DKBC-Pokal Final Four – 2019/20


Öhringen: Wie schlagen sich die Underdogs aus Leipzig und Kipfenberg?


Bayernligist KRC Kipfenberg bei den Frauen und Sachsenligist SV Leipzig bei den Männern sind die größten Überraschungen im diesjährigen Final Four-Finalfeld am letzten Aprilwochenende in Öhringen (25./26.04.2020). Dazu kommen sechs Erstligisten mit dem Titelverteidiger bei den Männern, Rot-Weiß Zerbst. Der Vorjahressieger bei den Frauen, KV Liedolsheim scheiterte bereits in der 2. Runde. Die Zweitligisten gingen in dieser Saison im Finalfeld komplett leer aus. Die Auslosung der Halbfinalpartien wird am 28. März 2020 auf der Classic-Konferenz live vorgenommen.
Der KRC Kipfenberg kämpft in der Bayernliga Süd um die Meisterschaft mit und freut sich jetzt schon über den größten erfolg der Klubgeschichte mit der Teilnahme am Final Four 2020 im DKBC-Pokal. Foto: KRC

Finalfeld, Frauen:

Victoria Bamberg
Im DKBC-Pokal tritt der Rekordpokalsieger seit einigen Jahren mit der zweiten Mannschaft an, die zum Teil mit Spielerinnen der ersten Mannschaft verstärkt werden. Nach einem erwarteten 7:1 zu hause gegen Vollingen, setzte sich das Team mit dem gleichen Ergebnis zweimal auswärts durch. Überraschend dabei war der deutliche 7:1-Erfolg beim Erstligisten und Pokalsieger von 2014, KC Schrezheim

KRC Kipfenberg Der Bayernligist konnte als Landespokalvertreter dreimal auf Heimrecht bauen und setzte sich in den ersten beiden Runden mit 8:0 gegen Rottweil und 6:2 gegen Auma durch. War der Erfolg gegen den Nord/Mitte-ZweitligaspitzenreiterAuma schon eine Überraschung, so glich das 5:3 gegen den NBC-Pokalsieger von 2017.SKK Poing, schlichtweg als Sensation.

ESV Pirmasens Die jungen Wilden stehen synonym für eine nach wie vor ausgezeichnete Nachwuchsarbeit beim Erstligisten. Nach einem 7:1 zu hause gegen den Zweitligisten Schönebeck, gab es beim 5:3 in Leitzkau einige Zittermomente zu überstehen, während der ESV beim 5,5:2,5 in Hattenburg seiner Favoritenrolle gerecht wurde.

FSV Erlangen-Bruck In der Bundesliga lange im Abstiegskampf stehend, feierte der FSV Erlangen-Bruck mit drei 6:2-Siegen und dem Einzug ins Final Four bereits einen großen Erfolg in seiner Vereinsgeschichte. In Eggolsheim und beim Dresdner SV war das Team auswärts erfolgreich und gewann auch zu Hause im Viertelfinale gegen Gaisbach.




Der SV Leipzig überspielte im Oktober 2019 den fünfeinhalb Jahre alten Bahnrekord von Zerbst. Im Final Four könnten beide direkt die Klingen kreuzen.... Foto: SV Leipzig

Finalfeld Männer:

Rot-Weiß Zerbst: Wo die Sachsen-Anhaltiner antreten, ist die Favoritenrolle verteilt. Der Titelverteidiger spielt mit einer beeindruckenden Konstanz auch im nationalen Pokal-Wettbewerb. Dass sie zudem zweimal in den Bundesliga-Duellen Heimvorteil hatten (7:1 gegen Raindorf, 7:1 gegen Breitengüßbach) schmälert dies keinesfalls. Dazu kommt ein Erfolg beim ambitionierten Zweitliga-Aufsteiger Hallbergmoos (6:2) und die klare Favoritenrolle beim Final Four.

Victoria Bamberg: Die Bamberger sind Rekordpokalsieger und gewannen zuletzt 2015 den Pokal. Fortuna meinte es mit den Victorianern gut in dieser Saison, denn alle drei Gegner kamen aus der 2. Liga und zwei Spiele konnten im heimischen Eintracht-Sportpark ausgetragen werden. Weder Önsbach (8:0) noch Wolfach-Oberwolfach (7:1) hatten da eine Chance, auch beim 7:1 in Unterharmersbach ließ sich Bamberg nicht die Butter vom Brot nehmen. Zuletzt fielen die Oberfranken auch mit tollen Einzelleistungen in diesem Wettbewerb auf. Christian Wilke hält die Saisonbestleistung mit 697 Kegeln.

KC Schwabsberg: Was für ein Erfolg für die junge, zum Anfang der Saison komplett neu zusammen gestellte Truppe! Mit Druck kann der KCS auf jeden Fall umgehen. Das bewies er bei den knappen Duellen mit den Erstliga-Aufsteigern in Hirschau (6:2) und zu Hause gegen Friedrichshafen (5:3). Souverän hingegen der Auftritt beim 6,5:1,5 gegen FEB Amberg.

SV Leipzig: Das Glück beim Schopf packte der SV Leipzig auf dem langen Weg ins Final Four. Nach Heimspielerfolgen gegen Sandersdorf und Lonsee (jeweils 7:1), meisterten die Sachsen auch die hohe Hürde beim bayrischen Landespokalvertreter Eschlkam mit einem 5:3-Erfolg. Wieder zu Hause gelang ihnen auch gegen den Tabellenführer der 2. Bundesliga Nord/Mitte, der TSG Kaiserslautern, ein 6:2-Erfolg und damit der sensationelle Einzug unter die letzten Vier.