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DKBC-Pokal F

ESV Pirmasens III vs. TSV Schott Mainz
14.5 : 9.5 n.S.

(14,5:9,5; 3075:3083)

Alisa Bimber – Doina Ana Westermann/42. Monika Petry 3,5:0,5 (486:438), Sarah Lehmann/56. Luisa-Marie Neu – Miriam Große 0:4 (478:553), Ann-Kathrin Neu – Lisa Frühwein 3:3 (533:525), Michelle Krämer – Martina Orth-Helbach 2:2 (532:541), Lisa Siegenthaler – Regina Kaiser 2:2 (514:504), Teresa Lehmann – Melanie Helbach 4:0 (534:524)


Pirmasens: Kegelkrimi am Hauptbahnhof

Grenzenloser Jubel nach dem Einzug der dritten Mannschaft des ESV Pirmasens in das Viertelfinale des DKBC-Pokals. In einem kaum zu überbietenden Kegel-Thriller gewann das junge Landesliga-Team (Altersschnitt 17 Jahre) gegen den Tabellenzweiten der 2. Bundesliga Süd/West, den TSV Schott Mainz. Hier entschied nach einem 4:4 Remis nach Mannschaftspunkten das 14,5:9,5-Plus des ESV III in den letzten Sätzen.

Das Siegerteam des ESV III; von links: Alisa Bimber, Teresa Lehmann, Luisa-Marie Neu, Ann-Katrin Neu, Michelle Krämer, Sarah Lehmann und Lisa Siegenthaler. Foto: Herbert Striehl

Im Spiel vor der Begegnung der Ersten gegen Bamberg II war sofort für große Stimmung gesorgt. Als rheinland-pfälzischer-Ligacup-Gewinner erreichte der ESV III den nationalen Pokalwettbewerb. In einem denkwürdigen Spiel boten die ESVlerinnen den Mainzern sofort Paroli. Bei den „jungen Wilden" – als Außenseiter gestartet – bezwang zu Beginn Alisa Bimber die Kombination Doina-Ana Westermann/Monika Petry 3:1. Da auch Ann-Katrin Neu sich nach verlorener erster Bahn immer mehr steigerte, gewann sie gegen die hoch eingeschätzte Lisa Frühwein noch 3:1. Chancenlos waren Sarah Lehmann und die eingewechselte Luisa-Marie Neu gegen die stark auftrumpfende Miriam Große, die mit 4:0 der Kombination überlegen war.

Stimmen zum Spiel

Lisa Siegenthaler
, mit 20 Jahren die älteste im Team und Mannschaftsführerin der Dritten: „War das spannend, wir hatten kaum noch an den Sieg geglaubt. Zum Schluss fehlte uns die Übersicht. Nach der Bekanntgabe des Sieges waren wir happy. Ich bin stolz auf meine Truppe, die sich durch großen Zusammenhalt auszeichnet. Jetzt wünschen wir uns wieder ein Heimspiel."
2:1 nach Mannschaftspunkten aber 19 Kegel Rückstand: Unter diesen Voraussetzungen ging das Pirmasenser Schlusstrio auf die Bahnen. Hier hatten es die ESV-Eleven mit den nominell stärksten Mainzerinnen zu tun. Doch unbeeindruckt gingen sie ihre Aufgabe an. Ehe sich der Favorit aus der Landeshauptstadt Mainz versah, gingen beide ersten Bahnen an Pirmasens. Fast wäre schon auf der dritten Bahn die Entscheidung zugunsten des ESV gefallen, doch steigerten sich die „Schottinnen" und rissen das Ruder fast wieder herum. Gleiches Bild im letzten Satz: erste Vorteile bei Pirmasens, doch gegen Schluss verlor der ESV III seinen Kegelvorsprung. Zwar zog Michelle Krämer bei 2:2-Sätzen gegen Martina Ort-Helbach über die weniger erzielten Kegel (532:541) den Kürzeren, doch Lisa Siegenthaler ertrotzte gegen Regine Kaiser ein 2:2, bei mehr erzielten Kegeln (514:504). Letztendlich sorgte Teresa Lehmann bei ihrem hart erkämpften 4:0-Sieg (130:126, 134:131, 141:139, 129:128) gegen Melanie Helbach für den vierten Mannschaftspunkt. Zwar zogen die Mainzer über die insgesamt mehr erzielten Kegel (3085:3077) in den Punkten mit dem ESV III gleich. Doch die Mehrzahl an gewonnenen Satzpunkten (14,5:9,5) brachte somit die Entscheidung für den ESV-Jungbrunnen.

Für die Mainzer Sportwartin ist die Partie blöd gelaufen: „Ich bin schon enttäuscht, auswärts sind wir zur Zeit gebeutelt. Ich hoffe, dass wir positive Elemente aus dem Spiel mitnehmen", so Martina Ort-Helbach. „Ich habe mich riesig gefreut, fast hätte die Routine der ‚Schotten‘ zum Sieg geführt. Meinem Team fehlte zum Schluss die Abgebrühtheit", so die Betreuerin Nicole Winicker, die mit ihrer Mutter Maria-Luise Weinkauff seit vielen Jahre die jungen Girls aufbaut.

Herbert Striehl

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