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BL 120 Wurf M

SKC Nibelungen Lorsch vs. SKC Victoria Bamberg
3 : 5

(9:15; 3689:3717)

Thorsten Gutschalk – Nicolae Lupu 0:4 (617:662), Holger Walter – Fabian Seitz 1:3 (602:632), Frank Gutschalk – Manuel Weiß 3:1 (609:584), Jurek Osinski – Uwe Wagner 2:2 (604:630), Jochen Steinhauer – Carsten Heisler 2:2 (628:614), Michael Straub – Albert Kirizsan 3:1 (629:595)


Bamberg: Offensive Aufstellung führt zum Sieg

Startete im Mittelpaar wie ein Weltmeister und bekam nach tollen 630 Kegeln ein Sonderlob vom Trainer - Uwe Wagner. Foto: SKC

Im Duell zwischen Nibelungen Lorsch und dem SKC Victoria Bamberg siegten die Oberfranken mit 5:3 Mannschaftpunkten (MP), wobei das ausschlaggebende Kriterium der 3715:3689-Sieg in der Gesamtmannschaftsleistung war. Mit Abstand bester Spieler war Bambergs Ausnahmekegler Nicolae Lupu (Foto siehe Vorbericht) mit 662. Aber auch Fabian Seitz (632), Uwe Wagner (630) und Carsten Heisler (614) konnten voll überzeugen.

Mit offenem Visier und volle Kraft voraus so das Motto des SKC Victoria. Daher fanden sich Nico Lupu und Fabian Seitz in der Startformation wider. Sie sollten Bambergs Farben gegen Thorsten Gutschalk und Holger Walter in Führung bringen. Dies gelang beiden hervorragend, wobei bei Fabian doch ein paar Kegel mehr drin gewesen wären. Aber mit 632:602 und einem 3:1 nach Sätzen enttäuschte er keinesfalls und fuhr den ersten MP ein.

Überragend präsentierte sich Nicolae Lupu. Er ließ Nationalspieler Thorsten Gutschalk keine Chance und siegte glatt mit 4:0 und brachte hervorragende 662 Kegel zu Fall, wobei er mit 425 im Vollenspiel den Bestwert spielte. Bambergs Plan ging auf und so führte man mit 2:0 (+ 75).

Stimmen zum Spiel

Trainer Bela Csanyi (Bamberg):
„Wir haben uns vorgenommen vom Start weg das Spiel zu kontrollieren. Das ist uns mit Nico und Fabian hervorragend gelungen. Besonders freut mich die Leistung von Uwe, der nach den tollen Heimleistungen jetzt auch auswärts für Furore sorgte. Die Vizemeisterschaft ist sicher und damit haben wir unser Ziel erreicht"
Nun sollten Manuel Weiß und Uwe Wagner gegen Frank Gutschalk und Jurek Osinski mindestens einen Mannschaftspunkt einfahren. Das Bamberger Urgestein Wagner zeigte von der ersten Kugel an den unbedingten Siegeswillen und startete in Weltklassemanier mit 160 und 177 was ihm eine beruhigende 2:0 Führung einbrachte. Im weiteren Spielverlauf steigerte sich Osinski deutlich und konnte noch zum 2:2 ausgleichen. Aber der Vorsprung von Wagner war einfach zu groß und so ging der MP mit 630:604 an den Bamberger.

Im Spiel von Manuel Weiß wechselten sich Licht und Schatten ab, aber man sieht, dass Bambergs Jungnationalspieler wieder aufsteigende Tendenz zeigt auch wenn es mit dem MP nichts werden sollte. Er ging zwar mit 1:0 in Führung musste aber dann drei Satzniederlagen in Serie hinnehmen und sich beim 3:1 für Frank Gutschalk mit 585 begnügen. Bamberg führte nach 4 von 6 Duellen mit 3:1 MP und hatte immer noch einen Kegelvorsprung von nun 77 Kegel.

Wer nun dachte, dass das Spiel entschieden sei sah sich getäuscht, da Jochen Steinhauer und Michael Straub dem Bamberger Schlussduo um Carsten Heisler und Albert Kirizsan kräftig einheizten. Vor allem Straub wollte die Nibelungen noch auf die Siegstrasse bringen. Den ersten Satz gewann er hauchdünn mit 159:158 gegen Kirizsan, doch dann machte er mit 160:134 kurzen Prozess und sorgte für das umjubelte 2:0.

Da auch Steinhauer nach anfänglicher Niederlage zum 1:1 ausgleichen konnte und das Bamberger Polster auf 51 Kegel schmolz witterten die Hessen Morgenluft. Diese erstickte nun aber Kirizsan im Keim, da er seinerseits auf 2:1 verkürzte und mit 158:142 wichtige Kegel zurückeroberte. Heisler unterlag unterdessen mit 148:166 und lag nun ebenfalls mit 1:2 SP zurück, wobei sich der Vorsprung auf 49 Kegel reduzierte. Beide Bamberger hielten dem aufkommenden Druck stand, auch wenn sie beide am Ende in ihren direkten Duellen unterlagen.

Kirizsan musste sich mit 1:3 SP und 593:629 geschlagen geben, während Heisler noch den Ausgleich zum 2:2 nach SP schaffte. Der MP ging aber mit 628:614 an den Lorscher Steinhauer. Es war aber nicht mehr als Ergebniskosmetik aus Sicht der Hessen, die in den Einzelduellen zwar zum 3:3 ausgleichen konnten aber in der Gesamtleistung mit 3689:3715 Kegel das Nachsehen hatten und so der knappe Bamberger Erfolg feststand.

Markus Habermeyer

Vorberichte

Bamberg: Es geht ums Prestige

Geht hochmotiviert in die Partie bei den heimstarken Lorschern und will die zweite Niederlage in Folge mit aller Macht vermeiden - Nicolae Lupu. Foto: SKC

Nach der vermeidbaren Niederlage gegen Schwabsberg möchte der SKC Victoria Bamberg auswärts bei Nibelungen Lorsch wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Allerdings wird dies alles andere als leicht. Lorsch hat bisher zuhause lediglich gegen Zerbst verloren und sonst alle Spiele gewonnen.

„Wir wissen, dass Lorsch zuhause im Stande ist, über 3700 Kegel zu spielen. Und das wollen wir auch!" so Trainer Bela Csanyi. Er weiß wovon er spricht, da er selbst bereits im DKBC-Pokal die Bahnen spielen und begutachten konnte. Wenn es den Spielern gelingt sich ausschließlich auf sich selbst zu konzentrieren, dann ist alles möglich.

„Es geht zwar nur noch ums Prestige, aber eine erneute Niederlage wollen wir nicht erleben. Entsprechend motiviert werden meine Kollegen und ich die Bahnen betreten und Lorsch alles abverlangen" so ein optimistischer Nicolae Lupu vor dem letzten Auswärtsspiel in dieser Saison.

Markus Habermeyer



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