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XXIII. Weltmeisterschaften 2026 der U23 in Schwaz (AUT)

Einzel/Kombi: Krönender Abschluss mit Gold und Silber durch Fabian Zimmermann

Deutsche Ergebniss(in Klammern Teamergebnis):
Selina Thiem (602) - 633 - 1235
Josefa Hornig (614) 585 - 1199
Tim Radina (638) 660 - 1298
Fabian Zimmermann (645) - 681 - 1326
Saskia Gubitz (658) / Raven Michel (669-622-1291), Jonas Bähr (662-645-1307)

Im Herzschlagfinale sah Fabian Zimmermann, wie Milan Varvolgyi aus Ungarn immer näher kam, am Ende auf 680 Kegel kam und Zimmermann mit einem Kegel mehr im Einzel Gold gewann und in der Kombination hinter dem Ungarn Silber gewann. Tim Radina wird im Einzel Vierter. Ihm fehlen zwei Kegel zu Bronze.

Führungswechsel in beiden Gruppen: Fabian Zimmermann schraubte den Tagesbestwert auf 681 Kegel. Auch Bruns Janjic übernahm die Pile Position mit 676 Kegeln. Zuvor hatten sich schon Paula Polancsak (654) und Nikola Tobolova (648) schoben sich vor Selina Thiem geschoben, die inzwischen Fünfte ist.

Hinter Tadic hatte sich zunächst Tim Radina mit 660 Kegeln einsortiert.

Mateja Tadic hatte mit 662 Kegeln in der U23 männlich die Führung übernommen, Josefa Hornig konnte an ihre gute Leistung im Teamwettbewerb nicht anknüpfen und kam auf 585 Kegel. Selina Thiem führt weiterhin.

Selina Thiem setzte den ersten Fixpunkt in der Einzelkonkurrenz. Der Start mit 104 Vollen und vor allem das fast perfekte Räumen auf der dritten Bahn (Gesamt 173) setzten die folgende Konkurrenz unter Druck. In der U23 sorgte Damian Knapp (SVKk) mit 654 Kegeln für den ersten Richtwert.

Tandem: Tim Radina/Raven Michel holen Silber, Bronze für Zimmermann/Bähr und Gubitz/Thiem

Tandem männlich/weiblich, Donnerstag (28.05.26).

Drei Medaillen für Tim Radina/Raven Michel (Silber), dazu Bronze für Saskia Gubitz/Selina Thiem und Fabian Zimmermann/Jonas Bähr und ein neuer Weltrekord für Gubitz/Thiem mit 326 Kegeln - Deutschland schürfte ordentlich in der Bergbauregion.

U23 weiblich
1. Runde:
Saskia Gubitz/Selina Thiem – Tanja Proll/|Nina Unger (AUT) 29:26 SV, (285:281)
Josephin Liss/Paula Straub – Tereza Krizova | Sobiskova Nikola (CZE) 23:25 SV (310:304, 1. Satz 17:18 SV)

2. Runde
Saskia Gubitz/Selina Thiem – Julia-Emese Szabo/Nora Kadar (ROU) 2:0 (322:314)

Viertelfinale
Saskia Gubitz/Selina Thiem – Panjan Kaja | Cvetkovic Eva (SLO) 2:0 (326 (WR):273)

Halbfinale
Saskia Gubitz/Selina Thiem – Sivakowa/Zaturova SLO) 20:21 im SV, 1:1 (289:289)

U23 männlich
1. Runde

Alex Karl/Justin Moshacke – Gasper Mlakar/Luka Zafran (SLO) 0:2 (281;339)
Fabian Zimmermann/Jonas Bähr – Flavius Marian/Lucas Aldea (ROU) 2:0 (315:287)
Tim Radina/Raven Michel – Niko Kalvi/FrankoPerkovic (CRO) 2:0 (323:306)

2. Runde
Fabian Zimmermann/Jonas Bähr – Michael Waldner/Noah Steinacher (ITA) 2:0 (335:284)
Tim Radina/Raven Michel – Ivan Milosavljevic/Veljko Barac (SRB) 2:0 (296:260)

Viertelfinale
Fabian Zimmermann/Jonas Bähr – Mlakar Gasper | Zafran Luka (SLO) 26:24, 1:1 (306:302)
Tim Radina/Raven Michel – Safranek Ondrej | Novotny Jiri (CZE) 2:0 (339:283)

Halbfinale
Fabian Zimmermann/Jonas Bähr – Tim Radina/Raven Michel 21:32 im SV, 1:1 (290:314)

Finale
Tim Radina/Raven Michel - Robert Kluka/Patrik Kovacs (SLO) 0:2 (281:308)

Saskia Gubitz gewann Silber im Sprint.
Saskia Gubitz gewann Silber im Sprint.

Geithel/Meinunger verpassen Medaille im Sudden Victory

Vanessa Geithel/Silvan Meinunger scheiterten am österreichischen Duo Proll/Waldhauser in der 2. Runde, Josefa Hornig/Raven Michel in der 1. Runde jeweils im SV.

Tandem Mixed
1. Runde

Josefa Hornig/Raven Michel 

Rafael Waldhauser/Tanja Proll (AUT) 23:24 SV

Vanessa Geithel/Silvan Meinunger –

Martyns Fiedler/Mikolaj Barkowiak (POL) 26:17 SV GER

Viertelfinale

Vanessa Geithel/Silvan Meinunger – Rafael Waldhauser/Tanja Proll (AUT) 29:32 SV

Saskia Gubitz holt Silber im Sprint

Die besten deutschen Sprinter:innen sind Saskia Gubitz, die Silber holte. Im Sudden Victory unterlag die der neuen Weltmeisterin Anja Vickovic aus Kroatien knapp.  Jonas Bähr erreichte das Viertelfinale. Gubitz siegte bis ins Halbfinale ohne Satzverlust, Bähr blieb in der 2. Runde mit 249 Kegeln nur knapp unter dem Weltrekord.

Für das andere deutsche Trio war in der 1. Runde Schluss nach Sudden-Victory-Entscheidungen.


U23 weiblich, 1. Runde

Clara Paschke – Justyna Buksinska (POL) 16:19 SV, Saskia Gubitz – Larisa Bertok (SLO) 2:0
2. Runde: Saskia Gubitz – Amela Imsirovic (CRO) 2:0
Viertelfinale: Saskia Gubitz -  Maria Marin Della (ROU) 2:0
Halbfinale: Saskia Gubitz - Paula Polanscak (CRO) 22:17 SV

Finale: Saskia Gubitz - Anja Vickovic (CRO) 17:21 SV

U23 männlich
1. Runde

Jonas Bähr – Niklas Steger (AUT) 2:0, Silvan Meinunger – Casper Rasmussen (DEN) 18:20 SV
12:30 Uhr Fabian Zimmermann – Kaspar Laks (EST) 17:24 SV
2. Runde: Jonas Bähr – Matevz Vilhar (SLO) 2:0
Viertelfinale: Jonas Bähr – Jakob Kurylo (POL) 19:20 SV

Tandem Mixed
1. Runde
17:40 Uhr Josefa Hornig/Raven Michel – Rafael Waldhauser/Tanja Proll (AUT), Vanessa Geithel/Silvan Meinunger – Martyns Fiedler/Mikolaj Barkowiak (POL)

Viertelfinale 18:20 Uhr
Halbfinale 19:00 Uhr
Finale 19:40 Uhr

Wahnsinnsfinish! Deutschland verteidigt Gold

Das deutsche Aufgebot:

Jonas Bähr (SKC Unterharmersbach), Alex Karl (Rot-Weiß Zerbst), Silvan Meinunger (Olympia Mörfelden), Raven Michel (SV Wernburg), Justin Moshacke (TSV Breitengüßbach), Tim Radina (SC Regensburg), Fabian Zimmermann (SKC Unterharmersbach),

In einem Herzschlagfinale holte verteidigte das deutsche Septett den Titel von Brezno 2024. Herausragend dabei Raven Michel, der als Schlussspieler im letzten Satz die zu diesem Zeitpunkt führenden Slowaken abfing und Gold sicherte. Neben dem Wernburger erreichten Jonas Bähr (662), Fabian Zimmermann (645) und Tim Radina (638) das Einzelfinale. Alex Karl (611) verpasste es um fünf Kegel. 

Deutsche U23 männlich, hinten von links: Fabian Zimmermann, Silvan Meinunger, Justin Moshacke, Jonas Bähr, Axel Schondelmaier (Nationaltrainer U23 männlich); vorne von links: Tim Radina, Raven Michel, Alex Karl und Manuel Hopfe (Co-Nationaltrainer U23 männlich).

Der erfolgreiche Wechsel im deutschen Team (3149 Kegel) lässt die Gold-Hoffnung leben, weil die Slowakei zwar um zwei Kegel vorbeizog (Lukas Nestes spielte 659 Kegel), aber Schlussspieler Raven Michel im direkten Duell mit Robert Kluka alles richten kann. Was für ein Fight. Ungarn (3757) kann nur noch abwarten.

Michel nimmt mit 168 Kluka auf der ersten Bahn einen Kegel ab. Das Kopf-an-Kopf-Rennen wird noch einmal zugespitzt. In diesem Pace geht es für beide nur um Gold und Silber. Michel kämpft, spielt starke 162, doch Kluka kann immer wieder vorlegen und nerven - 174.  Er holt 14 Kegel zurück, die Slowakei liegt 15 Kegel voraus. Keiner leistet sich einen Fehler... Kluka dann auf der dritten Bahn mit zwei Fehlern und dennoch 160. Michel toppt dies mit 166 und reißt die Halle mit. Ein Neuner trennt beide Teams. Und genau die holt Michel in die Vollen auf. Die Halle steht und nun ist das Momentum auf der deutschen Seite. Michel setzt Kluka unter Druck und er zeigt Nerven. Michel spielt Deutschland mit 3818 Kegeln wieder ins Goldland. Der Titel ist verteidigt - was für Teufelskerle. Die Slowakei (3797) gewinnt Silber, Ungarn wird Dritter.

Silvan Meinunger kam doch ins Spiel, das für ihn aufgrund der Hektik aber jetzt mit Wurf61 erst so richtig begann. Und nun liefert er auch 108 Volle sind der Ausgangspunkt, dass er im Gesamt letztlich mit 438 auf die letzte Bahn gehen kann.

Der Young-Shooting-Star des Jahres, Justin Moshacke vom TSV Breitengüßbach feiert seine Premiere in der deutschen Auswahl. Schon das ist ein Mega-Erfolg. Doch er kann noch viel mehr. Betreut wird er von Manuel Hopfe. Halten auch die Nerven? Jedenfalls hat er die erste und schwierigste Bahn gemeistert - 136. Es wird besser werden. Aber nicht viel und so kam schon nach Wurf56 das Stop bei 132 Kegeln.

Teamkapitän Alex Karl vom SKV Rot-Weiß Zerbst eröffnet die zweite deutsche Halbzeit. Betreut wird Alex Karl von Co-Nationaltrainer Manuel Hopfe. Mit 311 und einer Doppelneun im zweiten Räumen reiht sich der Zerbster nahtlos in die homogene Vorstellung des Teams ein und spielt am Ende mit einer etwas schwächeren zweiten Hälfte mit zwei Fehlwürfen im letzten Räumen 611 Kegel. Damit bewahrt er die klare deutsche Führung. Bahn um Bahn hält das Team das Tempo konstant hoch, der Wegpfeiler auf dem Weg zum ersehnten Ziel. Silvan Meinunger hat einen entspannten Tag - und das ist eine sehr, sehr gute Nachricht bisher. 

Dritter auf der Platte ist der Unterharmersbacher Jonas Bähr, der mit 156 startet. Er wechselt mit 339 nach einer Klasse 183 auf den zweiten 30 Wurf. Bähr spielt weiterhin auf hohem Niveau,  streift mit 159 die 500er-Marke knapp (498) und hält Deutschland in Führung, baut sie sogar noch aus. Mit 662 erwies er sich namensgerecht bärenstark. Deutschland hat zur Halbzeit 83 Kegel Vorsprung.

Zweiter deutscher Starter ist der U19-Weltrekordhalter Fabian Zimmermann (682), aufgestellt in Varazdin. Er startet mit einer 160er-Bahn. Es folgen 156, jetzt muss er nur noch eher explodieren, denn beide Startbahnen schloss er mit einer Neun ab. Nein, das war es noch nicht, dabei hat das deutsche Team alles im Griff. Es fehlt noch das Feuer an der Lunte. Zimmermann hat noch eine Bahn Zeit, sie zu finden und Deutschland in Führung zu spielen. "Die letzt Bahn hat sich gelohnt", zeigte er sich hinterher doch noch zufrieden nach gesamt 645 Kegeln dank der 178 am Schluss. Deutschland führt mit 1283 Kegeln vor der Slowakei (1259) und Ungarn (1253), jetzt ist eine Runde Pause, bevor wir Jonas Bähr sehen werden.

Startspieler ist der Regensburger Tim Radina in seinem ersten U23-Jahr. In der U18/19 war er erfolgreichster deutscher Medaillensammler der Altersklasse. Er strotzt vor Selbstbewusstsein. Nachdem ihm in Wurf26 der Versuch, Kegel45 zu räumen nicht gelang und er einen Fehlwurf kassierte, spielte er den folgenden Wurf dennoch mit Risiko. Wenn er sie dennoch einzeln räumte, spricht der 163er-Auftakt dennoch klar für ihn. Er legte anschließend noch 168 drauf und musste mit dem Wischer vor Start auf Bahn 3 selbst Hand anlegen. Er putzte anschließend auch die Kegel bis auf 495 vor der letzten Bahn. Der Flow verblasste nur wenig auf der letzten Bahn, aber Radina war von seinen 638 Kegeln dennoch enttäuscht. Es ist aber ein Aufztakt auf Platz 3 - und Radinas Gesicht verdeutlicht nur, wo das Team heute wieder hin will...

Raven Michel, Alex Karl, Fabian Zimmermann und Jonas Bähr wollen das Team-WM-Gold von 2024 verteidigen. Tim Radina stieß aus der U19 in die U23 dazu, Silvan Meinunger kehrt nach neun Jahren in die Nationalmannschaft zurück und Justin Moshacke ist als Shootingstar der Saison erstmals mit dem Bundesadler unterwegs.

Team weiblich: Lange auf Medaillenkurs, am Ende Platz 5 und drei Starterinnen im Einzelfinale

Das deutsche Aufgebot:

Vanessa Geithel (FSV Erlangen-Bruck), Saskia Gubitz (SSV Warmensteinach), Josefa Hornig (Königswarthaer SV), Josephin Liss (Semper Berlin), Clara Paschke (Königswarthaer SV), Paula Straub (FSV Erlangen-Bruck), Selina Thiem (SV Pöllwitz)

Ein Teamwettbewerb mit Auf und ab, Führung nach dem ersten Drittel, eine überragende Saskia Gubitz (658), die die Nervosität des Newcomer-Duos (Josephin Liss und Clara Paschek gemeinsam 551 Kegel) postwendend ausglich- und am Schluss die gebotenen Chancen trotz großen Kampfes nicht genutzt. Statt möglicher Bronzemedaille fehlen als Fünfte mit 3588 zu Platz 3 ganze 15 Kegel. Der Weltmeister wurde unter Kegelgleichen ausgespielt. Die Slowakei (3699) hatte die Nase gegenüber Kroatien aufgrund der Abräumer vorn. Dritter wurde Slowenien (3603). Neben Gubitz (Platz 4) erreichten auch Josefa Hornig (16. mit 614 und Selina Thiem (23. mit 602) das Einzelfinale. Vanessa Geithel (38. mit 586 Kegeln) und Paula Straub 577 (47. mit 577 Kegeln) schauen dann nur zu. 


Paula Straub (146/3157) muss die Konkurrenz am Start ziehen lassen. 21 Kegel auf Anja Vickovic (CRO) und die Slowakei mit Nada Poliakova (173) kontrolliert das Feld von vorn (3240). Und Tschechien (Nikola Tobolova, 160) kommt näher, liegt nur 38 Kegel zurück. Derzeit entspannt sich ein Kampf um Bronze. Mit 289 ist noch nichts verloren. 304 auf der zweiten Hälfte müssen es sein, um die Slowenen zu überflügeln. Und außer SVK/CRO, die Gold unter sich ausmachen, darf keine andere vorbei.Von hinten stürmt Katarzyna Nowakowska heran. Weil sie die letzten drei Krgel einzeln räumt, kommt sie nicht mehr ins volle Bild. 13 bzw. 17 Kegel auf Tschirn und Polen, aber sie braucht eine 167er-Bahn, um Slowenien zu überholen. 3588 reichen nur zu Platz 5, weil Nowakowska (673) noch vorbeizieht. Und ganz eng wird es an der Spitze. Vickovic spielt 675 Kegel und egalisiert mit der Slowakei (Poliakova, 632). Alles ist still. Irgendwer rechnet, ruft dem slowakischen Trainer zu, dass es reicht und dann brechen alle Dämme. Tränen der Freude hier, Tränen der Enttäuschung bei uns. Gekämpft bis zum Schluss, so lange war eine Medaille greifbar..... Klar, morgen folgt der nächste Anlauf.

11.00 Uhr Entscheidung U23 männlich

Mit 643 Kegeln können wir mit Vanessa Geithel vom FSV Erlangen-Bruck die Slowakei (gerade 597) überflügeln. Aber Achtung, Paula Polanscak ist für Kroatien (nur 35 Kegel hinter uns) auf der Bahn. Und Slowenien ist immer noch gut im Rennen, liegt nur 22 Kegel hinter der Slowakei. Mit 156 startet Geithel solide, verliert aber 13 Kegel auf CRO. Und Polanscak greift auf der zweiten Bahn weiter an. Bis auf fünf Kegel ist sie zwischendurch dran. Zur Halbzeit (301:325) sind es elf, weil Geithel gegenhalten kann. Auch SLO 310 hält mit. Die führenden Slowakinnen schauen es sich derweil vor dem Countdown an. Auf der 3. Bahn geht Kroatien wieder knapp vorbei, weil Geithel vor dem vorletzten Bild Kegel 46 einzeln räumen muss, Polancsak aber ins volle Bild kommt. Auch wenn Geithel mit 586 nicht zufrieden ist, Kroatien ist nur 13 Kegel enteilt, die Slowakei aber um 51. Slowenien bietet den Zielrichtwert für Schlussspielerin Paula Straub.

Nächste Starterin ist Saskia Gubitz vom SSV Warmensteinach. Die Ausgangslage hat sich an der Spitze geändert. Uns fehlt ein 658 auf Slowenien, zur Slowakei und Kroatien ist auch ein Riesenloch entstanden. Jetzt heißt es erst einmal Anschluss gewinnen. Und das tat sie (persönliche Bestleistung 673) mit einer 182er-Startbahn. Mit 334 geht sie auf die zweite Hälfte, ein ganz starker und wichtiger Auftritt. sie pirscht sich heran, bringt Deutschland zurück auf Platz 3 zu diesem Zeitpunkt. Mit 172 katapultiert sie sich auf 506 Kegel, keine im Durchgang kann folgen, die Slowakei (2470) auch "nur" noch 47 Kegel voraus. Und Gubitz flog weiter ihrer Bestleistung entgegen, kommt ihr mit 658 Kegeln ganz nah. Deutschland ist Zweiter, 45 Kegel hinter der Slowakei nach zwei Dritteln der Spielzeit. Was für eine Nervenstärke der Warmensteinacherin, die anschließend von Glückwünschen nahezu erdrückt wurde. Alle waren bei ihr, das deutsche Team, die Angehörigen bis zu einem nur noch schluchzenden Großvater. Was für ein Auftritt, was für ein gelungenes deutsches Comeback. Jetzt folgt ein Durchpusten und dann Vanessa Geithel und Paula Straub, erfahren genug und international auch schon erprobt.

Als Neuling direkt in die Startsix hat es Josephin Liss vom SV Semper Berlin geschafft. Die Aufgabe könnte nicht größer sein: SVK 676 und SLO 645 mit Hammergebnissen. Los geht's! Wow! 101 Volle, dann Schwierigkeiten mit drei Bildern, eine Doppel-Neun und einen Sechser. Nerven im Griff - 152! Das lief auf der nächsten Bahn ganz anders 87/129, Clara Paschke macht warm. Noch aber liegt der Fokus bei Josephin Liss. Doch es lief nicht, ab Wurf 91 spielt Clara Paschke, die in die Vollen Joker-Qualitäten zeigte. So wurden es noch 551 zusammen vom Duo der Neulinge, die eine wahre Feuertaufe zu bestehen hatten. 

WM-Neuling Clara Paschke ist im "Stand by"-Modus, die Königswarthaerin hatte aber ein Auge auf ihre Teamkollegin Josefa Hornig.

Erfahrung pur bringt die zweite Starterin ein, Selina Thiem vom SV Pöllwitz. 152 gelingen ihr zum Auftakt. Die Neun zum Abschluss der zweiten Bahn retten 140 und können Signalwirkung haben. Haben sie! Starke 159 lassen sie an SVK vorbeiziehen, kegelgleich mit Polen, aber weniger Abräumer. Aber Thiem kann starke Schlussbahnen spielen. 602 werden es, Deutschland führt zwei Kegel vor Polen, doch Kroatien droht: Amela Imsirovic 644! Hrvatska ist nur noch 16 Kegel zurück. Jetzt ein Durchgang ohne uns - mal zum Verschnaufen.

Josefa Hornig steigerte sich zum Abschluss des ersten Räumens und kam so auf eine solide 141, auf der sich aufbauen ließ. Auf der zweiten Bahn spielte sie nach 85 Vollen nervenstark zwei Neuner und kam auf 153 Kegel. Sie muss noch drauflegen, denn Polen (650) hatte im Durchgang zuvor schon gezeigt, dass auch mit Zentrierkugel - anders als bei der Jugend-EM - starke Leistungen möglich sind.

  • Und dann klappten auch die Vollen mit 161 hievte sie sich auf 465 Kegel vor der letzten Bahn -ein ganz starker Auftritt. Mit 614 Kegeln spielte sie Deutschland zum Auftakt auf Rang 3 hinter POL 650 und der Slowakei.

Am Morgen wurde erstmal gratuliert. Co-Nationaltrainer Manuel Hopfe feiert heute Geburtstag, Axel Schondelmeier wurde schon am 20. etwas reifer. Beide erhielten von den deutschen Teams Präsente und auch einen Sangesgruß. Gern kann auch Edelmetall dazukommen. Wir sind gespannt.

Der Weltrekord wurde bei der Jugend pulverisiert und steht bei 688, nur zwei Kegel unter dem WR von Alina Dollheimer.

Die Eröffnungsveranstaltung der XXIII. Weltmeisterschaften der U23 fand am Sonntag (24.05.26) ab 20 Uhr statt.