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Waldhauer - Be a winner 1. Bundesliga Männer – 14. Spieltag, 28.02.2026

Zerbst vier Punkte voraus, Schwabsberg abgestiegen

Die ersten Vier der Tabelle waren unter sich – und die Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft ist gefallen, da Zerbst nun mit vier Punkten die Tabelle anführt. Raindorf kletterte auf Rang 2, die Treppchen- und internationalen Plätze bleiben umkämpft. Von hinten rückt auch noch der VKC Eppelheim immer näher. Der Rest der Liga spielt um den Klassenerhalt – bis auf Schwabsberg. Nach dem 1:7 gegen Bamberg steht der Abstieg vorzeitig fest. 

SKC Unterharmersbach - SKK Raindorf
3:5 (12:12, 3740:3758)

Mit 676 Kegeln wurde der Unterharmersbacher Fabian Zimmermann "Spieler des Spieltages". @skc

Das Topspiel zwischen dem Zweiten und Dritten hielt, was es versprach: wechselnde Führungen und Spannung bis zum Schluss. Nach dem vierten sieglosen Spiel im fünften Rückrundenspiel geht es für Unterharmersbach (18:10/59) nicht mehr um den Titel, aber noch um einen Platz auf dem Treppchen. Raindorf (19:9/65,5) kletterte auf Platz 2 und feierte den sechsten Sieg in Folge. Die Chambtalkegler sind seit dem 2:6 in Zerbst vom November 2025 in Pokal, Champions League sowie Meisterschaft ungeschlagen und revanchierten sich auch für die 2:6-Hinspiel-Niederlage.

Start (1:1/1): Weil Jonas Bähr (630) gegen Daniel Schmid (644) im Duell der Durchgangsbesten vorzeitig unterlag, war es wichtig, dass Frederic Koell den für den Duellsieg notwendigen Satz gegen Mathias Weber mit einem 162:136 einfahren konnte. Da zudem Bähr sich zumindest den vierten Satz mit 161:147 sicherte, konnten die Gastgeber einen Kegel Vorsprung mit in den zweiten Spielabschnitt nehmen.

Mitte (2:2/29): In der Mitte schraubte Fabian Zimmermann (676) den Partiebestwert auf 676 Kegel und ließ Jan Sandler (617) beim 4:0 vor allem auf der zweiten Hälfte nicht den Hauch einer Chance. Da Paul Schondelmaier mit 560 nur 31 Kegel an Milan Svoboda abgab, lagen die Gastgeber nun 29 Kegel voraus.

Schluss (3:3/-18): Auf den letzten 30 Wurf gab das Harmersbacher Schlussduo trotz der 662 von Janos Brancsek den Heimsieg noch aus der Hand, weil nebenan Jürgen Pointinger (668) mit dem Teambestwert allein 74 Kegel gegen Chris Dambacher herausholen konnte.

Olympia Mörfelden - TSV Zwickau
4:4 (14:10, 3873:3755)

Im Kellerduell zwischen dem Neunten Mörfelden (9:19/43) und dem Achten Zwickau (11:17/46) bewahrten die Gäste durch das Unentschieden den zwei-Punkte-Vorsprung auf Olympia. Mörfelden blieb auch im siebenten Spiel in Folge ohne Sieg.

Start (1:2/37): Alexander Conrad (674) kam nach einem Hammerauftakt von 180/179 insgesamt 674 Kegel, sorgte für ausgeglichene Verhältnisse am Start, da er Mörfelden 37 Kegel Vorsprung verschaffte. Die Gäste aber kamen in den beiden anderen Duellen auch zusehends besser ins Spiel, sodass Lars Pansa (651) in einem hochklassigen Duell Robert Nägel (644) sogar vorzeitig in die Knie zwingen konnte und Michael Ziegert mit einem 166:132 das Duell gegen Silvan Meinunger noch komplett drehen konnte.
Schluss (2:4/118): Dank Mario Bühler (668) war das Gesamt frühzeitig auf Mörfelder Seite, doch Zwickau kämpfte um das Unentschieden. Und tatsächlich drehte Justin Lorenz (664) mit 169:159 das ausgeglichene Duell gegen Sven Völkl (659) noch zu seinen Gunsten. Als schließlich Nico Voigt den halben notwendigen Satzpunkt bei weniger Gesamtkegel einheimsen konnte, war die Freude über das Remis im Zwickauer Lager groß.

KC Schwabsberg – Victoria Bamberg
1:7 (6:18, 3600:3790)

Vor dem Hinspiel lagen beide Teams noch punktgleich auf Abstiegsrängen. Bamberg (14:14/58,5) konnte mit dem Auswärtssieg den Vorsprung auf die Abstiegszone auf drei Punkte ausbauen. Schwabsberg (2:26/26) ist nach dem elften Spiel ohne jeden Punkt vorzeitig abgestiegen.

Die Schwabsberger hatten sich schon etwas ausgerechnet gegen Bamberg, doch dazu bedurfte es schon guter 600er. Die blieben am Start allerdings aus, so zogen die Gäste bereits nach 60 Wurf einsam ihre Bahnen und holten mit starken Leistungen von Marco Endres (642) und Andreas Hollet (635) ein 2:0/95 heraus. In der Mitte konnte Ronald Endraß für die Gastgeber zwar den Teambestwert auf 620 stellen, doch Simon Haas spielte gegen ihn 645 Kegel und klaute ihm mit einem 168:153 auf der letzten bahn noch das Duell. Da Marco Scheuring sogar vorzeitig für Victoria ebenfalls punkten konnte, war die Partie mit dem 4:0/166 zugunsten der Bamberger entschieden. Timo Alander konnte mit dem Teambestwert von 624 Kegeln nur noch den Ehrenpunkt für die Schwabsberger einfahren, Dominik Kunze stellte den Partiebestwert auf 662 Kegel.

VfB Hallbergmoos – Rot-Weiß Zerbst 
1:7 (9,5:14,5, 3596:3734)

Der Tabellenführer gastierte beim Viertplatzierten. Zerbst (23:5/86) zeigte sich nach dem 8:0 gegen Unterharmersbach auch im zweiten Topduell in Folge der Konkurrenz deutlich überlegen. Hallbergmoos (16:12/60,5) konnte hingegen im Kampf um Platz 3 keinen Boden gutmachen.

Start (0:3/-154): Die Gastgeber waren dem Druck, der über der Partie lag, am Start nicht gewachsen, spielten gleich zweimal unter 600. So zogen der Partiebeste Tim Brachtel (655) und Daniel Barth (635) schnell davon und sammelten dabei fleißig Kegel ein. Gegen den Bundesligarekordler und Teambesten der Hallbergmooser, Bojan Vlakevski (627), stellte Teamchef Timo Hoffmann interessanterweise Lukas Funk auf (648), der das Vertrauen in einem sehenswerten Fight rechtfertigte und sich das Duell durch eine 171:151-Schlussbahn sichern konnte.

Schluss: (1:5/-137): Das Zerbster Schlusstrio konnte an die zuvor gezeigten Leistungen nicht anknüpfen, sodass sich zumindest spannende Duelle entwickelten, die im einzigen Duellsieg der Gastgeber durch Bogdan Tudorie (601) mündeten.

TSV Breitengüßbach - VKC Eppelheim
3:5 (12:12, 3720:3782)

Ein reizvolles Duell zweier Tabellennachbarn. Der nunmehrige Vierte Eppelheim (16:12/59,5) hat nach dem Auswärtssieg auf einmal das Treppchen im Visier, Breitengüßbach (12:16/56) steckt nun voll drin im Abstiegskampf.

Mit Power und Clevernesss sicherten sich die Gastgeber am Start einen 2:0/52-Vorsprung. Der Partiebeste Justin Moshacke (672) ließ Pascal Kappler beim 4:0 keine Chance, Pascal Schneider ließ sich von einem 136:178 gegen Hendrik Erni nicht beeindrucken und sammelte mit den drei folgenden Satzsiegen bei weniger Gesamtkegeln den Duellerfolg ein.

In der Mitte konnte Eppelheims Bester, Daniel Aubelj (648) den Rückstand im Gesamt zwar verkürzen, weil aber Fabian Rupp mit 147:151 trotz mehr Gesamtkegeln das Duell an Christopher Wittke abgab, führte der TSV weiter 3:1/16.

Es folgte ein Schlagabtausch im Schlussabschnitt. Nach 60 Wurf hatte Güßbach ein paar Kegel dazu gewonnen, auf der dritten Bahn aber den kompletten Vorsprung postwendend verloren. Eppelheim ging mit einer 23-Kegel-Führung und dem Momentum auf seiner Seite auf die letzte Bahn und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

 

2. Bundesligen

Luhe-Wildenau in Mitte vorn, Denkendorf kurz vor dem Aufstieg

2. Bundesliga Mitte
SC Luhe-Wildenau - SV Wernburg
5:3 (12:12, 3491:3476)

Die bereits wochenlange Verfolgungsjagd von Luhe-Wildenau (23:5/79) auf Spitzenreiter Regensburg brachte am frühen Nachmittag den zehnten Sieg in Folge. Doch es war ein hauchdünner Heimerfolg von nur 15 Kegeln gegen den bisherigen Vierten Wernburg (14:14/57), der im engen Mittelfeld bis auf Platz 7 durchgereicht wurde.

Mit dem Teambesten Christian Zeh (608) überraschten die Wernburger am Start und sicherten sich einen 2:0/40-Vorsprung. In der Mitte aber konnten die Gastgeber ausgleichen und bis auf neun Kegel herankommen. Für die Entscheidung sorgte schließlich der Partiebeste Manuel Weiß (617), der die entscheidenden Kegel beim knappen Heimsieg herausholen konnte. Anschließend waren alle Blicke nach Eschkam gerichtet, wo erst am späten Nachmittag Spitzenreiter Regensburg aufkreuzte...

SKK Eschlkam – SC Regensburg
6:2 (16:8, 3764:3675)

Eschlkam (14:14/58,5) spielte nicht wie ein Tabellensiebenter, sondern wie aus einem Klasse-Guss. So entwickelte sich gegen den bisherigen Tabellenführer aus Regensburg (22:6/70,5) eine hochklassige spannende Partie.

Die Gäste konnten mit dem Partiebesten Nils Deichner (670, Foto) am Start 28 Kegel einsammeln, doch Eschklams Manuel Klier stibitzte sich mit weniger Gesamtkegeln das Duell gegen Tim Radina. In der Mitte zog Eschlkam überraschend deutlich davon und übergab ein komfortables 3:1/75 an die Schlusspaarungen. Als Markus Hahner das vierte Duell vorzeitig einsackte, war dem SKK schon ein Unentschieden gewiss und die Tabellenführung in Mitte an Luhe-Wildenau gewechselt. Und da Eschlkam 87 Kegel Vorsprung hatte, war der Rest ein einziges Schaulaufen für jubelnde Gastgeber in der Oberpfalz – vor Ort und ebenso am Livestream in Luhe-Wildenau.

Im tiefsten Abstiegskampf stecken nach erneuten Pleiten weiterhin Hainhausen (8:20/40), Großbardorf (7:21/41) und Gerolsheim (5:23/38,5). Sollte es zwei Absteiger in die Liga geben, trifft es – ohne großer Prophet zu sein – wahrscheinlich alle drei.

Weiter spielen: KSC Frammersbach - SG Hainhausen 6:2, TuS Gerolsheim - RW Hirschau 2:6, TSV Großbardorf - SKC Nibelungen Lorsch 0:8, SKK Eschlkam - SC Regensburg 6:2

2. Bundesliga Ost

Nach dem verrückten vergangenen Spieltag, an dem das Führungsquartett weiter zusammenrückte, konnte das Führungsduo dieses Mal auf den Heimvorteil bauen und wurde der Favoritenrolle vollauf gerecht. So änderte sich an der Reihenfolge vorn an diesem Spieltag nicht so viel. Mücheln (22:6/71,5) führt vor Freital (21:7/73) und Bautzen (20:8/64), das durch den Zerbster Spielausfall erst einmal an den Sachsen-Anhaltinern vorbeizogen ist.

Das beste Einzelresultat am Spieltag erzielte der Freitaler Miroslav Jelinek mit 650 Kegeln. @ksv

Am Tabellenende sind in Sachen Abstieg ziemlich klare Fronten gezogen. Kleeblatt (3:25/30) und auch Zechin (2:26/28) liegen schon sechs bzw. sieben Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Einen dritten Absteiger in der Liga wird es nicht geben. Was Wolfsburg (9:17/49), derzeit auf Platz 8, freut.

Es spielen: Geiseltal Mücheln - Kleeblatt Berlin 8:0, 9Pins Stollberg - KV Wolfsburg 5:3, KSV Freital - Grün-Weiß Mehltheuer 7:1, SG Zechin - MSV Bautzen 3:5, Rot-Weiß Zerbst II - BW Loburg (krankheitsbedingt verlegt, Termin offen)

2. Bundesliga Süd
SSV Bobingen – Gut Holz Sandhausen
5:3 (13:11, 3471:3414)

Eine jederzeit enge Partie entschied Schlussspieler Bernd Herrmann (618) mit dem Partiebestwert zu Gunsten von Bobingen (11:17/51.5), das zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einfuhr. Sandhausen (19:9/72,5) muss nun sogar noch um Rang 2 fürchten, von dem Friedrichshafen (17:11/59) nur noch zwei Punkte entfernt ist.

Der Önsbacher Stefan Sester war Ligabester mit 659 Kegeln. @ksc

Nach vorn war - aus Sandhäuser Sicht – schon zuvor eine Vorentscheidung gefallen, nun sind es sogar sieben Punkte auf Tabellenführer Denkendorf (26:2/82), der mit einem Sieg gegen Kipfenberg am kommenden Spieltag bereits zur Meister- und Aufstiegsfeier rüsten kann. 

Wolfach-Oberwolfach (11:17/46) fuhr seinen ersten Saison-Auswärtssieg im eminent wichtigen Kellerderby in Kipfenberg  (8:18/42) ein und vergrößerte den Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang auf drei Zähler. Allerdings kann ihn Kipfenberg im Nachholspiel gegen Hölzlebruck am kommenden Sonntag gleich wieder verkürzen. So oder so - noch sind sechs Teams in den Abstiegskampf verwickelt.

Weiter spielen: SF Friedrichshafen - SKV Waldkirch 5:3, SSV Bobingen - Gut Holz Sandhausen 5:3, KSC Önsbach - KSV Hölzlebruck 5,5:2,5, Phönix Ettlingen-Karlsruhe - TSV Denkendorf 2:6

Mannschaft der Woche

Der SKK Eschlkam hat zwar mit dem Titelrennen in der 2. Bundesliga Mitte selbst nichts mehr zu tun, spielt aber durchaus das Zünglein an der Waage. Der erste Akt war ein riesengroßer Knall mit 3764 Kegeln beim 6:2 gegen den bisherigen Spitzenreiter SC Regensburg, wodurch Luhe-Wildenau nach einem 5:3 gegen Wernburg die Tabellenführung übernehmen konnte. Die Eschlkamer selbst waren nach dem zweitbesten Saisonwert (zuvor 3794 gegen Hainhausen) erst einmal froh, mit dem Heimsieg alle Abstiegssorgen beseitigt zu haben. Spielte der SKK seit dem Aufstieg 2022 meist ganz vorn mit, so lief es in dieser Saison durchwachsener. Heimniederlagen gegen Frammersbach und Lorsch, aber auch das 3:5 in Hainhausen einen Spieltag zuvor, sorgten dafür, dass das Team ungewohnt den Blick nach unten richten musste. Jetzt aber schauen die Oberpfälzer nach vorn. Am 17. Spieltag fahren sie nach Luhe-Wildenau. Dann soll der 2. Akt als "Zünglein an der Waage" folgen!

Hinweis: Für die "Mannschaft der Woche" - aus den vier Männer-Bundesligen – erwarten wir – außer am 9. und 18. Spieltag – eure Vorschläge unter news@dkbc.de jeweils bis Sonntag 12 Uhr nach dem Spieltag mit kurzer Begründung.

Die bisherigen "Mannschaften der Woche"

1. Spieltag: Rot-Weiß Zerbst/SKC Unterharmersbach2. Spieltag: TSV Zwickau3. Spieltag: KC Schwabsberg4. Spieltag: Olympia Mörfelden5. Spieltag: TSV Breitengüßbach6. Spieltag: VKC Eppelheim7. Spieltag: TSV Denkendorf8. Spieltag: SC Luhe Wildenau### 9. Spieltag: Die Herbstmeister 10. Spieltag: Victoria Bamberg11. Spieltag: VFB Hallbergmoos12. Spieltag: SKK Raindorf13. Spieltag: SG Zechin.

Vereinsnews (Infos an news@dkbc.de)

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