Champions League 2025/26, Finalspiele, 29.03.2026 in Brcko (BIH)
Finale, Frauen
Victoria Bamberg - KK Mlaka Rijeka ![]()
5:3 (13:11, 3742:3723)
Luisa Ebert - Tea Repnik 4:0 (662:605), Cornelia Hofmann - Venesa Bogdanovic 1:3 (614:634), Celine Zenker - Valentina Gal 3:1 (614:585), Alina Dollheimer - Brigitte Strelec Juvancic 3:1 (588:589), Alena Bimber - Sara Pejak 1:3 (611:649), Romy Joppert - Paula Polanscak 1:3 (653:661)
Mit einem brillanten Start-Ziel-Sieg holte sich Victoria Bamberg zum elften Mal die Champions League. Aufbauend auf einem gelungenen Start um die Partiebeste Luisa Ebert (662) mit 2:1/66 hielt das Schlusstrio dem Druck der aufkommenden Kroatinnen um die Teambeste Paula Polanscak (661) stand und packte die Neuner im richtigen Moment aus.

Start0: Die deutsche Mannschaft vertraute auf dieselbe Aufstellung wie im erfolgreichen Halbfinalspiele gegen Tatabanya. Bei Mlaka werden sicherlich Milana Pofuk und auch Iren Nemes noch weichen. Denn Paula Polanscak und Sara Pejak waren die besten beim überzeugenden 7:1 im Halbfinale gegen Neunkirchen.
Start 60 (3:0/49): Luisa Ebert brillierte mit 325 und ging 2:0/27 in Führung. Auch Celine Zenker eröffnete bärenstark mit 315 und einem 2:0/17. Cornelia Hofmann (313) drehte einen Startrückstand in ein 1:1/5. Das Bamberger Trio startete mit überzeugenden 5:1-Sätzen.
Start 90 (2:1/59): Auf der dritten Bahn machte Ebert (494) trotz starker Räumabwehr von Tea Repnik den vorzeitigen Duellsieg ebenso klar wie Celine Zenker (470), die Valentina Gal sicher im Griff hatte. Hofmann (460) geriet mit 1:2/-8 ins Hintertreffen, spielte aber auch gegen die stärkste Mlaka-Spielerin, Venesa Bogdanovic (468).
Start120 (2:1/66): Ebert (662) verpasste die bisherige Turnierbestleistung der Neunkirchenerin Jennifer Kozak (675) aus dem Halbfinale nur knapp, holte alle vier Sätze und 57 Kegel heraus. Zenker und Hofmann gaben die Schlusssätze noch ab, aber Bamberg konnte 8:4-Sätze mit in den zweiten Abschnitt nehmen.
Schluss: Wie nicht anders zu erwarten, änderte sich die Aufstellung bei Mlaka komplett. Auch Ana Jambrovic wurde noch durch Brigitte Strelec Juvancic ersetzt. Damit spielte auch Rijeka exakt in der Halbfinalbesetzung. Die Kroatinnen mussten aber schließlich auch nicht nur die Gesamtkegel aufholen, durften angesicht der Sätze auch nicht mehr als ein Duell abgeben.
Schluss30 (3:3/61): Durch die Wechselorgie der Kroatinnen sind ihnen die Hände gebunden für weitere Wechsel, was bei Brigitta Strelec Juvancic (127) ins Auge gehen könnte. Alina Dollheimer (150) sammelt schon am Start fleißig Kegel ein, sodass die Kroatinnen im Gesamt trotz zweier Satzsiege nicht wirklich herankommen. Auch Romy Joppert (165) hält gut mit, Alena Bimber (148) ist steigerungsfähig. So muss es aber auch weitergehen - trotz der 9:6-Führung in den Sätzen.
Schluss60 (3:3/63): Es blieb dabei, Bamberg verteidigte den Gesamtvorsprung, legte gar noch zwei Kegel drauf. Auf dem zweiten Dreißiger stellte Romy Joppert (332) mit starken Vollen Polanscak (338) unter Druck und konnte zum 1:1/-6 ausgleichen. Bimber (300) hatte zwischenzeitlich gegen Pejak (321 schon den Anschluss verloren, kämpfte sich heran, lag dennoch 0:2/-21 zurück. Und obwohl sich Strelec steigerte, gewann Dollheimer (297) den Satz knapp und führte 2:0/24. In den Sätzen war Bamberg von seinem Ziel mit 11:7 nur noch zwei Satzgewinne entfernt.
Schluss90 (3:3/35): Dollheimer (459) machte mit einer Neun und dem 3:0 den Sack vorzeitig zu, in den beiden anderen Duellen gewannen die Kroatinnen nun aber deutlicher Oberwasser. Bimber (445) muss nach dem 0:3 weiter Kegel sammeln, Joppert (486) ist beim 1:2/-7 noch gut im Rennen. In den Sätzen wird es mit 12:9 immer knapper, der Gesamtvorsprung hat sich fast halbiert. Jetzt ist Druck auf allen Seiten.
Schluss120 (3:3/19): Dank Jopperts 117 Vollen gab Bamberg vor dem Räumen keinen weiteren Boden preis. Dann wurde es immer spannender, weil Joppert, aber auch Pejak sich Fehler leisteten und sich Dollheimer in Wurf116 die Kegel 456 stellte. Polancsek griff mit einem Neuner an, den Joppert konterte. Und dann Alena Bimber: Zwei Neuner, als sie gebraucht wurden im dritt- und vorletzten Wurf. Alle Rechenspiele (13:11-Sätze) konnten eingepackt werden. Bamberg hatte das Gesamt über die Ziellinie gerettet und zum elften Mal die Champions League gewonnen.
Spiel um Platz 3
Tatabanyai SC – SK Neunkirchen
1:7 (6,5:17,5; 3477:3636)
Beste Ergebnisse: Andrea Kozma 633 – Boglarka Hari 647
Finale, Männer
SKK Raindorf – KK Zapresic
2:6 (9,5:14,5; 3781:3832)
Milan Svoboda - Matej Lepej 1:3 (623:633), Mathias Weber - Branko Manev 2:2 (659:651), Jan Sandler - Alen Kujundzic 0:4 (669:705), Jürgen Pointinger - Mario Fridl (31. Martin Zekic) 3:1 (628:576), Daniel Schmid - Matija Mance 2:2 (608:621), Michael Kotal - Luka Bolanca 1:3 (594:646)
Zapresic gewinnt verdient nach 2019 zum zweiten Mal die Champions League, Raindorf freut sich als Titelverteidiger auch über Silber. Nach der vierten Final-Four-Teilnahme haben die Chambtalkegler jeden der zu vergebenden Plätze einmal belegt.
Start0: Raindorf hatte keinen Grund an der Halbfinalformation etwas zu ändern, bei den Kroaten wechselten Matej und Mance das Trio.
Start60 (2:1/11): Der Titelverteidiger eröffnete stark, lag nach den ersten 30 Wurf gleichauf mit Zapresic. Auf der zweiten Lage ist nur Alen Kujundzic (365) mit 2:0/12 gegen den eine klasse Partie spielenden Jan Sandler (353) etwas enteilt. In den anderen ausgeglichenen Duellen haben Mathias Weber (352/+17) und Milan Svoboda (308/+6) die Nase vorn.
Start90 (0:3/-29): Kampfansage der Kroaten, die auf diesen 30 Wurf gleich 40 Kegel vorspielen, im Gesamt in Führung gehen, zwei Duelle drehen und in Alen Kujundzic (529) ein Match schon sicher haben. Jan Sandler kämpft stark, hat mit 514 Kegeln aber keine Chance mehr auf den Mannschaftspunkt. Bei Weber wurden aus +17 gleich -18, Svoboda ist mit 1:2/4 noch am besten im Rennen, um das Zwischenergebnis vor dem Wechsel freundlicher zu gestalten. Wie fällt der Raindorfer Konter aus?
Start120 (1:2/-38): Er folgt in Person von Mathias Weber (659), der noch einmal das Duell gegen Manev dreht und mit dem 2:2/8 den Titelverteidiger im Spiel behält. Die starken 669 von Jan Sandler könnten am Ende noch viel Wert sein, denn er blieb zwar beim 0:4 gegen Alen Kujundzic und der neuen Turnierbestleistung von 705 kegeln ohne Chance, war aber Bester der Chambtalkegler am Start. Milan Svoboda (623) konnte nicht mehr hinzusetzen.
Schluss0: Nach Sätzen führt Zapresic schon deutlich mit 8,5:3,5. Die Raindorfer Aufholjagd geht dann wohl eher über zwei Duellsiege und das Gesamt drehen. Allerdings wird das auf diesem hohen Niveau denkbar schwer.
Schluss30 (2:4/-54): Jürgen Pointinger (157) hatte zum Auftakt leichtes Spiel mit Mario Friedl, holte 24 Kegel heraus, die aber auf den Bahnen daneben einkassiert wurden, sodass der Gesamtrückstand wuchs. Bei 10,5-Satzpunkten ist Zapresic jetzt schon deutlich auf Kurs, diese Wertung für sich zu entscheiden. Daniel Schmid (-12) und Michael Kotal (-28) müssen im folgenden Satz punkten, wenn noch eine Chance bestehen soll. Allerdings knüpft Zapresic – wie zuvor Zalaegerszeg – nahtlos an die Halbfinalperformance an. Sie könnten die 3900 vom Vortag noch toppen. gewillt sind sie: Für Friedl kommt Martin Zekic.
Schluss60 (2:4/-105): Eine Vorentscheidung fiel schon auf den Vollen, auf denen Raindorf weiter Boden verlor und da auch Zekic funktionierte, war der Spannungsstecker, was den Ausgang der Partie anbetraf, doch schon 60 Wurf vor Schluss so ziemlich gezogen. Zapresic hatte den Vorsprung praktisch verdoppelt. Immerhin: Pointinger führte im Duell noch mit 1:1/18, für Schmid und Kotal war bei 0:2/-37 bzw. -48. Dass die Satzwertung bereits für Zapresic entschieden war, wird wohl nur eine Randnotiz bleiben.
Schluss90 (2:4/-79): Mit seinem Satzsieg verhindert Daniel Schmid (441) den vorzeitigen Zapresicer Sieg, zum Duellsieg fehlen ihm aber immer noch 23 Kegel, auch der ist nach Lage der Dinge nur Ergebniskosmetik. Michael Kotal (449) ist vorzeitig geschlagen, Jürgen Pointinger (485) hält weiter die Fahnen hoch, führt 2:1/34. Luca Bolanca ist mit 502 bester Zapresicer.
Schluss120 (2:4/-51): Bolanka ist mit 646 Kegeln auch Bester im Schlussdurchgang udn siegt ähnlich souverän wie Jürgen Pointinger (628). Schmid (608) versuchte zwar alles, um das Duell noch einmal zu drehen, es reichte nicht ganz.
Männer, Spiel um Platz 3
Rot-Weiß Zerbst – Zalaegerszegi TK
2:6 (9,5:14,5; 3858:3987)
Daniel Barth - Zoltan Moricz 3:1 (648:633), Christian Wilke - Attila Nemeth 2,5:1,5 (686:661), Lukas Funk - Zoltan Horvath 1:3 (634:664), Mario Nüßlein - Szilard Jarfas 1:3 (640:692), Lukas Huber (44. Alex Karl) - Zsombor Zapletan 1:3 (599:666), Tim Brachtel - Attila Nemes 1:3 (651:667)
Seit 2007 hat sich Zerbst mit Ausnahme von 2013 immer für das Final Four qualifiziert, nach sechsmal Gold, viermal Silber und siebenmal Bronze gehen die Rot-Weißen erstmals leer aus. 
Start0: Keine Änderungen in der deutschen Formation, Robert Ernjesi und Alex Karl - im Halbfinale eingewechselt – bleiben erst einmal draußen. Bei den Ungarn kamen Jarfas Szilard und Attila Nemes für Levente Kakuk und Norbert Kiss in der Startsix zum Einsatz.
Start60 (1:2/-25): Daniel Barth (326) konnte sich einen 2:0/22-Vorsprung aufbauen, Christian Wilke (323) lag beim 0,5:1,5 nur neun Kegel zurück, Lukas Funk (308) hingegen war gegen den bislang Durchgangsbesten, Zoltan Horvath (346), mit 0:2/-38 gehörig unter Druck geraten.
Start120 (2:1/10): Barth (648) brachte sein Duell vorzeitig nach Hause, Wilke explodierte auf der zweiten Hälfte, schloss mit einer 190 ab und katapultierte sich auf den Teambestwert von 686 Kegel, der Zerbst schließlich sogar eine kleine Gesamtführung zum Wechsel einbrachte. Funk (634) hatte auf der dritten Bahn mit einer 179 tatsächlich noch einmal die Tür zur Partiewende aufgestoßen, konnte das aber auf der letzten Bahn gegen Horvath (664) nicht noch einmal bestätigen.
Schluss60 (3:3/-61): Nach 43 Wurf war schon Schluss für Lukas Huber. Für ihn kam Alex Karl in die Partie, verlor beim zwischenzeitlichen 0:2/-34 nur drei weitere Kegel. Mario Nüßlein (313) war gegen Jarfas Szilard ebenfalls mit 0:2/-44 chancenlos gestartet, nur Tim Brachtel (338) lag 1:1/7 vorn. Die Rot-Weißen hatten im Gesamt den Anschluss verloren.
Schluss120 (2:6/-125) Die Ungarn knüpften an ihre starke Vortagsvorstellung nahtlos an und legten sogar noch einen mit nur 17 unter der 4000er-Traummarke drauf. Szilard Jarfas schraubte den Partiebestwert auf 692 Kegel. Selbst Zerbst in Bestform hätte daran zu kauen gehabt, davon waren aber zu viele im Team an diesem Wochenende entfernt. So aber blieb ein glattes 0:3 im Schlussdurchgang in einer zweiten fragile Vorstellung binnen zwei Tagen. Nun kann das nationale Double Ende April in Ettlingen ins Visier genommen werden.