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Pauly DKBC-Pokal 2025/26, Final Four am 25./26. April 2026

Double für Liedolsheim und Zerbst / NBC-Pokalplätze gehen an Jena und Mörfelden / Bahnrekord für Bianca Golla mit 695 Kegeln

Vor ausverkaufter Halle holten sich am Wochenende die Deutschen Meister KV Liedolsheim bei den Frauen und Rot-Weiß Zerbst bei den Männern das nationale Double und gewannen den Pauly DKBC-Pokal. Für Liedolsheim ist es nach dem Weltpokalsieg sogar das Triple.

In engen Spielen – sogar mit Sudden Victory – sicherten sich die Frauen von Carl Zeis Jena und Olympia Mörfelden am Samstag die Finalteilnahme und freuen sich über ihr Startrecht im Oktober 2026 beim NBC-Pokal in Apatin. Platz 3 ging an den Königswarthaer SV und den SKC Unterharmersbach.

Fotos Siegerehrung / Informationen des Ausrichters

Finale Frauen

SV Carl Zeis Jena - KV Liedolsheim
1:7 (9,5:14,5; 3537:3666)
Live / Fotos

Der deutsche Meister schenkte den Gästen nichts auf dem Weg zum nationalen Double. Bianca Golla mit Bahnrekord von 695 Kegeln und Saskia Seitz mit 685, die ebenfalls über ihrem tags zuvor aufgestellten Bahnrekord blieb, glänzten in der Mitte um die Wette. Mit dem letzten Wurf klaute dann auch noch die eingewechselte Elena Stenger den Thüringerinnen am Schluss den fast sicheren zweiten Duellsieg doch noch. Den heimste die Teambeste auf Jenenser Seite, Selina Fuhrmann, ein - mit neuer persönlicher Bestleistung von 643 Kegeln. 

Finale Männer

Finale, Männer
Olympia Mörfelden - Rot-Weiß Zerbst

2:6 (11,5:12,5; 3766:3921) Live / Fotos

Eine homegene Leistung der Olympianer, die ihre Vortagsleistung bestätigten, aber auch Daniel und Christian Vonhof Wettkampffluidum gewährten. Da spielte ein Team, das sich eigentlich nicht so lange mit dem Abstieg beschäftigen müsste, wie es aber in dieser Saison lange Zeit war. Der Beste unter Gleichen war Alexander Conrad mit 636 Kegeln, er bezwang den neuen Inhaber der deutschen Pokalbestleistung, Lukas Funk (622) sogar vorzeitig. Den zweiten Duellsieg verpasste Silvan Meinunger (633) gegen die Kombination Timo Hoffmann (346)/Alex Karl (293) nur um sieben Kegel. Daniel Barth holte für den überzeugenden Favoriten den Partiebestwert mit 691 Kegeln. Zerbst gewann zum zehnten Mal das Double und schloss mit zehn Pokalsiegen zu Rekordhalter Bamberg auf.

Spiel um Platz 3, Frauen

Frisch Auf Leimen – Königswarthaer SV
2:6 (11,5:12,5; 3453:3463)
Live / Fotos

Am Start holten sich die Partiebeste Kira Nießner (612) und die Teambeste Josefa Hornig (607) die Duelle, Königswartha lag minimal mit neun Kegeln in Front. Weil bei Frisch Auf in der Mitte nicht viel lief und zweimal gewechselt werden musste zog Königswartha auf 3:1/58 davon. Die Sächsinnen hatten im künftigen Erstligaduell alle Vorteile auf ihre Seite gezogen - auch in den Sätzen führte der KSV mit 9,5:6,5 komfortabel. Weil aber Celina Eifler im Schlussdurchgang vorzeitig siegte und Sabine Steinmann über die Mittelbahnen in Front ziehen konnte, lagen vor den letzten 30 Wurf bei ausgeglichenen Duellen nur vier Kegel zwischen den Kontrahentinnen und Leimen führte 11,5:10,5 in den Sätzen. Unter ohrenbetäubendem Lärm in der Halle sicherte sich aber das KSV-Schlussduo beide Sätze und holte sich Platz 3. Die Entscheidung fiel dabei ab Wurf116, als Clara Paeschke erst Kegel1248 und anschließend auch Kegel126 sauber räumen konnte und von Steinmann wegziehen konnte sowie durch die offene Fünf, die Eifler anspielte und in ihren abschließenden drei Würfen nur noch räumen konnte, aber nicht mehr ins volle Bild kam.

Spiel um Platz 3, Männer

SKC Unterharmersbach – TSV Zwickau 
4:4 (13:11, 3772:3780)Live / Fotos

Die Partie war zwei Drittel lang ausgeglichen - und lief doch nur in eine Richtung. Vor dem Schlussabschnitt führte Unterharmersbach so mit 4:0/69 und 11:5-Sätzen. Dreimal siegten die Unterharmersbacher in den Duellen knapp, die meisten Kegel sammelte der Partiebeste Janos Brancsek in seiner Abschiedsvorstellung (er geht in die Heimat zurück) mit 678 Kegeln. Den Deckel drauf machten Axel Schondelmaier und Chris Dambacher mit den Startsiegen am Schluss. Dass Zwickau anschließend noch die beiden Duelle gewann und im Gesamt vorbeizog, zeugte vom ungebrochenen Kampfgeist der bereits geschlagenen Westsachsen, die in Schlussspieler Justin Lorenz mit 652 Kegeln ihren Besten hatten.