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1. Bundesliga 120 Frauen, 13. Spieltag. 5. Februar 2023

Bamberg reißt Sieg aus dem Feuer / Poinger Erfolg im Tabellenkeller

Dokumente des Spielleiters vom Sonntag

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Pirmasens - Bamberg 2:6 (8;16; 3456:3459)
Ein Fehler zu viel verdarb dem ESV den großen Coup. 30 Wurf vor Schluss führten die Gastgeberinnen noch mit 48 Kegeln und Nicole Winicker hielt ihr Duell dank eines 141:126-Startsatzes gegen Celine Zenker offen. Doch, so wie Zenker im Spielverlauf stärker wurde, schmolz auch der Vorsprung in Winickers Duell und im Gesamt der Teams. Resultierend vor allem aus dem Partiebestwert von Alisa Bimber (656), die am Start ihrer Kontrahentin 120 Kegel abnahm, hatte Pirmasens zunächst mit 2:1/101 in Führung gelegen. Im Finaldurchgang hatten Alena Bimber und Corina Kastner ihre Duelle zwar vorzeitig gewonnen, aber bis dato noch nicht genügend Kegel eingefahren, so dass vor dem Finaldurchgang alles eher nach einem 4:4 oder 5:3-Sieg der Gastgeberinnen aussah. Dann aber leistete sich das ESV-Schlusstrio sechs Fehler - und eben den einen zu viel. Bamberg um die Teambeste Sina Beißer (619) gewann mit drei Kegeln mehr am Ende 6:2 und damit höher als es der Partieverlauf hergab.

Schretzheim - Liedolsheim 3:5 (10:14; 3319:3489)
Die Partiebeste, Saskia Seitz, sorgte mit 654 Kegeln am Ende für den klaren Auswärtssieg und überließ dem Schlusslicht um die Teambeste Marion Frey (574) eben nur die drei Duellsiege, die das Schlusslicht weiterhin sechs Punkte vom Relegationsplatz entfernt lassen. Die gute Nachricht für den BCS: die drei schweren Brocken liegen hinter ihnen und drei Heimspiele in fünf Partien stehen noch aus. Liedolsheim bleibt dagegen mit zwei Punkten Rückstand in Schlagdistanz zum Titelverteidiger.

Pöllwitz – Schrezheim 5:3 (14:10; 3632:3540)
Weil sich bei den Gästen ein Dreigestirn, um die Teambeste Kathrin Lutz (630) – verteilt auf alle drei Abschnitte – über die 600er-Marke spielte, ergab sich eine kurzweilige Partie, in der der Gastgeber kurz vor dem Einzelweltpokal eine wieder erstarkte Anna Müller erlebte, und in der Diana Langhammer am Schluss mit dem Partiebestwert von 633 Kegeln alle Hoffnungen des KCS erstickte, etwas Zählbares von der Reise nach Thüringen mitbringen zu können.

Eggolsheim - Erlangen-Bruck 7:1 (18:6; 3557:3357)
Obwohl die Gäste den Start doppelt hergaben (0:2/-38), war der FSV zwei Drittel der Partie im Spiel. Doch dann schwang sich aus einer sehr ausgeglichenen Mannschaft Romy Joppert am Schluss hervor und zog den Gästen schnell den Nerv. Am Ende wurden es deutliche 200 Kegel, die der Neuling zwischen sich und dem etablierten FSV legte. Platz 4 in der Tabelle kommt so für Eggolsheim nicht von ungefähr.

Poing - Lorsch 6:2 (13:11; 3285:3248)
Die Gäste hatten mit Luisa Ebert (602) in der Mitte im Duell der Teambesten gegen Manuela Urban (564) die Nase vorn, und dadurch beim Stand von 2:2 mit nur 21 Kegeln weniger noch alle Trümpfe in der Hand. Aber das Poinger Schlussduo hatte etwas gegen die Abstiegsstimmung rund um den Tabellenvorletzten und brachte beide Duelle und damit den Heimsieg nach Hause. Nadine Boksic war dabei so nervenstark, einen 121:148-Auftakt durch drei Satzsiege noch zu drehen. Poing ist bis auf zwei Punkte an die Lorscher heran, die auf dem Relegationsplatz 8 verharren.

1. Bundesliga 120 Männer, 13. Spieltag. 4. Februar 2023

Wernburg erneut Favoritenschreck – aber wieder ohne Punkte / Schwabsberg und Friedrichshafen siegten im Abstiegskampf

Dokumente des Spielleiters vom Samstag

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Zerbst - Unterharmersbach 7:1 (18:6; 4047:3833)
Man kann nicht sagen, dass Unterharmersbach nicht alles versucht hätte, 3833 Kegel und ein Teambestwert von 666 durch Fabian Zimmermann sprechen Bände. Doch da Zerbst fast schon gewohnt den 4000er malträtierte, war der Zerbster Sieg früh klar. Robert Ernjesi schraubte den Partiebestwert am Start auf 729, auch Timo Hoffmann blieb über der Traummarke mit 704. Als dann auch noch Marcus Gerdau Zimmermann im letzten Satz mit 166:153 besiegte, überflügelte der Zerbster den Unterharmersbacher um acht Kegel, und der SKC schien ohne Ehrenpunkt zu bleiben. Den holte sich am Ende Pascal Dräger – und er war verdient für die Gäste.

Wernburg – Raindorf 3:5 (10,5:13,5; 3794:3845)
Die Thüringer Gastgeber machten da weiter, wo sie unlängst gegen Zerbst aufgehört hat, sie ärgerten den Favoriten lange Zeit. Am Ende aber nahm Verfolger Raindorf die Hürde mit einem äußerst knappen 5:3. Dabei fiel die Entscheidung erst im letzten Satz, als Wernburg einen Gesamtvorsprung von neun Kegeln trotz des vorzeitigen Duellsieges von Paul Sommer nicht ins Ziel retten konnte, sondern 60 Kegel auf den letzten 30 Wurf abgab. Immerhin gab es ein Unentschieden beim Partiebestwert, den sich mit 677 Kegeln Startspieler Daniel Schmid auf Raindorfer Seite und Mitte-Akteur Raven Michel auf Wernburger Seite teilten.

Schwabsberg - Lorsch 6:2 (15,5:8,5; 3856:3713)
Der Gastgeber war geschlossener besetzt, das gab den Ausschlag, wie die 143 mehr Gesamtkegel zeigten. Die Entscheidung fiel, als Schwabsberg in der Mitte beide heiß umkämpften Duelle auf seine Seite bringen konnte. Daniel Beier rettete dabei nach einem 157:177 gegen den Teambesten Lorscher, Andreas Dietz (662), einen Kegel plus ins Ziel. Da der Partiebeste Fabian Seitz (693) seine Farben am Start beim 1:1 mit 66 Kegeln in Front gebracht hatte, musste so Bastian Hopp am Ende nur Lars Ebert auf Schlagdistanz halten, um den Erfolg in trockene Tücher zu bringen. Schwabsberg kann im Kampf gegen den Abstieg erst einmal durchatmen, Lorsch hingegen rutsche auf einen direkten Abstiegsplatz zurück.

Friedrichshafen - Breitengüßbach 5:3 (12:12; 3462:3398)
Nie war er wertvoller als diesmal. Der Tabellenletzte meldete sich mit einem überraschenden Heimsieg zurück im Kampf gegen den Abstieg und hat das rettende Ufer wieder in Sichtweite, allerdings noch die Partien gegen die ersten Drei in der Tabelle vor der Brust. Den Partiebestwert erzielte Dejan Lotina, der mit 616 Kegeln seinem Kontrahenten spielentscheidende 114 Kegel abnehmen konnte. Für Güßbach war Christopher Wittke mit 612 der erfolgreichste Kegler.

Hallbergmoos - Bamberg 7:1 (15:9; 3736:3601)
Ja, die Gäste waren nach dem erfolgreichen Januar mit breiter Brust aufgekreuzt. Doch der VfB hatte seine Hausaufgaben gemacht und schon am Start mit 3:0/135 alle Zweifel am Ausgang der Partie beseitigt. Lukas Funk stellte da schon den Partiebestwert mit 664 Kegeln auf. Was Victoria aber inzwischen wieder zu leisten imstande ist, zeigte sich im Schlusstrio, das die Gäste zwar 1:2 abgaben, aber dank der 643 ihres erneut Besten, Marco Endres, im Gesamt nicht weiter abrutschten.

Champions League, Hinspiele 2. Runde, 28. Januar 2023

Bei den Frauen setzte sich Bamberg mit 7:1 deutlich im deutsch-deutschen Duell beim NBC-Pokalsieger Poing durch, musste aber erheblichen Widerstand auf den schwierigen Bahnen aus dem Weg räumen. Die Hammeraufgabe beim Titelverteidiger Rijeka löste Pöllwitz mit 6:2 überzeugend und Zerbst steht nach dem 8:0 in Neumarkt schon so gut wie sicher im Final Four am 1./2. April in Graz. 

Die Viertelfinal-Rückspiele finden am 18. Februar 2023 statt.

Weiter spielten, Frauen: Neunkirchen – Rosice 6:2, Istra_ Ipartechnica 7:1; Männer: Orth – Steged 6:2, Mertojak – Zalaegerszeg 6:2; Zadar - Trstena 7:1.

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Neumarkt - Zerbst 0:8 (9:15; 3656:3885)
Start (0:2/-89): Im ersten Satz legten Manuel Weiß und Florian Fritzmann los wie die Feuerwehr und bauten einen 28-Kegel-Vorsprung auf. Vilmos Zavarko konnte im Duell der Teambesten gegen Fritzmann die beiden folgenden Sätze zwar siegreich gestalten und in Führung gehen, doch dem Schlussspurt des Zerbsters (Gesamt 678:651) war er nicht gewachsen, der den letzten Satz vom Start weg im Griff hatte. Weiß (636) hatte bis auf den zwischenzeitlichen Ausgleich seinen Kontrahenten Dominik Thaler (574) jederzeit im Griff und siegte deutlich.
Mitte (0:4/-150): Zerbst blieb weiter spielbestimmend, ließ sich in beiden Duellen vom zwischenzeitlichen Ausgleich nicht beirren und sorgte schon auf der dritten Bahn mit deutlichen 2:1-Führungen für die Vorentscheidung in den Duellen und im Gesamt.
Schluss (0:6/-229): In allen drei Abschnitten waren die Zerbster deutlich überlegen und fuhren einen überzeugenden Auswärtssieg ein, wodurch der Einzug ins Final Four im Rückspiel nur noch Formsache sein dürfte.

Schlug Vilmos Zavarko: Florian Fritzmann. Foto: Sport Print Zander

Poing - Bamberg 1:7 (8:16; 3274:3355)
Start (0:2/-72): Die zähen Bahnen in Poing machten Sina Beißer zu schaffen. Mit 1:2/-18 ging sie in den vierten Satz gegen Nadine Boksic, kam in die Vollen nur wenig heran, drehte aber im letzten Räumen (61:41) tatsächlich noch das Duell zu ihren Gunsten. Überzeugend erneut die Partiebeste Corinna Kastner (580), die ihr Duell nach früh notwendigem Poinger Wechsel 4:0 für sich entschied.
Mitte (1:3/-65): Ein ausgeglichener Durchgang, bei denen Klara Sedlar und Christina Neundörfer nach sieben bzw. vier Fehlern wussten, warum sie ihr Duell abgeben mussten. Die auf gleichbleibenden Niveau agierenden Sandra Loncarevi und Ioana Antal gaben so ihre 2:1-Führungen trotz Niederlagen im Schlusssatz nicht mehr her.
Schluss (1:5/-81): Poing verkaufte sich auch in den Schlussduellen teuer. Die Teambeste Claudia Süss erzielte auch mehr Gesamtkegel gegen Celine Zenker, unterlag aber im letzten Satz 145:148 und dadurch 1:3 nach Sätzen. Auch Alena Bimber steckte ein deutliches 124:145 weg und machte den 7:1-Auswärtserfolg perfekt.

War beim deutsch-deutschen Duell zu Gast: Poings Bürgermeister Thomas Schmidt. @facebook/skk

Rijeka - Pöllwitz 2:6 (9:15; 3432:3476)
Start (0:2/-103): Diana Langhammer (635) machte ihr Duell gegen Anita Mehesz vorzeitig klar. Sarah Conrad (593) ließ sich gegen Valentina Gal vom zwischenzeitlichen Ausgleich nicht aus dem Rhythmus bringen, zog im dritten Räumen den Satz an sich. In die letzten Vollen verlor sie noch einmal zwölf Kegel und lag nur noch zwei vorn, doch ehe Spannung aufkam, zog sie im Räumen (61) davon und siegte ebenfalls deutlich.
Mitte (1:3/-85): Venesa Bogdanovic zauberte ein erstes Lächeln in die Gesichter der Gastgeberinnen, als sie ihr Duell vorzeitig gegen Gabriele Muhl für sich entscheiden konnte und am Ende 72 Kegel aufholen konnte. Doch nebenan hielt Friederike Schulz über einen 2:0/52-Vorsprung die Gäste auf Kurs und holte sich ihr Duell sicher.
Schluss (2:4/-44): Vom gewohnten Start wechselte Anna Müller in das Schlussduo und stand 60 Wurf neben sich. Was sie kann, zeigte sie anschließend, zur Wende im Spiel reichte es nicht. Bei Marie-Christin Illert spielten nach 2:0/-Führung die Nerven einen Streich, sie verlor den Faden im dritten Satz (115:143) und wurde gegen Pia Köhler ausgewechselt. Der Joker stach: Köhler holte den wichtigen dritten Satzsieg udn das Duell, sodass Pöllwitz mit einer herausragenden Ausgangsposition ins Rückspiel gegen den Titelverteidiger gehen kann.

Siegte beim Titelverteidiger: SV Pöllwitz. @facebook/svp

Vorschau: Einzelweltpokal 2023 in Rijeka, 9.-12. Februar 2023

Für den XXIV. Einzelweltpokal Männer/Frauen und den XVI. Weltpokal U23 männlich/weiblich nominierte der DKBC vier Athlet:innen. Einzel Frauen: Anna Müller (SV Pöllwitz), Einzel Männer: Christian Wilke (Rot-Weiß Zerbst). U23 weiblich: Selina Thiem (Blau-Weiß Auma) und U23 männlich: Tim Brachtel (SKK Raindorf). Die Wettbewerbe finden vom 9. -12. Februar 2023 in Rijeka statt. Vorstellung Deutsches Team 

Bundesliga-Saisonheft 2022/23
Bundesliga-Saisonheft 2022/23