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BL 120 Wurf F

SKC Victoria Bamberg vs. SKK FEB Amberg
5 : 3

(14,5:9,5; 3382:3174)

Sina Beißer – Patricia Paukner 3:1 (575:532), Corinna Kastner – Martina Rose 4:0 (587:462), Ioana Vaidahazan – Tanja Immer 1,5:2,5 (543:544), Janine Wehner – Andrea Paukner 2:2 (512:519), Beata Wlodarczyk – Doris Schwaiger 4:0 (620:546), Beate Fritzmann – Mirijam Pauser 0:4 (545:571)

Alle Spiele im Überblick

Bundesliga 120 Frauen, 4. Spieltag – Sonntag, 12.10.2014

Bamberg: Kegeldifferenz gab den Ausschlag

Im ersten Bundesligaspiel nach dem Weltpokal hatten die Frauen beim 5:3-Heimsieg gegen FEB Amberg mehr Mühe als erwartet mit den Oberpfälzerinnen. Am Ende musste das Gesamtergebnis entscheiden, doch da hatte Bamberg mit 3382:3174 deutlich die Nase vorn. Beste Spielerin der Partie war Beata Wlodarczyk, die mit 620 Kegeln auch „Spielerin des Spieltages 120" gemeionsam der Mainzerin Martina Orth-Helbach wurde.

Wie gewohnt schickten die Gastgeberinnen am Start Sina Beißer und Corinna Kastner auf die Bahnen. Sie sollten gegen das Duo Patricia Paukner und Juliet Rose die Weichen auf Sieg stellen. Vor allem Kastner konnte die Vorgabe zu Beginn voll umsetzen, führte zur Hälfte 2:0 und hatte bereits 317 Kegel auf dem Totalisator. Sina Beißer hingegen mühte sich und musste eine Niederlage im ersten Satz einstecken, die sie aber postwendend korrigierte. Danach war der Bann gebrochen und sie steigerte sich deutlich. Mit 145/162 in den Folgesätzen gewann sie 3:1 bei 575:532-Kegeln. Bei Kastner hingegen verflachte das Spiel immer mehr und so musste sie sich am Ende mit insgesamt 587 Kegeln zufrieden geben. Da aber ihre Gegnerin die gebotene Angriffsfläche nicht nutzen konnte, gewann Kastner deutlich 4:0. Bamberg führte nach dem Start 2:0 und war 168 Kegel voraus.

Da Kicker wie erwartet ausfiel, rückte Janine Wehner aus der 2. Mannschaft in die Mittelachse neben Ioana Vaidahazan. Beide sollten gegen Tanja Immer und Andrea Paukner den Sieg unter Dach und Fach bringen. Wehner begann konzentriert und konnte die ersten beiden Sätze mit 135:122 und 140:120 für sich entscheiden. Beim Stande von 2:0 riss allerdings der Faden im Vollenspiel völlig und so musste sie den Anschluss (113:138) hinnehmen. Von diesem Schock erholte sich Wehner nicht mehr, so konnte Paukner schließlich sogar noch an ihr vorbeiziehen. Bei 2:2-Sätzen ging das Duell mit 519:512 an die Ambergerin. Vaidahazan erwischte im Duell mit Immer einen rabenschwarzen Tag. Nach der anfänglichen Niederlage zum 0:1 konnte sie im 2. Satz ein Unentschieden erringen und so stand es nach 60 gespielten Kugeln 1,5:0,5 für Immer. Diese nutzte im 3. Satz jede Schwäche von Vaidahazan aus und entschied das Duell durch ein 138:135 vorzeitig für sich. Vaidahazan gelang anschließend nur noch Ergebniskosmetik. In den Duellen konnte Amberg ausgleichen, aber Bamberg hatte immer noch eine komfortable Führung von 160 Kegeln.

Da mit Beata Wlodarczyk und Beate Fritzmann zwei äußerst erfahrene Bundesligaspielerinnen auf Seiten des SKC Victoria am Ende auf die Bahnen gingen, war man sich im Bamberger Lager sicher, einen Sieg einfahren zu können. Aber Doris Schwaiger und Mirijam Pauser wehrten sich nach Kräften, und so war es kein leichtes Unterfangen, den Sieg zu sichern. Beate Fritzmann begann gut, wurde aber in den ersten beiden Sätzen kurz vor Ende noch abgefangen und musste sich mit 141:143 und 139:140 geschlagen geben. Auch im 3. Satz sah Fritzmann wie die sichere Siegerin aus, doch Paukner legte eine Serie von 9, 9, 9 und 7 hin und entriss damit den sicher geglaubten Satz und vorzeitig das Duell. Bei Fritzmann war eine Spur von Resignation auszumachen, sie verlor auch den vierten Satz. Das fiel nicht ins Gewicht, weil Beata Wlodarczyk mit einer souveränen Vorstellung Victoria dem Heimsieg entgegenführte. Sowohl in die Vollen (386) als auch im Abräumen (234) lieferte die Polin die Höchstwerte und avancierte mit 620 Kegeln zur besten Spielerin. Mit der Serie von 150, 150, 168 und abschließenden 152 gewann sie gegen Schwaiger 4:0 und Bamberg verdient die Partie gegen Gäste, die jede Schwäche kompromisslos ausnutzten und erhobenen Hauptes die Höhle des Löwen verließen.

Markus Habermeyer

Bundesliga 120 Frauen, 4. Spieltag: Vorberichte

Bamberg: Ruhiger Einstieg in den Liga-Alltag

Am Sonntag spielt ab 12 Uhr der Aufsteiger FEB Amberg in Bamberg vor. Nach dem Weltpokal, den man mit der Silbermedaille abschloss, ein ruhiger Einstieg in den Bundesliga-Alltag, zieren die Amberger Frauen mit 0:6-Punkten doch das Tabellenende.

Da der Aufsteiger nicht an das Leistungsniveau der Spitzenteams herankommt, lässt sich auch der Ausfall von Daniela Kicker leichter verschmerzen. Sie laboriert an einer Verletzung, die sie sich im Weltpokalfinale zugezogen hat. Für die Mannschaftskapitänin rückt eine Spielerin aus der 2. Mannschaften in die Startformation. Dies sollte der Leistung keinen Abbruch tun und einem weiteren Sieg auf der Heimbahn nicht im Wege stehen.

Markus Habermeyer




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