X. Einzel-Weltmeisterschaften 2026 Männer und Frauen in Schwaz (AUT)
Halbfinale am Samstag (06.06.26)
Tim Brachtel - Alen Kujundzic (SRB) 1:3 (687:698)
Marco Endres - Simon Malaga (SVK) 3:1 (654:631)
Bianca Golla - Anita Safrany (HUN) 4:0 (669:598)
Finale
Bianca Golla - Anja Vickovic ((CRO) 1:3 (639:662)
Im Finale traf Bianca Golla auf Anja Vickovic aus Kroatien. Den ersten Satz konnte die Deutsche mit 152:143 für sich entscheiden. Dann konterte Vickovic mit 177:152, die Kroatin übernahm die Führung beim 1:1/16. Bei den Männern hat Alen Kujundzic gegen Simon Malaga mit 340:325 bei ebenfalls ausgeglichenen Sätzen die Führung übernommen. Im dritten Sstz hatte Vickovic lange, das Zeptr in der Hand, ehe Golla mit drei Neunern im Räumen Obereasser bekam. Doch im vorletzten Wurf stellte sie sich eine offene Fünf. Die notwendigen drei Kegel zum Einstand -wie bei der Kroatin im letzten Wurf - fielen nicht. Mit 274:175 verlor Golla den Satz und lag 1:3/17 zurück. Im letzten Satz zündete es nicht mehr, ein Neuner, der die Hoffnung leben lassen würde, der fiel nicht im Räumen. Aber so sehr die Tränen liefen und auch verständlich sind. Hier spielte eine ganz Große des deutschen Sportkegelns sich dreimal auf den Silberrang. Im Paarkampf mit Luisa Ebert, im Einzel und in der Kombination.
Tim Brachtel, holt Gold in der Kombination, Bronze im Einzel und im Paarkampf mit Christian Wilke. Deutschland gewinnt die Nationenwertung mit 4x Gold, 3x Silber und 3x Bronze.
Der Auftakt für die Männer war schwierig, die Sätzr gingen an die Konkurrenten. Tim Brachtel (343) lag 0:2/22 hinten. Auch Endres (334) der den zweiten Satz mit jeweils Wurf ins volle Bild 162:163 verloren hatte, lag 0:2/19 zurück.
Dafür war Bianca Golla (333) auf Finalkirs und führte souverän 2:0/36. Sie brachte ihr Duell ebenso vorzeitig in trockene Tücher wie auch Alen Kujundzic, der mit dem letzten Wurf ins volle Bild das 3:0 gegen Tim Brachtel perfekt machte. Der Titelverteidiger war entthront, kehrt aber mit Bronze zurück. Und da ist ja noch die Kombination, die Brachtel klar anführt.
Einen Hoffnungsschimmer gab es für Marco Endres, der den Anschluss herstellen konnte und nach dem 171:168 nur noch 16 Kegel zurücklag.
Es reichte zwar nicht, aber der Newcomer kehrt mit Bronze von seiner ersten Männer-WM zurück. Auch Tom Brachtel sammelte fleißig Edelmetall. Nach Bronze im Paar und im Einzel winkt ihm Gold in der Kombination. Ihn zu verdrängen, geht fast nur über WR.
Einzel, Frauen/Männer - 3. Runde
Noch einmal zwei Medaillen gesichert
Im dritten deutschen Duell dieser Einzel-WM sollten sich Bianca Golla oder Celine Zenker die nächste deutsche Medaille und einen Startplatz im samstäglichen Halbfinale sichern. Golla eröffnete mit einer 170:148. Dazu versuchte die WM-Entdeckung, Marco Endres, gegen Lukas Huber ebenfalls den großen Wurf zu landen. Der gelang ihm mit 174:143, doch Huber konnte kontern mit 188:169, lag nur noch zwölf Kegel zurück. Golla gewnn auch Satz 2 und ging mit 342 Kegeln und 43 Kegel Vorsprung auf die zweite Hälfte. Dort verließ sie ihre Linie, Zenker fand Anschluss zum 1:2, lag aber immer noch 34 Kegel zurück.
Spannend wurde es zwischen Huber und Endres. Mit dem letzten Wurf fing der Österreicher Endres nochim zweiten satz ab (165:164) und führte 2:1. Das Gesamt sprach zwar weiter für Endres (507/+11), aber er musste den letzten Satz gewinnen. Und er gewann ihn, hat nach 676:662 eine Medaille sicher, wie auch Bianca Golla, die mit 635:619 bei Satzgleichstand gegen Celine Zenker siegte. Damit stehen drei Deutsche - inklusive Tim Brachtel – im samstäglichen Halbfinale.
Tim Brachtel legte einen erneut souveränen Auftritt hin, gewann 179:154 gegen Koell. Barth musste ein 159:164 gegen Kujundzic quittieren. Es blieb einseitig, auch wenn Koell (171) sich heftig wehrte, gegen die 176 von Brachtel war er machtlos. Für Barth ist die Aufgabe nach dem 156:177 gegen einen ebenso souveränen Kujundzic schier unlösbar geworden. Doch Barth kann mit 169:155 Kontern, es fehlen ihm "nur" noch 13 Kegel. Barth feiert das 3:0 mit einem Neuner schon vorzeitig gegen einen sich erneut wehrenden Koell. Und Barth - er holt weitere sechs in die Vollen auf. Doch unter Druck räumt der Serbe das Quäntchen besser und zieht ins Halbfinale ein. Am Ende siegt dr Serbe 3:1 (669:656), aber Bsrth hat alles gegeben. Brachtel peitscht seine eigene Kombi-Wertung um acht Kegel nach oben auf 1430 Kegel und besiegt einen starken Koell mit 4:0 (706:649)
Eine Medaille ist sicher
Im dritten deutschen Duell dieser Einzel-WM sichern sich Bianca Golla oder Celine Zenker die nächste deutsche Medaille und einen Startplatz um samstäglichen Halbfinale. Dazu versuchen die WM-Entdeckung Marco Endres gegen Lukas Huber, Daniel Barth gegen Alen Kujundzic und Titelverteidiger Tim Brachtel gegen Frederic Koell (FRA) ebenfalls den großen Wurf.
Marco Endres startete im ausgeglichenen Duell mit 165:162 gegen Lukss Funk. Celine Zenker brillierte mit 175:146 gegen die Italienerin, Bisnca Golla siegte 163:160 gegen die Ungarin. Endres (2:0/20) und Golla (2:0/13) haben die halbe Niete drin, bei Zenker 1:1/23 überwiegt noch das Gesamtplus. Celine Zenker (464) konnte anschließend auch 2:1/36 in Führung gehen, ein gutes Polster für das Weiterkommen. Das hat überraschenderweise Marco Endres (515) schon erreicht, er führte nach superstsrker Vorstellung gegen Lukas Funk (491) ebenso 3:0 uneinholbar, wie Bianca Golla (483) gegen Profanter.
Ein Deutscher gewinnt garantiert
Ein weiterer Deutscher neben Tim Brachtel und Daniel Barth erreicht auf jeden Fall die dritte Runde, in der es ab 16 Uhr am Nachmittag schon um eine Medaille geht. Mit Marco Endres und Lukas Funk gibt es ein deutsches Duell. Dazu wollen Celine Zenker gegen Nathalie Profanter (ITA) und Bianca Golla gegen Doroytta Bordacs-Szalai (HUN) auch bei der Frauen-Entscheidung weiter mitmischen, nachdem Luisa Ebert am späten Vormittag ausgeschieden ist.
Ein Durchgang Pause, dann gilt es für ein deutsches Quartett inklusive Deutschland-Duell.
Nervenspiel nach dritter Bahn
Mit Daniel Barth (gegen Ziga Pozar aus Slowenien) und einem 164:153 sowie Luisa Ebert gegen die Ungarin Gyongyi CsongradI mit einem 173:137 ging es gleich erfolgreich weiter. Barth setzte auch im zweiten Satz im Räumen den entscheidenden Doppelneuner, als Pozar Kegel45 stehen hatte und gewann 171:163. Luisa Ebert verlor zwar 150:156, gab aber durch eine abschließende Neun nur wenige Kegel preis (1:1/30). Doch im dritten Satz machten sich beide Deutsche angreifbar. Barth verlor beim 2:1 die Führung im Gesamt (-12) durch ein 143:177, Ebert (152:165) hatte zwar weiterhin ein Gesamtplus (+17), lag aber 1:2 hinten. Die Dramaturgie erinnerte an den gestrigen Tag mit Sarah Conrad. Und gegen die 176er-Abschlussbahn der Ungarin war dann auch kein Kraut gewachsen. Luisa Ebert schied mit 1:3 (637:634) aus. Daniel Barth zeigte Nervenstärke auf der Schlussbahn, zerstörte schnell die slowakischen Hoffnungen und gewann 3:1 (660:644).
Souverän in Duell und Kombi
Tim Brachtel eröffnete die 3. Runde gegen Uros Stoklas (MKD) mit einem 154:141. Souverän bestreitet der Titelverteidiger das Duell, geht mit 320 auf die zweite Hälfte, während Stoklas (282) so gar nicht bisher in die Partie kam. Aber auch als es bei ihm besser klappte (155), war Brachtel in seiner Konstanz nicht zu bezwingen (177). Mit 497 geht der Zerbster auf die letzte Bahn.Mit 657 Kegeln fuhr Brachtel ein 4:0 ein. In der Kombinationswertung (724/698) führt er übrigens weiterhin mit 30 Kegeln vor Lukas Temistokle (659/733).
Einzel Frauen/Männer - 2. Runde, 4. Juni 2026
(Noch) vergebliche Weltrekordjagden
Den Abschluss dieses langen Zweitrunden-Tages bestritt Bianca Golla gegen Cintia Balintfy aus Ungarn. Die amtierende deutsche Einzelmeisterin knüpfte an die Performance des vorherigen Durchgangs an. Golla gewann zum Auftakt mit 172:151. Im zweiten legt sie noch drauf, wechselt mit 349 Kegeln auf die dritte Bahn, führte 2:0/58 sehr dominant. Die Halle tobte drumherum, weil Lukas Temistokle (AUT) die 200 nur um zwei Kegel verpasste, aber mit fulminanten 382 Kegeln wechselte. Golla (515) und Temistokle (563) hatten ihr Duell in der Tasche, aber da war noch mehr drin... war es auch, aber es fehlte ganz wenig zum ganz großen Wurf. So mischte sich bei Lukas Temistokle (733) und Bianca Golla (669) etwas Wehmut in die Freude. Denn die Weltrekordjagd (738 - 691) war (noch) vergeblich.
Triple in for Germany
Ein Durchgang ohne deutschen Starter, dann geht es gleich im Trio weiter mit Celine Zenker, Marco Endres und Lukas Funk. Celine Zenker war sofort auf Kurs, gewann 162:145 gegen Ljiljana Frenc (SRB). Marco Endres zog hingegen gegen Bartosz Krug (POL) mit 160:170 den Kürzeren, auch Lukas Funk lief gegen rik Kuna (SVK) einem Rückstand (172:177) hinterher.
Der zweite Satz war komplett deutsch. Das Trio fuhr ein Triple ein. Zenker (321) lag 2:0/26, Endres (334) 1:1/39 vorn, Funk (339) nur 1:1/-3 hinten.
Und Zenker holt sich mit Willen den Duellsieg (3:0/479/+35). Nun führte auch Funk (507) 2:1/8. Und auch Endres hatte das Spiel komplett gedreht, führte souverän 2:1/52 - da sollte nichts mehr schiefgehen. Und wie Zenker (604, 3:1) – auch das Männer-Duo um Funk (676, 3:1) und Endres (653, 3:1) machte das "Triple in for Germany" perfekt.
Double out - klar und Krimi
Zum Doppelstart gingen Sarah Conrad (gegen Laura Runggatscher) und Jürgen Pointinger (gegen Zsombor Zapletan) auf die Bahn. Conrad feuert eine 183er-Bahn und zwingt Runggatscher (130) dazu, ihr Glück in drei Satzsiegen zu suchen. Den zweiten gewann sie (155:150). Pointinger dagegen geriet klar mit 147:169 gegen den Ungarn in Rückstsnd. Weil er sich im Wurf59 Kegel56 stellte, verlor er auch den zweiten mit 170:171 und lief 33 Kegeln hinterher. Im dritten Satz machte Zapletan den Sack zu (181:165). Und auch für Conrad wurde es ein Spiel der Nerven. Ihr Doppelfehler (schon 6 und 7) auf Kegel4, brachte Runggatscher wieder ins Spiel, die einen Vierer räumte und mit einer Neun Conrad zwang. Sie brauchte eine 7 - es wurden vier. Jetzt führte die Italienerin, von Fabian Lutz betreut, mit 2:1. Conrad brauchte den Satzsieg. Den hatte sie nach den Vollen klar vor Augen, doch Runggatscher räumte besser, auch wenn Conrad diesmal fehlerfrei blieb. Die Italienerin konnte ihr Glück kaum fassen. Wie Jürgen Pointinger schied auch Sarah Conrad aus.
Duell auf Augenhöhe - wieder Vorteil für Luisa Ebert
Luisa Ebert bekam es mit der Slowenin Tea Repnik zu tun. Beide duellierten sich auf Augenhöhe, bei der PBL (Ebert 662) lagen sie nur acht Kegel auseinander, im Paarkampf (Ebert 628) waren es auch nur zwölf. Immer hatte die Deutsche die Nase vorn. Ausgeglichen lief auch der Start: Weil Ebert Kegel24 einzeln räumte, kam sie nicht mehr ins volle Bild, die Slowenin gewann 155:149. Es blieb spannend, denn Ebert drehte das Match, verpasste sogar ein paar Kegel mit einer Drei ins volle Bild, aber sie lag zur Halbzeit bei 299 Kegeln vier vorn (Satz 150:140). Im dritten machte sie es besser mit einer abschließenden Acht vergrößerte die beim 2:1 ihr Plus auf 15 Kegel (Satz 161:150). Den Vorsprung ließ sie sich nicht nehmen, war am Ende sogar deutlicher (621:594) beim 3:1-Sieg vorn.
Spiel gedreht - Daniel Barth sicher weiter
Daniel Barth muss gegen Jaroslav Hazva einen 159:175-Rückstand hinterherlaufen. Den konnte er im zweiten Satz fast ausgleichen, auch wenn die Sieben ins volle Bild ihm einen Kegel Rückstand statt einem Kegel Vorsprung einbrachte. Dafür legte er mit einer 183er-Bahn anschließend 20 Kegel zwischen sich und den Tschechen bei einer 2:1-Führung (508:488). Anschließend brachte er das Duell (681:651) sicher mit 3:1 nach Hause.
Dritte Bahn reichte Diana Langhammer nicht
Im ersten Satz und letzten Satz fehlten Diana Langhammer am Ende die Kegel, um Nastasa Ravnic beim 3:1-Sieg zu gefährden. Nach dem 0:1-Start (144:160) deutete Langhammer schon auf der zweiten Bahn in die Vollen (105:97) ihr Potenzial an, auch wenn er am Ende noch 157:160 verloren ging. Cool, dass sie dem 0:2-Druck standhielt und den dritten Satz deutlich (162:153) für sich entscheiden konnte. Mit 463 Kegeln fehlten ihr nur neun Kegel zur Kroatin. Doch da sie den Start im Schlusssatz nicht optimal erwischte brauchte sie im Räumen Neuner, doch es wurden eben nur Achter. Ravnic brachte das Duell sicher über die Ziellienie.
Vorentscheidung für Brachtel im 3. Satz im deutschen Duell gegen Wilke
Das rasende deutsche Duell begann mit einem Paukenschlag. Christian Wilke, gerade so noch in die TOP32 gekommen brillierte mit 185:176 gegen Titelverteidiger Tim Brachtel. Auch im zweiten Satz hielt der Sprint-Weltmeister dagegen und unterlag nur 170:171. Die Vorentscheidung fiel im Räumen des dritten Satzes, als Brachtel mit Neunern in Wurf18 und 23 ein schwächeres Bilderräumen dazwischen kompensierte und dann im Flow die Vorentscheidungen Kegel zwischen sich und seinen Zerbster Teamkollegen legen konnte (181:145). Der Jubel am Ende bei Brachtel (698) war verhalten, denn nur einer der beiden Klassegegner konnte eine Runde weiterziehen. Wilke (670) schied erhobenen Hauptes aus und nimmt Bronze vom Vorkampf mit nach Hause.
Tandemwettbewerbe - 3. Juni 2026
Mit Gold für Sarah Conrad und Luisa Ebert im Tandem Frauen endeten die Tandemwettbewerbe am Mittwoch (30.06.26) bei der Einzel-WM in Schwaz. Das deutsche Gold-Paar zeigte starke Nerven und setzte sich im Sudden Victory im Halbfinale und Finale durch. Zum Auftakt hatte es außerdem einen neuen Weltrekord mit 352 Kegeln aufgestellt. Tim Brachtel/Jürgen Pointinger schieden im Viertelfinale, Diana Langhammer/Marco Endres in der 1. Runde jeweils im Sudden Victory aus.
Neu im WM-Revival Schwaz 2026
Erstrunden-Aus im Tandem Mixed
Kaum waren die Umarmungen beendet, die letzten Fotos geschossen, da ging es schon um den nächsten Wettbewerb. Im Tandem Mixed gestalteten Diana Langhammer und Marco Endres als Neuling-Express den Auftakt mit 156:152 erfolgreich gegen das französische Duo. Doch die konnten ausgleichen und Deutschland legte vor im Sudden Victory. Aber schnell übernahmen die Franzosen das Zepter, danach reichte es nicht mehr ganz in der Aufholjagd beim 25:27.
In Sudden Victorys Medaillenglanz aufpoliert
Im Finale gewannen Sarah Conrad/Luisa Ebert den ersten Satz gegen Paula Polancsak/Anja Vickovic 159:148. Im zweiten allerdings schlugen die Kroatinnen zurück, spielten 181 Kegel, aber es stand nur 1:1. Nervenstark agierten beide Deutsche im SV, zwangen die Kroatinnen im letzten Wurf zur Neun, die fiel nicht, Sarah Conrad gewann ihre erste Medaille bei dieser WM, Luisa Ebert, ihre zweite: die eine vor und die andere nach ihrem Geburtstag. Besser kann Frau sich nicht beschenken.
Im Halbfinale trafen Sarah Conrad/Luisa Ebert auf Anita Safrany/Boglarka Hari. Mit einem fantastischen Endspurt überflügelten sie im ersten Satz die lange führenden Ungarinnen mit 167:149. Doch die gewannen den zweiten 155:137 - SV. Den gewannen sie 31:21 und stehen im Finale.
Viertelfinale: Männer-Duo unterlag im SV
Schon im zweiten Duell (16 Tandems sind jeweils am Start) ging es um eine Medaille. Und für Sarah Conrad/Luisa Ebert sah es gut aus. Sie blieben im Flow, gewannen gegen die Estinnen mit 151:129 den ersten Satz souverän. Im zweiten wurde es spannender, weil Conrad ein Fehler unterlief und so die Estinnen die Chance hatten, mit einer Neun den Satz-SV zu erreichen. Die Estin spielte eine 7 - die Medaille für das deutsche Team war gesichert.
Anschließend trafen Tim Brachtel/Jürgen Pointinger auf das Gastgeber-Duo mit Matthias Zatschkowitsch/Lukas Temistokle. Beide gewannen jeweils einen Satz, so musste das ausgeglichene Duell der SV entscheiden. Deutschland spielte vor, ohne Druck aufbauen so können. Die Freude bei den Österreichern war groß, da ihnen die Medaille sicher war. Für das deutsche Duo beginnt die Regeneration auf das Einzel mit den K.-o.-Runden morgen.
Auch Tim Brachtel/Jürgen Pointinger starteten mit 149:134 erfolgreich gegen das rumänische Duo und ließen sich auch im zweiten Satz (164:140) nicht die Butter vom Brot nehmen.
Tandem Frauen: Weltrekord zum Auftakt
Im ersten Satz spielten Sarah Conrad/Luisa Ebert starke 175 Kegel, die aber auch notwendig waren, denn die Polinnen drückten mit 164 ebenfalls mächtig auf die Tube. Und es lief im deutschen Duo, die legten auf der zweiten Bahn noch zwei drauf und pulverisierten den Weltrekord von Selina Thiem/Saskia Gubitz aus der Vorwoche um 26 Kegel auf 352 Kegel.
Sprint - 2. Juni 2026
Mit einem wahren Siegeszug - ohne Satzverlust und mit 248 knapp unter Weltrekord - holte sich Daniel Barth den Sprint-Weltmeistertiel. Jana Wallishauser erreichte das Viertelfinale, die anderen deutschen Starter:innen schieden in der ersten Runde aus. Bianca golla blieb dabei mit 242 Kegeln nur drei Kegel unter dem Weltrekord, unterlag aber im Sudden Victory.
Endspiel gegen Ex-Klubgefährten
Der Tag kostete schon gewaltig Körner, doch Daniel Barth (103) hatte mehr Präzision als Igor Kovacic, der nie in Schlagdistanz kam und 89 Kegel erzielte. Der zweite Satz verlief wesentlich ausgeglichener, doch als es darauf ankam, parierte er jede Attacke des Serben und siegte 2:0. Der neue Sprint-Weltmeister kommt wieder aus Deutschland. Daniel Barth feiert sein zweites Männer-Gold mit einer beeindruckenden Vorstellung über den ganzen Tag hinweg.
Halbfinale: Fast standesgemäß mit Neuner
Im Halbfinale konnte er den Slowenen Ziga Polgar im ersten Satz auf Distanz halten und schon mit Wurf19 das 1:0 absichern. Im zweiten setzt er stsadesgemäß fast schon am heutigen Tag die Entscheidung mit einem Neuner im vorletzten Wurf.
Viertelfinale: Daniel Barth sichert Medaille
Daniel Barth entnervte mit sicherer Gasse und 130 Kegeln im ersten Satz den Serben Alen Kujundzic, der bei 104 hängen blieb. Im zweiten Satz feuerten beide aus allen Rohren, doch Barth behielt mit einem sicheren Räumer auf Kegel124 vorn und siegte bei 248 Kegeln - sechs unter Weltrekord - mit 2:0.
Einen Schritt vor der Medaille bekam Jana Wallishauser keinen Zugriff auf Amela Imsirovic, die den Satz so für sich entscheiden konnte. Weit weg war die Deutsche nicht, das machte Hoffnung für den zweiten Satz. Die Vorentscheidung fiel im zweiten Satz allerdings schon im ersten Bild. Beide stellten sich ein schwieriges Bild, die Kroatin räumte in drei, Wallishauser in fünf Verduchen. Es wurde ein 0:2 und leider keine Medaille.
2. Runde: Enge Kiste - aber Medaille wird greifbar
Daniel Barth bekam es mit dem Ungarn Zsambor Zapletan zu tun. Souverän hielt er den Altmeister auf Distanz und entnervte ihn im zweiten Satz frühzeitig. Der Zerbster ist die zweite Medaillenhoffnung des einstigen Sextetts.
Kegel 45 entschieden den ersten Satz nach ausgeglichenem Verlauf gegen Jana Wallishauser in ihrem Duell mit Maria Ciobanu. Die Rumänin räumte im 19. Wurf beide Kegel und kam ins volle Bild, was Wallishauser verwehrt blieb. Im 2. Satz wäre ihr ein Fehler auf Kegel457 fast zum Verhängnis geworden, doch die Rumänin ließ mit Kegel159 im Anwurf noch einmal Luft heran, den Wallishauser nutze. Im entscheidenden dritten Wurf im SV machte sie die enge Kiste dann vorzeitig zu.
Männer: Daniel Barth wurde ebenfalls zum Einzelkämpfer
Lukas Funk räumte nach ausgeglichenen Vollen sicher gegen Mate Nemeth, der für sein erstes Bild fünf Wurf benötigte - zuviel im Sprint. Doch da er die für das Satzremis nötigen Kegel im letzten Wurf des zweiten Satzes traf und dann einen fast perfekten SV (24 Kegel) spielte, stand er schon vor Funks letztem Wurf in der nächsten Runde.
Als es für Daniel Barth um den ersten Satz ging, fehlten Kugeln. Die notwendige Bahnjustierung brachten ihn nicht aus dem Konzept und er brachte den Satz gegen Marek Soot (EST) nach Hause. Im zweiten Satz zog er souverän davon und mit 2:0 in die 2. Runde
Tim Brachtel eröffnete das Männer-Trio im Duell mit Michal Pytlik (CZE). Den Vorteil, den sich Pytlik mit einem eröffnenden Neuner im Räumen verschaffte, konnte Brachtel im 1. Satz nicht kompensieren und geriet in Rückstand. Auch im 2. Satz machte der Tscheche mit dem Räumer von Kegel24 in Wurf19 alles klar und zog mit 2:0 in die nächste Runde.
Frauen, 1. Runde: Nur Jana Wallishauser weiter
Jana Wallishauser hatte mit der ehemaligen Sprint-Weltmeisterin Heret Ots eine ausgesprochene Spezialistin als Kontrahentin. Im ersten Satz besiegte sie Ots souverän, ihren stärkeren zweiten Satz konterte sie entscheidend im Räumen und setzte sich mit 2:0 durch.
Bianca Golla spielte drei unter Weltrekord und musste doch in den SV, weil ihr Clara Sedlar den zweiten Satz mit 118:112 entreißen konnte. Als Anspielerin im SV gelang es Golla keinen Druck aufzubauen, so dass sie ins Hintertreffen geriet und bitter ausschied.
Celine Zenker konnte zum Auftakt ihre Vorteile im Spiel (Neuner in Wurf13 im ersten Satz, Volle-Führung und Fünfer-Räumer in Wurf12) nicht nutzen und schied 0:2 aus, da es ihr im 1. Satz auch nicht gelang, auf Kegel24 den Satz-SV zu erzwingen.
Paarkampf Männer – 1. Juni 2026
Paarkampf Männer
Gold: Lukas Funk 690/ Daniel Barth 682 – 1372 Kegel (WR)
Silber: Lukas Huber 712 / Philipp Vsetacka (AUT) 652 – 1364 Kegel
Bronze: Tim Brachtel724/ Christian Wilke 637 - 1361 Kegel
... 12. Jürgen Pointinger 653 / Marco Endres 651 – 1304 Kegel
Mit Gold und Bronze für Deutschland und allen Keglern in der K.-o.-Runde endete der Paarkampf der Männer. Synchron spielten sich Lukas Funk und Daniel Barth zu Gold mit neuem Weltrekord. Dank des Tagesbestwertes von 724 Kegeln durch Tim Brachtel spielte sich das zweite deutsche Duo – mit Christian Wilke – auf den Bronzerang.
Ausrufezeichen des Titelverteidigers
Den Abschluss bildeten Einzel-Weltmeister Tim Brachtel und Sprint-Weltmeister Christian Wilke. Geballte Power unter anderem gegen das Gastgeberduo der Team-Weltmeister Lukas Temistokle und Matthias Zatschkowitsch. Die deutschen Startbahnen konnten sich sehen lassen: 173 Brachtel, 169 Wilke. Brachtel hielt die Pace auf 344, Wilke nur wenig dahinter, gegen die Österreicher waren das 25 Kegel plus.
Nach den 195 von Brachtel auf der dritten Bahn war das schon lange führende Medaillentrio nur noch vom deutschen Team auf der Bahn zu gefährden. Deutschland spielte sich auf zwei Medaillen davon, eine würde Gold sein - für wen? Brachtel flog zu 724, Wilke kämpfte sich zu 637. Das reicht für Bronze und zum Duell 1.-32. in der 2. Runde. Die neuen Weltmeister mit Weltrekord von 1372 Kegeln aber heißen Lukas Funk und Daniel Barth.
Strahlender Newcomer
Das zweite Duo ist gespickt mit Erfahrung und Hoffnung. Jürgen Pointinger schon seit 2019 bei den Männern dabei und Männer-Neuling Marco Endresgingen gemeinsam auf die Bahn. Endres zeigte mit 174 keinerlei Nervosität, Pointinger ist noch am Justieren, dafür spricht auch einer seiner so seltenen Fehler (147). Zur Halbzeit rangieren sie sich in einem bislang sehr ausgeglichenen Achterfeld mit 637 Kegeln ein. Heißt auch: Noch droht der deutschen Führung von Funk/Barth keine Gefahr. Dabei blieb es, mit einem strahlenden Marco Endres mittendrin, der mit 651 Kegeln sicher die Qualifikation schafft, und sich mit Jürgen Pointinger (653) auf Platz 11 einreiht.
Feuerwerk mit Schweizer Präzision
Mit Lukas Funk (517) und Daniel Barth (512) ging drei Bahnen lang ein Feuerwerk hernieder, das von einer schweizerischen Präzisionsmaschine gesteuert war. Das große Finale war der Angriff auf die Spitze, die Erik Kuna (646) und Simon Malaga (701) aus der Slowakei mit 1347 Kegeln gesetzt hatten. Und dann flog auch noch der österreichische Adler mit Lukas Huber (712) und Philipp Vsetacka (652) heran, doch das deutsche Gespann mit 690 (Barth) und 682 (Funk) war nicht zu bezwingen Die Deutsch-Kombi klaute mit 1372 Kegeln den Gastgebern (1364) die Führung, Huber übernahm im Single-Klassement die Führung mit 712 Kegeln.
Paarkampf Frauen – 31. Mai 2026
Germany 1 mit Bianca Golla und Luisa Ebert konnten früh eine Bestmarke setzen, die bis in den letzten Durchgang Bestand hatte. Dann aber kam der Hungary-Express ohne Zwischenhalt mit einer überragenden Boglarka Hari, die nur acht Kegel unter dem Einzel-Weltrekord von Alina Dollheimer blieb. Gemeinsam mit Anita Safrany stellte das ungarische Duo einen neuen Weltrekord auf. So blieb es beim Silberglanz und fünf deutschen Starterinnen, die wir in der Einzelkonkurrenz wiedersehen werden.
Die Einzel-Qualifikation war erstmals ein medaillenträchtiger Wettbewerb, denn sie wurde als Paarkampf ausgetragen. Somit gb es am Abend Sieger:innen und Platzierte sowie 32 Frauen, die sich über einen Startplatz in der ersten Einzel-K.-o.-Runde am Donnerstag (06.06.26) freuen konnten. Darunter waren auch außer Jana Wallishauser (34.), der sechs Kegel fehlten, alle deutschen Spielerinnen.
Paarkampf Frauen, Endstand
Gold: Boglarka Hari 682 / Anita Safrany 647 (HUN) – 1329 Kegel (WR)
Silber: Bianca Golla 651 / Luisa Ebert 628 - 1279 Kegel
Bronze: Natasa Ravnic 633 / Anja Vickovic – 1272 Kegel
...5. Sarah Conrad 626 / Celine Zenker 634 – 1260; 11. Jana Wallishauser 596 / Diana Langhammer 609 – 1205
602 waren der Scheidebecher in der Einzel-Quali
Das dritte deutsche Startpaar bildeten Jana Wallishauser und Auswahl-Neuling Diana Langhammer. Ihr Auftakt war etwas verhaltener mit 149 (Langhammer) und 139 (Wallishauser). Richtig Power hingegen kam von Anita Safrany, 163 / Boglarka Hari, 169 aus Ungarn. Und das Duo feuerte weiter (178/175) und griff Gold an. Jana Wallishauser kam ebenfalls mit 163 ins Spiel, wechselt mit 302, Langhammer klebt bei 290. Die Ungarn bleiben beisammen und homogen auf Goldkurs, weit und breit ist niemand der Bianca Golla/Luisa Ebert Silber entwenden kann. Diana Langhammer stabilierte sich und kämpfte erfolgreich um die 600, Jana Wallishauser hatte sie zumindest vor Augen. Die aber mussten es für einen Platz unter den Besten 32 sein. Mit 609 konnte sich Diana Langhammer als fünfte deutsche Spielerin für die K.-o.-Runde qualifizieren, mit 596 fehlten Jana Wallishauser sieben Kegel zum Wiedersehen am Donnerstag.
Pace nicht ganz gehalten - vorerst auf vier
Vor Sarah Conrad/Celine Zenker hatten sich Csongradi/Bordacs-Szalai (HUN) mit 1265 auf Rang 2 geschoben. Auch das zweite deutsche Paar konnte einen sehr guten Start hinlegen. Celine Zenker überzeugte mit 169, aber auch Sarah Conrad war mit 156 trotz eines Fehlers auf Kegel4 sehr gut im Rennen. Fast gleichauf, dank Conrads 165, gingen sie mit 327 (Zenker) und 321 in die zweite Hälfte.
Dort aber verloren sie zunächst den Kontakt zu Nastada Ravnic/Anja Vickovic, die sich anschickten, die Spitze zu attackieren. Doch die Kroatinnen reihten sich mit 1272 Kegeln auf Rang 2 ein, 17 Kegel hinter Bianca Golla/Luisa Ebert. Conrad/Zenker lagen mit 1260 auf Platz 4 - zu Platz 3 fehlten fünf Kegel.
Startpaar konnte überzeugen
Mit starken 75 Räumern konnte Bianca Golla auf der Startbahn einen ersten Akzent setzen. Die Liedolsheimerin kam auf 172 Kegel, Neben ihr die Bambergerin Luisa Ebert auf solide 148 Kegel. Den ersten Richtwert der Konkurrenz hatte zuvor BIH mit 1246 Kegeln gesetzt.
Golla setzte den starken Auftakt fort, hatte Probleme nur mit einem Bild auf der dritten Bahn und ging mit 499 Kegeln auf die letzte Bahn. Ebert konnte sich immer steigern und lag mit einer 168 auf der dritten Bahn und 467 im Gesamt in Schlagdistanz. CRO mit Sedlar/Imsirovic konnten noch am ehesten mithalten, lagen nur 25 Kegel hinter dem deutschen Duo.
Doch die Deutschen hielten den Vorsprung, Golla spielte 651, Ebert rückte mit ihrer starken zweiten Hälfte und 628 nochmals etwas näher. Das deutsche Duo übernahm mit 1279 Kegeln die Führung vor den Kroatinnen (1257).
Eröffnung– 30. Mai 2026
Die Eröffnungsveranstaltung der X. Einzel-Weltmeisterschaften Frauen und Männer fand am Sonntag (30.05.26) statt. Die deutsche nationalmannschaft Frauen inspizierte bereits die Bahnen. Das Männer-Team reist am Sonntag an.