Bundesliga Süd Frauen

DKC / BW Freiburg – BC Schretzheim 5:3, DKC Alt Heidelberg – KC Schwabsberg 6:2, Goldener Kranz Durach – SKK Oberlauterbach 7:1, FC Seeshaupt – KRC Kipfenberg 2:6, KC Schrezheim II – SV Weidenstetten 4,5:3,5

Beide Neulinge siegten zum Saisonstart in Heimspielen und setzten sich gleich einmal an die Tabellenspitze. Zwischen Durach und Heidelberg schob sich Kipfenberg mit dem klaren Auswärtssieg in Seeshaupt. Der schon sicher geglaubte Freiburger Sieg dagegen geriet im Schlusssatz, als die Gastgeberinnen auf einmal 63 Kegel (!) gegen das Schretzheimer Schlusstrio verloren, ins Wanken. Am Ende aber rettete DKC/BW 26 Kegel Vorsprung ins Ziel und bezwang die Erstliga-Absteigerinnen. Am späten Nachmittag holte sich die Schrezheimer Startspielerin Margarete Lutz (Foto) mit 620 Kegeln den Ligabestwert und feierte am Ende mit der KCS-Reserve einen knappen, aber verdienten Heimsieg.